Skid Row

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Dieser Artikel befasst sich mit der Band aus New Jersey; für weitere Bedeutungen siehe Skid Row (Begriffsklärung).
Skid Row
Live (1989)
Live (1989)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock, Hair Metal, Sleaze Rock
Gründung 1987
Auflösung 1996
Neugründung 1999
Website http://www.skidrow.com/
Aktuelle Besetzung
Johnny Solinger (seit 1999)
Dave „Snake“ Sabo
Gitarre
Scott Hill
Rachel Bolan
Rob Hammersmith (seit 2010)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Matt Fallon (1987)
Gesang
Sebastian Bach (1988–1996)
Gesang
Sean McCabe (1998)
Schlagzeug
Rob Affuso (1987–1996)
Schlagzeug
Charlie Mills (1999–2001)
Schlagzeug
Phil Varone (2001–2003)
Schlagzeug
Dave Gara (2003-2010)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Skid Row
  DE 22 07.05.1990 (16 Wo.) [1]
  CH 26 28.01.1990 (1 Wo.) [2]
  UK 30 02.09.1989 (16 Wo.) [3]
  US 6 11.02.1989 (78 Wo.) [4]
Slave to the Grind
  DE 12 24.06.1991 (21 Wo.) [1]
  AT 16 07.07.1991 (12 Wo.) [5]
  CH 15 30.06.1991 (9 Wo.) [2]
  UK 5 22.06.1991 (9 Wo.) [3]
  US 1 29.06.1991 (46 Wo.) [4]
B-Side Ourselves
  US 58 10.10.1992 (6 Wo.) [4]
Subhuman Race
  DE 57 17.04.1995 (7 Wo.) [1]
  CH 49 30.04.1995 (1 Wo.) [2]
  UK 8 08.04.1995 (3 Wo.) [3]
  US 35 15.04.1995 (9 Wo.) [4]
Singles
Youth Gone Wild
  UK 42 18.11.1989 (3 Wo.) [3]
  US 99 10.06.1989 (2 Wo.) [4]
18 and Life
  UK 12 03.02.1990 (6 Wo.) [3]
  US 4 08.07.1989 (20 Wo.) [4]
I Remember You
  UK 36 31.03.1990 (4 Wo.) [3]
  US 6 18.11.1989 (20 Wo.) [4]
Monkey Business
  UK 19 15.06.1991 (3 Wo.) [3]
Slave to the Grind
  UK 43 14.09.1991 (2 Wo.) [3]
In a Darkened Room
  CH 27 27.10.1991 (1 Wo.) [2]
Wasted Time
  UK 20 23.11.1991 (3 Wo.) [3]
  US 88 04.01.1992 (3 Wo.) [4]
Youth Gone Wild / Delivering the Goods
  UK 22 29.08.1992 (4 Wo.) [3]
Breakin' Down
  UK 48 18.11.1995 (2 Wo.) [3]
[1]

[5] [2] [3]

[4]

Skid Row ist eine US-amerikanische Hard-Rock-/Hair-Metal-Band aus New Jersey. Die Band feierte ihre größten Erfolge Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre. Ihr Debütalbum Skid Row verkaufte sich in den USA über fünf Millionen Mal.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Die frühen Jahre[Bearbeiten]

Skid Row wurden Mitte der 1980er Jahre von dem Gitarristen Dave „Snake“ Sabo und dem Bassisten Rachel Bolan ins Leben gerufen. Der amerikanische Ausdruck „Skid Row“ bezeichnet das Armenghetto amerikanischer Städte. Sabo wuchs in der Nachbarschaft von Jon Bon Jovi auf und spielte mit ihm in diversen Bands, bevor dieser 1984 Bon Jovi ins Leben rief. Die Besetzung von Skid Row wurde mit dem zweiten Gitarristen Scotti Hill und Schlagzeuger Rob Affuso ergänzt, und die Band suchte nach einem passenden Sänger. John Corabi (später u. a. Mötley Crüe) lehnte das Angebot der Band ab, ebenso wurden Robert Mason (später Lynch Mob) und Richard Black nicht in die Band aufgenommen.

Der frühere Anthrax-Sänger Matt Fallon wurde schließlich der erste Sänger von Skid Row, doch es dauerte nicht lange, bis er seinen Platz räumen musste. Ein Kanadier namens Sebastian Bierk, der unter dem Künstlernamen Sebastian Bach auftrat und in einer Truppe namens Madame X sang, fiel der Band bei einer Hochzeit auf. Bach sang dort als Gast in einer All-Star-Band, die u. a. aus dem Ozzy-Osbourne-Gitarristen Zakk Wylde, dem Twisted-Sister-Sänger Dee Snider und dem Quiet-Riot-Frontmann Kevin DuBrow bestand. Skid Row waren so überzeugt von Bach, dass sie ihn für 200.000 US-Dollar aus einem Vertrag mit seinem Ex-Manager freikauften. Das Geld dafür stammte von Snakes Freund Jon Bon Jovi, der die Band daraufhin unter seine Fittiche nahm.

Bon Jovi stellte den Kontakt zum McGhee-Entertainment-Management her, das die Band in ihr Künstlerrepertoire aufnahm. Skid Row unterzeichneten schließlich einen Plattenvertrag bei Atlantic sowie einen Publishing Deal mit Bon Jovis neu gegründeter Underground Music Company. Die Band bereute Letzteres später, da alle Veröffentlichungstantiemen an Jon Bon Jovi und Richie Sambora gingen. Skid Row nahmen ihr Debütalbum mit dem Produzenten Michael Wagener auf, es erschien 1989.

Die erfolgreichen Jahre[Bearbeiten]

Noch bevor das Album in den Läden stand, waren Skid Row bereits als Vorgruppe für die 1989er US-Tour von Bon Jovi bestätigt. Im August 1989 spielten sie ebenso beim Moscow Music Peace Festival neben Bands wie Bon Jovi, Ozzy Osbourne, Mötley Crüe, den Scorpions und Cinderella. Beim Milton Keynes Festival trat die Band neben Bon Jovi, Europe und Vixen auf und durch Europa tourten sie mit Mötley Crüe und White Lion sowie anschließend mit Aerosmith, bevor Skid Row erneut durch die USA reisten.

Sowohl das Album als auch die drei Singles Youth Gone Wild, 18 and Life und I Remember You waren sehr erfolgreich. Das Album und die letzten beiden Singles – zwei Balladen – kamen in den USA jeweils die Top Ten. Mit dem Erfolg wuchs auch die Erkenntnis, dass der Publishing Deal, den sie mit Bon Jovi abgeschlossen hatten, sehr zu ihren Ungunsten ausgefallen war. Nach einer in den Medien breitgetretenen Schlammschlacht führte Richie Sambora schließlich seine 50 % der Tantiemen wieder an die Band zurück. Am Ende der Tour gehören Skid Row zu den Top Acts der Rockszene und konnten ein Album vorweisen, das mit Fünffach-Platin ausgezeichnet wurde.[4]

Das im Sommer 1991 erschienene zweite Album Slave to the Grind stieg direkt auf Platz 1 der US-amerikanischen Charts ein. Und das obwohl die musikalische Ausrichtung im Vergleich zum Vorgänger deutlich härter und unkommerzieller geworden war. Es verkaufte sich noch über zwei Millionen Mal. Bereits ab Mai tourten sie im Vorprogramm von Guns N' Roses durch die Staaten. Die daraus entstehende Freundschaft resultierte darin, dass Bach, Affuso und Sabo auf Duff McKagans Soloalbum Believe in Me zu hören waren. Skid Row begleiteten Guns N' Roses auch in Europa, wo es in der Wembley Arena in London zum Eklat kam. Bach las auf der Bühne eine schriftliche Auflage vor, die der Band sowohl untersagte, ihren Song Get the Fuck Out zu spielen als auch sonst irgendwie das Wort „Fuck“ auf der Bühne zu benutzen. Natürlich spielte die Band den Song und forderte das Publikum darüber hinaus zu „Get the Fuck Out“-Sprechchören auf. Skid Row bekamen von Brent Council lebenslanges Auftrittsverbot in diesem Stadion.

Es folgt eine Südamerika-Tour mit den Scorpions sowie ein Auftritt beim legendären Monsters-of-Rock-Festival im August 1992, zusammen mit The Almighty, Slayer, W.A.S.P., Thunder und den Headlinern Iron Maiden. Eine Tour durch Japan sowie eine weitere US-Tour als Headliner durch Amerika mit Pantera als Supportband beendeten eine 20-monatige Welttournee. 1992 erschien die Cover-EP B-Sides Ourselves, anschließend machte sich die Band an die Arbeit zum Nachfolger Subhuman Race.

Erneut ging die Band einen Schritt weiter und veröffentlichte ein hartes, rohes Album. Subhuman Race konnte jedoch trotz durchwegs positiver Kritiken nicht an den Erfolg der beiden Vorgänger anknüpfen.Dennoch war das Album in mehreren Ländern in den Charts vertreten. Die Band war intern jedoch bereits bei den Aufnahmen zu Subhuman Race zerstritten. Der Bruch kam schließlich 1996 und Skid Row trennten sich, kurz nach der Veröffentlichung ihres Greatest Hits- Albums 40 Seasons. Bach gründete seine Soloband, während die verbliebenen Musiker mit dem Sänger Sean McCabe eine neues Projekt namens Ozone Monday ins Leben riefen, mit denen sie jedoch keine Skid-Row-Songs spielten. Nach Beendigung dieses Projektes wollten Bolan und Sabo wieder mit Skid Row weitermachen, allerdings ohne Sänger Bach. Darauf verließ auch Schlagzeuger Rob Affuso die Band, da er Skid Row nur mit Sebastian Bach als Sänger weiterführen wollte. So kehrte Skid Row 1999 mit den Gründungsmitgliedern Rachel Bolan, Snake Sabo und Scotti Hill sowie mit Schlagzeuger Phill Varone und Sänger Johnny Solinger wieder zurück und tourten als Vorgruppe von Kiss und Ted Nugent durch die USA.

Skid Row ab 2000[Bearbeiten]

Das Album ThickSkin – mit dem neuen Sänger Johnny Solinger und Phil Varone von Saigon Kick am Schlagzeug – erschien 2003. Das Album ist punkiger und erdiger als die Alben mit Sebastian Bach, was zum Teil auch an der rockigen und im Vergleich zu Bach wenig glamourösen Stimme Solingers liegt. Der Welthit der Band I remember you wurde als I remember you two in einer Punkversion neu eingespielt. Wie bereits die ersten Alben enthält Thickskin sowohl straighte Songs mit Skid-Row-typischen, markanten Gitarrenriffs, als auch Balladen. Dennoch war es wenig erfolgreich, es konnte sich in den Charts nicht platzieren, einzig in Japan erreichte es Platz 111. Eine Europatour als Vorgruppe von Def Leppard folgte ebenso wie eine US-Tour mit Poison und Vince Neil, bevor Varone durch Dave Gara ersetzt wurde. Die Band schlug mehrere millionenschwere Angebote für eine Reunion mit Sebastian Bach aus. Im Mai 2005 spielte die Band zusammen mit Quiet Riot auf amerikanischen Militärstützpunkten in Südkorea. Das Jahr 2006 verbrachte die Band mit dem Einspielen eines neuen Albums sowie mit Konzerten auf dem amerikanischen Kontinent.

Revolutions per Minute ist der Titel des zweiten Albums mit Solinger als Sänger. Die Platte erschien im Oktober 2006 bei SPV. Das Album ist noch punkiger als ThickSkin. Als erstes Album der Band enthält es keine Ballade, dafür einige reine Punk-Songs. Das Album war, ebenso wie das Vorgängeralbum, wenig erfolgreich; es erreichte in keinem Land die Top-200-Charts, am nächsten kam Revolution per Minute den Top 200 in Japan, wo es Platz 226 erreichte. Im November war die Band zusammen mit King’s X und Nashville Pussy in Kanada auf Tour. 2011 trennte sich die Band von dem Schlagzeuger Dave Gara, der durch Rob Hammersmith ersetzt wurde.

Obwohl Skid Row seit der Trennung von Sebastian Bach 1999 nur zwei mäßig erfolgreiche Alben veröffentlicht hat, ist sie eine gefragte Live-Band geblieben. So spielt sie nach wie vor auf zahlreichen Tourneen sowie auf Festivals. 2011 nahm Skid Row an der KissCruise teil, einer fünftägigen Kreuzfahrt, wo sie u.a. neben Kiss auftraten. Im Februar 2012 verkündete die Band, dass sie an neuem Material für ein neues Album arbeite.

Im Juli 2012 veröffentlichte Sebastian Bach auf seiner Facebook-Seite einen offenen Brief, in dem er die übrigen Skid-Row-Mitglieder dazu aufrief, sich an den Wünschen der Fans zu orientieren. Er sei bereit, wieder gemeinsam mit seiner alten Band aufzutreten. Er selbst wolle es nicht, aber für die Fans würde er es tun. Es gehe „nicht immer darum, was man selber“ wolle. Er wisse, „dass vier der fünf ehemaligen Mitglieder (gemeint sind Dave Sabo, Scotti Hill, Rob Affuso, und Bach) dazu bereit“ seien.[6] Der Brief wurde noch am Tag der Veröffentlichung wieder entfernt, war aber schon von verschiedenen Redaktionen (u.a. Rolling Stone Magazine) aufgegriffen und verbreitet worden.[7]

Am 1. Dezember 2013 kündigte der Veranstalter des Wacken Open Air an, dass Skid Row auf dem Wacken Open Air 2014 spielen wird.[8]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Live (2008)

Livealben und Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1995: Subhuman Beings on Tour (Live-Japan-CD)
  • 1998: 40 Seasons: The Best of Skid Row (Best-of)

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1989: Youth Gone Wild
  • 1989: 18 and Life (Gold in USA)
  • 1990: I Remember You
  • 1991: Wasted Time
  • 1991: Monkey Business
  • 1991: In a Darkened Room
  • 1991: Slave to the Grind
  • 1992: B-Side Ourselves (Cover-EP, Gold in USA)
  • 1992: Youth Gone Wild
  • 1995: My Enemy
  • 1995: Breakin' Down
  • 1995: Into Another
  • 2005: Hi-Five
  • 2013: United World Rebellion - Chapter One

Videos und DVDs[Bearbeiten]

  • 1991: Oh Say Can You Scream (VHS)
  • 1993: No F*cking Frills (VHS)
  • 1993: Road Kill (VHS)
  • 2003: Under the Skin (DVD)

siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d Skid Row in den deutschen Charts / Chartdaten
  2. a b c d e Chartdiskografie Schweiz
  3. a b c d e f g h i j k l British Hit Singles & Albums, 18th Edition, Guinness World Records Limited 2005, ISBN 9781904994008
  4. a b c d e f g h i j k US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  5. a b Chartdiskografie Österreich
  6. Sebastian Bach Issues Open Letter To Skid Row – "If You Want To Try And Get Out Of The Internet Bullshit And Come Together For The Sake Of The Fans, You Can Give Me A Call" auf Bravewords.com, abgerufen am 13. Juli 2012
  7. Artikel auf rollingstone.com, abgerufen am 13. Juli 2012
  8. http://www.wacken.com/de/woa2014/main-news/news/ansicht/article/woa-adventskalender-skid-row-hinter-tuer-1-9144/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skid Row – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien