Skierbieszów

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Skierbieszów
POL gmina Skierbieszów COA.svg
Skierbieszów (Polen)
Skierbieszów
Skierbieszów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lublin
Landkreis: Zamość
Geographische Lage: 50° 51′ N, 23° 22′ O50.8523.366666666667Koordinaten: 50° 51′ 0″ N, 23° 22′ 0″ O
Höhe: 208 m n.p.m
Einwohner: 1300
Postleitzahl: 22-420
Telefonvorwahl: (+48) 84
Kfz-Kennzeichen: LZA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Zamość - Chełm
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 30 Schulzenämter
Fläche: 139,2 km²
Einwohner: 5462
(30. Jun. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0620102
Verwaltung (Stand: 2007)
Gemeindevorsteher: Mieczysław Bartoń
Adresse: Rynek 1
22-420 Skierbieszów
Webpräsenz: www.skierbieszow.com.pl

Skierbieszów ([skʲɛrˈbʲɛʃuf], 1939–1945 Heidenstein) ist ein Ort in Polen etwa 70 km südöstlich von Lublin am Flüsschen Wolica. Er liegt im Kreis Zamość in der Woiwodschaft Lublin nahe zum nördlicheren Kreis Chełm und ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde. Es liegt an der Wolica und hat etwa 1300 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort gehörte um das Jahr 1000 vermutlich zu den so genannten Czerwenischen Burgen, die Herzog Bolesław der Tapfere eroberte. In schriftlichen Quellen ist Skierbieszów das erste Mal um 1428 aus Anlass einer königlichen Verleihung an den Bischof von Chełm erwähnt, der im selben Jahr eine Kirche errichten ließ und 1436 eine Kirchengemeinde begründete. 1453 verlieh König Kazimierz Jagiellończyk dem Ort die Stadtrechte, die 1494 von König Jan Olbracht nach deutschem Recht bestätigt wurden.

Lange Jahrhunderte eher im Schatten der Politik, wurde die Region im Ersten Weltkrieg zum Bereich vieler und langwieriger Kämpfe zwischen dem Deutschen Reich und Russland. Sie erreichten die Stadt Krasnystaw und das Dorf Skierbieszów am 16. Juli 1915, wo der lange Stellungskrieg in einen Vormarsch nach Osten überging.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem folgenden sowjetisch-polnischen Krieg gegen die damals neu gegründete Sowjetunion wurde 1920 das Staatsgebiet eines neuen, unabhängigen Polen festgelegt. Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Region, die zeitweilig auch „Russisch-Polen“ genannt wurde, zum deutschen Generalgouvernement (1939–1944), das im besetzten Polen errichtet wurde. Die Bewohner des Ortes wurden von der deutschen Besatzung im Zuge der Aktion Zamość vertrieben und durch volksdeutsche Umsiedler, unter anderem aus Bessarabien, ersetzt. Zu diesen gehörte auch die Familie des späteren deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler. Der Ort hatte im Jahre 1943 925 Einwohner. Nach dem Einmarsch der Roten Armee 1944 wurde der Ort wieder polnisch. Von 1975 bis 1988 gehörte er zur Woiwodschaft Zamość.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Gmina[Bearbeiten]

Zur Großgemeinde Skierbieszów gehören die Schulzenämter Breczówka, Dąbrowa, Dębowiec, Dębowiec Kol., Dulnik, Ewusin, Hajowniki, Huszczka Duża, Huszczka Mała, Iłowiec, Kalinówka, Kąty, Kowalszczyzna, Kucze, Łaziska, Łaziska Kol., Majdan Skierbieszowski, Majdan Żukowski, Majdanek, Manin, Marcinówka, Nowa Lipina, Osiczyna, Ostrówek, Podhuszczka, Podwysokie, Popławy, Popówka, Reforma, Sady, Skierbieszów, Skierbieszów Kol., Sławęcin, Stara Lipina, Suchodębie, Sulmice, Szorcówka, Ulendry, Wiszenki, Wiszenki Kol., Wysokie I, Wysokie II, Zabytów, Zagóra, Zawoda und Zrąb Kol.

Panorama von Skierbieszów

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skierbieszów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 21. Januar 2013.