Skierniewice

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Skierniewice
Wappen von Skierniewice
Skierniewice (Polen)
Skierniewice
Skierniewice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Łódź
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 34,88 km²
Geographische Lage: 51° 58′ N, 20° 8′ O51.96666666666720.133333333333Koordinaten: 51° 58′ 0″ N, 20° 8′ 0″ O
Einwohner: 48.634
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 96-100 bis 96-106
Telefonvorwahl: (+48) 46
Kfz-Kennzeichen: ES
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Rawa MazowieckaLowicz
Nächster int. Flughafen: Łódź
Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 34,88 km²
Einwohner: 48.634
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1394 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1063011
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Leszek Trębski
Adresse: Rynek 1
96-100 Skierniewice
Webpräsenz: www.skierniewice.net.pl
Skierniewice, Willa Kozlowskich

Skierniewice [skʲɛrɲɛˈvʲit​͡sɛ] ist eine Stadt in der Woiwodschaft Łódź in Polen.

Lage[Bearbeiten]

Bahnhof in Skierniewice

Die Stadt, im Weichsel-Becken gelegen, hat heute auf einer Fläche von 32,6 km² etwa 48.700 Einwohner (2000: 48.364, 2005: 49.142). Von 1975 bis 1998 war sie Hauptstadt der gleichnamigen Wojewodschaft, seitdem ist sie Teil der Woiwodschaft Łódź. Sie ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt und verbindet die Städte Warschau mit Łódź, Koluszki, Kutno und Lowicz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1359 erstmals erwähnt in einer Urkunde, in der der Erzbischof von Gnesen, Jaroslaw I. Bogoria den Herzog von Masowien, Siemowit III. mit dem Gebiet um Skierniewice belehnt. Die Stadtrechte wurden Skierniewice 1463 von König Kasimir IV. Jagiełło verliehen. Seit Ende des 16. Jahrhunderts war Skierniewice Residenzstadt des Erzbischofs von Gnesen und Primas von Polen, der in dieser Eigenschaft die polnischen Könige in seiner Residenz empfing; der letzte in der Stadt residierende Erzbischof war Ignacy Krasicki († 1801). Erst preußisch, dann russisch, kam die Stadt 1807 zum Herzogtum Warschau, und wurde 1815 im Wiener Kongress dem russischen Zarenreich eingegliedert.

Kaiser Franz Joseph I., Kaiser Wilhelm I. und Zar Alexander III. trafen sich vom 15. bis zum 17. September 1884 auf einem Jagdschloss in Skierniewice in Russisch-Polen, begleitet von ihren Außenministern, und erneuerten den „Dreikaiserbund“ von 1881.[2]

Im Ersten Weltkrieg lag die Stadt in der Frontlinie, an der sich deutsche und russische Soldaten erbitterte Kämpfe lieferten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt besetzt und die gesamte jüdische Bevölkerung deportiert und in den Vernichtungslagern getötet.

Von 1975 bis 1998 war sie Hauptstadt der gleichnamigen Wojewodschaft, seitdem ist sie Teil der Woiwodschaft Łódź. Die Stadt ist ein Zentrum der Agrarwissenschaft.

In der Umgebung liegen der Landschaftspark von Bolimów und Żelazowa Wola, der Geburtsort von Frédéric Chopin.

Skierniewice ist seit 1965 Partnerstadt von Gera.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Skierniewice – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 5. Juli 2014.
  2. http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/03/html/294.htm Drei-Kaiser-Treffen zur Jagd in Skierniewice