Skimmer (Ölwehr)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Seiten Skimmer (Ölwehr) und Skimmer (Oberflächenabsauger) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. тнояsтеn 13:32, 21. Aug. 2012 (CEST)
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Skimmer (von engl. skim – abschöpfen) sind Geräte zum Entfernen von Öl und anderen aufschwimmenden Verunreinigungen von Wasseroberflächen. Sie werden in der industriellen Prozesstechnik beispielsweise zur Aufbereitung von Kühlschmierstoffen und zur Abtrennung von Ölen bei der Abwasserbehandlung eingesetzt. Außerdem werden sie bei der Ölunfallbekämpfung auf Gewässern verwendet.

Bauarten[Bearbeiten]

Man unterscheidet generell zwei Prinzipien: Adhäsionsskimmer (Haftprinzip) und Überlaufskimmer (Schwerkraftprinzip). Die Antriebe können elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch sein.

Adhäsionsskimmer[Bearbeiten]

Zu den Adhäsionsskimmern gehören Röhrenskimmer, Trommelskimmer, Bandskimmer, Schlauchskimmer, Scheibenskimmer, Bürstenskimmer, Mopskimmer.

Das Adhäsionsprinzip erreicht eine hohe Ölaufnahmeeffizienz im Verhältnis zum mitgezogenen Wasser, weil das Wasser größtenteils zurückbleibt, während das Öl an den aufnehmenden Oberflächen haftet und abgestreift werden kann. Je dünner die Ölschicht auf dem Wasser und je dünnflüssiger das Öl ist, desto effizienter ist der Adhäsionsskimmer.

Ein Nachteil der Adhäsionsskimmer ist ihre Anfälligkeit gegen ankommendes Treibgut (Blätter, Kraut, Zweige), wenn dieses nicht vorher durch einen Treibgutseparator aufgenommen wird. Treibgut verhindert je nach Menge den Kontakt des Öls mit dem Öl aufnehmenden Teil des Skimmers (Röhre, Trommel, Band usw.).

Überlaufskimmer[Bearbeiten]

Zu den Überlaufskimmern gehören Wehrskimmer. Beim Einlaufskimmer wird dagegen sehr viel Wasser mitgeschöpft, weil die Überlaufkante des Skimmers (Wehr) nicht auf so geringem Schwankungsniveau auf der Wasseroberfläche gehalten werden kann und das Wasser selbst eine gewisse Oberflächenspannung hat, die mit dem Öl über das Wehr hinüberfließt. Daher ist meistens eine Nachseparation im externen Sammeltank notwendig. [1]

Überlaufskimmer sind gegen ankommendes kleineres Treibgut im Vorteil. Da der Wassereinlauf verhältnismäßig hoch ist, zieht dieser auch kleineres Treibgut mit über die Wehrkante, das von der Saugpumpe in der Regel weiter transportiert werden kann. Größeres Treibgut stört die Pumpe allerdings ebenso.

Einsatz zur Bekämpfung von Ölunfällen[Bearbeiten]

Bei Großunfällen mit viel Öl auf kleinen Wasserflächen, wo sich dicke Schichten bilden können, kann ein Überlaufskimmer auch dicke Schichten ohne oder mit geringem Wasseranteil aufnehmen, während ein Adhäsionsskimmer auf eine gewisse Schichtdicke begrenzt bleibt.

Da solche Ereignisse aber sehr selten sind und die meisten Ölunfälle auf Gewässern und Ölseparationsbecken nur eine dünne Schichtdicke Öl hervorbringen, ist der Adhäsionsskimmer meist das effizientere Gerät.

Dies gilt auch unter dem Gesichtspunkt der Kostenersparnis, weil weniger Wasser im Sammeltank weniger Entsorgungskosten bedeutet. Die meisten Skimmer entfernen das Öl nicht nur vom Wasser, sondern pumpen es auch weiter in Sammelvorrichtungen (Tanks), in denen nachsepariert werden kann oder die der Entsorgung sofort zugeführt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. taucherunternehmen.de: Umweltschutz