Skippy (1931)

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Filmdaten
Originaltitel Skippy
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1931
Länge 85 Minuten
Stab
Regie Norman Taurog
Drehbuch Joseph L. Mankiewicz,
Sam Mintz,
Norman Z. McLeod,
Don Marquis
Produktion Louis D. Lighton
Musik John Leipold
Kamera Karl Struss
Besetzung

Skippy ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1931, die auf dem gleichnamigen Comic-Strip von Percy Crosby basiert.

Handlung[Bearbeiten]

Skippy, ein wilder, ausgelassener Junge, ist der Sohn des Arztes Dr. Herbert Skinner und dessen Gattin Ellen. Herbert Skinner sieht in dem Ghetto Shantytown, das durch eine Bahnstrecke von der übrigen Stadt getrennt ist, ein soziales und gesundheitliches Problem. Daher verbietet er seinem Sohn, dort zu spielen. Aber natürlich hält sich der Junge nicht an das Verbot.

Eines Tages spielen Skippy und sein Freund Sidney in Shantytown. Sie helfen einem der Jungen, Sooky, mit dem Schläger Harley Nubbins fertig zu werden. Die drei Jungen werden Freunde. Unabsichtlich macht Harley mit Skippys Jojo die Windschutzscheibe des Autos seines Vaters kaputt. Um der Strafe zu entgehen, beschuldigt er nun Skippy und Sooky. Der wütende Mr. Nubbins verlangt Geld für den angerichteten Schaden.

Mr. Nubbins fängt Sookys Hund ein und behält ihn als Pfand. Skippy schlachtet sein Sparschwein und gibt Sooky drei Dollar, um den Hund auszulösen, doch Nubbins nimmt das Geld für die Windschutzscheibe. Für den Hund sollen die Jungen weitere drei Dollar bringen. Die nächsten zwei Tage verbringen Skippy und Sooky damit, Limonade und Holz zu verkaufen und Straßenvorführungen zu machen. Sie verdienen sich damit zwei Dollar. Skippy versucht, den fehlenden Dollar von seinem Vater zu leihen, doch Dr. Skinner gibt ihm kein Geld. Dreißig Cent fehlen, doch Skippy und Sooky suchen Nubbins trotzdem auf. Der erzählt ihnen, dass der Hund mittlerweile erschossen wurde. Sooky sucht Trost bei seiner Mutter, Skippy dagegen ist wütend auf seinen Vater. Er bleibt dem Abendessen fern und verbringt die Nacht bei Sooky.

Als Skippy am nächsten Morgen heimkommt, erwartet ihn sein Vater mit einem neuen Fahrrad. Skippy tauscht das Fahrrad bei seiner Freundin Eloise für deren Hund ein und bringt das Tier zu Sooky. Dr. Skinner hat währenddessen seine Meinung über die Bewohner von Shantytown geändert. Er kauft einen Hund für Sooky und vermittelt dessen Mutter eine Arbeitsstelle. Anstatt dafür zu sorgen, dass Shantytown abgerissen wird, will er nun dessen Bewohnern helfen. Er begleitet seinen Sohn dorthin und spielt mit ihm. Dabei demoliert er die neue Windschutzscheibe von Mr. Nubbins. Den anschließenden Kampf mit Nubbins gewinnt der Arzt und zeigt Skippy, dass sein Vater auch etwas gut kann.

Kritik[Bearbeiten]

Mordaunt Hall von der New York Times befand, Jackie Cooper gebe ein bemerkenswertes Portrait in einem Film voller Amüsement und bewegender Zärtlichkeit.[1]

Die Variety gab den Kinderdarstellern, den Drehbuchautoren und Regisseur Taurog alle Ehre, die den Comic in eine interessante Filmadaption umwandelten.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1931 wurde Norman Taurog als bester Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet. Drei weitere Nominierungen gab es in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller und Bestes Drehbuch.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Uraufführung fand am 2. April 1931 in Los Angeles und einen Tag später in New York statt.

Robert Coogan war der jüngere Bruder von Jackie Coogan, der zu einem der bekanntesten Kinderstars Hollywoods wurde. Für Robert war es das Debüt als Schauspieler.

Jackie Cooper war der Neffe des Regisseurs Norman Taurog, der für eine Szene einen weinenden Skippy brauchte. Jackie tat sich schwer damit, Tränen hervorzubringen in der Szene, in der ihm gesagt wurde, der einbehaltene Hund sei erschossen worden. Taurog griff auf eine recht rabiate Trickserei zurück. Er beorderte einen Mann mit einer Waffe hinter einen Lastwagen, an dem der Hund aus dem Film (Jackie Coopers eigener Hund) angeleint war. Der Mann, außer Sicht von Jackie, schoss mit einer Platzpatrone, woraufhin Jackie echte Tränen vergoss. Die Szene konnte gedreht werden, doch Jackie war kaum zu beruhigen, auch als man ihm zeigte, dass sein Hund lebte.[3]

Bis heute ist der Film der einzige auf einem Comic basierende, der als "Bester Film" nominiert wurde.

Der Film ist einer von über 700 Produktionen der Paramount Pictures, die zwischen 1929 und 1949 gedreht wurden und deren Fernsehrechte 1958 an Universal Pictures verkauft wurden.

Noch im gleichen Jahr drehte das nahezu gleiche Team eine Fortsetzung mit dem Titel Sooky.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik der New York TImes (engl.)
  2. Kritik der Variety (engl.)
  3. Artikel in der IMDb (engl.)