Sklaverei

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Misshandelter Sklave in Louisiana, 1863

Sklaverei bezeichnet den Zustand, in dem Menschen als Eigentum anderer behandelt werden. In einem weiteren Sinne wird unter Sklaverei auch eine Freiheitsberaubung und Nötigung von Menschen verstanden, die in der Gesellschaft, in der sie sich ereignet, keine gesetzliche Grundlage besitzt.

Bei der Sklaverei im engen Sinne der Geschichtsschreibung war das Recht, Sklaven zu erwerben, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, zu verschenken und zu vererben, gesetzlich verankert. Die Sklavengesetze regelten die privat- und strafrechtlichen Gesichtspunkte der Sklavenhaltung und des Sklavenhandels; darüber hinaus bestimmten sie auch, welche Rechte den Sklaven zugestanden wurden. In vielen Sklaven haltenden Staatswesen behielten Sklaven eine gewisse Rechtsfähigkeit und konnten z. B. die Gerichte anrufen oder Eigentum erwirtschaften, das es ihnen eventuell erlaubte, durch Selbstkauf die Freiheit zu erlangen. Sklaverei konnte erblich sein – d. h. die Nachkommen von Sklaven waren ebenfalls unfrei –, dies war jedoch nicht in allen Sklaven haltenden Staatswesen der Fall. Unterschieden werden muss auch zwischen lebenslangen und temporären Formen der Sklaverei.

Nach der Legaldefinition des 1956 von den Vereinten Nationen abgeschlossenen Zusatzübereinkommens über die Abschaffung der Sklaverei bedeutet Sklaverei „die Rechtsstellung oder Lage einer Person, an der einzelne oder alle der mit dem Eigentumsrecht verbundenen Befugnisse ausgeübt werden,“ und Sklave „eine Person in einer solchen Rechtsstellung oder Lage.“[1]

Begriff

Etymologie

Das Wort „Sklave“ wird häufig einer veralteten etymologischen Erklärung folgend vom griechischen Verb skyleúo, Nebenform skyláo ‚Kriegsbeute machen‘[2] hergeleitet. Die heute gängige Herleitung geht jedoch von der Entlehnung aus dem lateinischen sclavus für die ethnische Gruppe der seit dem Mittelalter so genannten Slawen aus (rumänisch şchiau, Plural şchei, und albanisch shqa[3] – beides veraltete Bezeichnungen für die (süd-)slawischen Nachbarn, insbesondere Bulgaren und Serben – stammen aus derselben Quelle; beide Wörter konnten einst auch ‚Diener‘, ‚Sklave‘ bedeuten). Einige Autoren neigen dazu, es in den Kämpfen der Ottonen gegen die Slawen im 10. Jahrhundert entstanden zu sehen,[4] zumal bereits bei Widukind von Corvey und in den Quedlinburger Annalen für Slawe anstatt slavussclavus‘ geschrieben wird. So wurde am 11. Oktober 973 einem Sklavenhändler eine in den Monumenta Germaniae Historica enthaltene Urkunde ausgestellt, in der anstatt des lateinischen servus zum ersten Mal sclavus für ‚Sklave‘ erscheint.[5]
Der in mittelalterlichen arabischen Quellen verwendete Begriff Saqalibaصقالبة‎ / ṣaqāliba / ‚Slaven‘ bezieht sich ebenfalls auf Slawen und andere hellhäutige bzw. rötliche Völker Nord- und Mitteleuropas. Die Bezeichnung al-Ṣaḳāliba (sing. Ṣaḳlabī, Ṣiḳlabī) ist dem mittelgriechischen Σκλάβος entlehnt (der unmittelbaren Quelle von lateinisch sclavus). Hierbei handelt es sich um eine Variante von Σκλαβῆνος (Singular) bzw. Σκλαβῆνοι (Plural), das aus der slawischen Selbstbezeichnung Slovĕne (Plural) übernommen ist. Wegen der großen Zahl slawischer Sklaven hat das Wort in mehreren europäischen Sprachen die Bedeutung ‚Sklave‘ angenommen (engl. slave, it. schiavo, franz. esclave), so auch im Spanien der Umayyaden, wo Ṣaḳāliba alle fremden Sklaven bezeichnete.
Dass sich in bestimmten europäischen Gegenden zunächst auch andere Wörter für „Sklave“ einbürgern konnten, zeigte sich ab dem 10. Jahrhundert während des Verlaufs der Reconquista bis 1492 vor allem im christlichen westlichen Mittelmeerraum, wo die im Kampf erbeuteten und „Sarazene“ / „Sarazenin“ oder „Maure“ / „Maurin“ genannten Gefangenen zur Handelsware wurden und Sklavenarbeit zu verrichten hatten.[6] Auch wenn Sklaverei theoretisch und traditionell von Leibeigenschaft unterschieden wird, sind die Umstände oft nicht im heutigen Sinne des Wortes zu unterscheiden.

Definitionsansätze

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Sklaven stammen in der Regel aus anderen Ländern, werden ihrer Ethnie und ihrer Familie entrissen und in andere ihnen völlig fremde ethnische, sprachliche und soziale Umfelder verpflanzt. Sie stehen außerhalb des Rechts, sind zur Ware verdinglicht beziehungsweise entmenschlicht und werden willkürliche Verkaufs- und Wiederverkaufsgegenstände.[7] Die Freiheitsberaubung versklavter Menschen geht also in der Regel mit physischer und/oder institutioneller Gewalt einher. Sie kennzeichnet den Sklavenhandel und bedeutet den Verlust aller mit Geburt und Genealogie verbundenen Ansprüche und Identifikationsmöglichkeiten (natal alienation) sowie der Menschenwürde.[8]

Sklaverei dient dort, wo sie eine Gesellschaftsstruktur bestimmt, meist der wirtschaftlichen Ausbeutung und Aufrechterhaltung einer Klassengesellschaft.

Laut John Locke können Menschen andere Menschen in dem Moment legitim versklaven, in dem letztere einen ungerechten Krieg beginnen und verlieren. Der Sieger hat, um den Krieg zu beenden, in diesem Moment nur die Wahl, seinen Gegner entweder zu töten oder zu versklaven. Bietet aber der Verlierer als Akt der Reue eine angemessene Wiedergutmachung für das von ihm verschuldete Unrecht an, so muss der Sieger der Vernunft des Naturgesetzes folgen und den Kriegszustand beenden. Beide Parteien verfügen nun wieder über die absolute Freiheit, die dem Naturzustand inhärent ist.

Marxistisch-leninistische Begriffsauslegung

In der Gesellschaftstheorie des Marxismus und Leninismus wird unter „Sklaverei“ eine ökonomische Gesellschaftsform verstanden, die auf dem Eigentum des Sklavenhalters an den Produktionsmitteln (Nutzflächen, Maschinen usw.) und an den unmittelbaren Produzenten (Sklaven) beruht. Karl Marx, der die Sklaverei für die roheste und primitivste Form der Ausbeutung und den Gegensatz zwischen Sklaven und Sklavenhalter für einen archaischen Klassengegensatz hielt, bezog den Begriff Sklavenhaltergesellschaft ausschließlich auf die antiken Gesellschaften. Marx beschrieb jedoch auch, wie als Überbauphänomen der Sklaverei politische, juristische und philosophische Anschauungen entstanden, die den Sklavenhaltern als Machtinstrument dienten.[9]

Geschichte

Geschichte der Sklaverei

→ Hauptartikel: Geschichte der Sklaverei

Die durch Gesetzestexte dokumentierte Geschichte der Sklaverei beginnt in den ersten Hochkulturen des Altertums. Üblich war dort die Versklavung von Kriegsgefangenen; deren Nachfahren blieben aber ebenfalls unfrei. Weite Verbreitung fand die Sklaverei in Mesopotamien, Ägypten, Palästina, Griechenland und Rom. In den griechischen Stadtstaaten, wo Sklaven in großer Zahl in der Haus- und Landarbeit eingesetzt wurden, entstand mit dem Aufstieg des Handels die Schuldknechtschaft, bei der nicht zahlungsfähige Schuldner bei ihrem Gläubiger in sklavereiähnliche Abhängigkeit fielen. Die Schuldknechtschaft war auch in Rom verbreitet, mit der Ausdehnung der römischen Eroberungskriege wurden dort jedoch in zunehmendem Umfang Kriegsgefangene versklavt. Sowohl in Griechenland als auch in Rom konnten freigelassene Sklaven das Bürgerrecht erlangen.

Im frühen Mittelalter trieben Turkvölker wie die Chasaren und germanische Völker wie die Waräger und die Wikinger im europäischen und orientalischen Raum Handel mit Kriegsgefangenen und Sklaven. In Sachsen und in Ostfrankenreich entstand nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Slawen ein gut organisierter und sehr umfangreicher Handel mit slawischen Sklaven. Mit der Christianisierung ging die Sklaverei im hochmittelalterlichen Mitteleuropa, wo es Christen verboten war, andere Christen als Sklaven zu verkaufen oder zu erwerben, zurück. Südlich der Alpen – etwa in den italienischen Seerepubliken, im Schwarzmeerraum, auf dem Balkan und in Ägypten – wurden Sklaven jedoch weiterhin in großem Umfang gehandelt. Auch Päpste und Klöster besaßen Sklaven. Mittelalterliche Theologen wie Thomas von Aquin begründeten unter Berufung auf Aristoteles die Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit der Sklaverei aus dem Naturrecht.[10]

Auf Deck eines Sklavendampfers im Kongogebiet

In der Neuzeit nahm die Sklaverei einen erneuten Aufschwung mit der Ausdehnung des europäischen Seehandels und der Errichtung überseeischer Kolonien. Diese waren in vielen Fällen nur dünn besiedelt, sodass für den Aufbau der Wirtschaft afrikanische Sklaven eingeführt wurden, auf deren Arbeitskraft die Ökonomie dieser Kolonien jahrhundertelang weitgehend basierte. Die weltweit führende Sklaven handelnde Nation war bis ins 19. Jahrhundert Portugal. Allein nach Brasilien wurden von portugiesischen Kaufleuten in der Neuzeit mehr als 3 Millionen afrikanischer Sklaven verkauft. Es gab freilich kaum eine europäische Seehandelsmacht, die am internationalen Sklavenhandel nicht beteiligt war; dies schließt nicht nur spanische, britische, französische und holländische, sondern auch schwedische, dänische und brandenburgische Kaufleute ein.

In vielen außereuropäischen Kulturen war Sklaverei traditionell verbreitet, beispielsweise bei den Azteken, den nordamerikanischen Indianern und in vielen Teilen Afrikas und Asiens. Hierbei ist auch die Sklaverei im Islam zu nennen, die im 7. Jahrhundert frühere Formen aufgriff und fortsetzte und deren Geschichte auch in der Gegenwart noch nicht abgeschlossen ist. Deshalb richtete Malek Chebel, französischer Anthropologe und Vertreter eines liberalen Islam,[11] an das Gewissen der muslimischen Herrscher, deren Länder er besucht hatte, 2007 einen öffentlichen Appell, die bei ihnen vorzufindende Sklavereiformen nicht als ein Tabu, sondern als ein zu verfolgendes Verbrechen anzusehen.[12]

Vom späten 18. Jahrhundert an wurde die Sklaverei weltweit allmählich abgeschafft. Wesentliche Initiativen dazu gingen für den britischen Einflussbereich u. a. von William Wilberforce aus (dargestellt in dem Film Amazing Grace). Mit dem Verbot in Mauretanien bestehen seit 1981[13] in keinem Land der Erde mehr gesetzliche Grundlagen für Sklavenhandel und Sklaverei. Die formale Abschaffung der Sklaverei führte jedoch nur in den seltensten Fällen zu einer effektiven gesellschaftlichen Gleichstellung der früheren Sklaven. Besonders gut dokumentiert ist diese Kontinuität der Abhängigkeit im Falle der Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Sklavereiähnliche Formen der Unterwerfung von Menschen können jedoch immer wieder selbst in solchen Kulturen beobachtet werden, in denen Sklaverei im engen Sinne keine Tradition besitzt; so etwa die NS-Zwangsarbeit.

Geschichtsaufarbeitung

Obwohl die Sklaverei heute in allen Staaten der Welt offiziell als abgeschafft gilt, zeigen sich Schwierigkeiten, sich dem Thema zu stellen. Das betrifft sowohl die islamische Welt als auch den europäischen Umgang mit der eigenen Vergangenheit. So stellte der französische Mediävist Jacques Heers noch 1996 fest, dass Sklaverei als offenkundige Tatsache neben der bäuerlichen Leibeigenschaft trotz einiger ihr gewidmeter Studien bezüglich des Mittelmeerraums dennoch in den gegenwärtigen Mittelalterdarstellungen kaum vorkomme, und dies mehr oder weniger absichtlich.[14] Das war auch schon in der Epoche der Aufklärung der Fall. So machte der bis 2001 an der Sorbonne lehrende französische Philosoph Louis Sala-Molins anlässlich des zweihundertsten Jahrestages der Französischen Revolution darauf aufmerksam, dass keinem der Aufklärer – weder Condorcet, Diderot, Montesquieu noch Rousseau – an der Abschaffung der Sklaverei in den französischen Kolonien gelegen war. Eine bekannte Ausnahme stellt Marquis de La Fayette dar. Sala-Molins hält die Einstellung zur Sklavenfrage und zu den Schwarzen für den entscheidenden Schwachpunkt im aufklärerischen Anspruch auf die als universell propagierten Menschenrechte.[15] Der vor diesem Hintergrund 1685 unter Ludwig XIV. für die Kolonien erlassene und dort bis 1848 ohne Unterbrechung für 163 Jahre geltende Code Noir fiel der Vergessenheit anheim, bis er von Sala-Molins 1987 als „monströsester juristischer Text der Moderne“ wiederveröffentlicht wurde.[16]

Sklavengesellschaften – Gesellschaften mit Sklaven

Der amerikanische Historiker Ira Berlin, zu dessen Hauptwerk zwei Monografien über die Geschichte der Sklaverei in den Vereinigten Staaten zählen, hat darauf hingewiesen, dass die Geschichtsschreibung zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Formen von Sklaverei unterscheiden müsse, nämlich zwischen „Sklavengesellschaften“ (engl.: slave societies) und „Gesellschaften mit Sklaven“ (engl.: societies with slaves).

Die Gesellschaft der Plantagenbesitzer der amerikanischen Südstaaten vor dem Sezessionskrieg sei eine typische Sklavengesellschaft gewesen, die sich von Gesellschaften mit Sklaven, wie sie z. B. in der griechischen und römischen Antike bestanden, charakteristisch unterscheide. Erstens beruhen in Sklavengesellschaften die zentralen Produktionsprozesse – im Fall der Südstaaten der Anbau von Zuckerrohr, Tabak, Reis und Baumwolle – auf der Arbeitskraft von Sklaven, während in der Ökonomie von Gesellschaften mit Sklaven die Sklaven nur eine marginale Rolle spielen. Ein zweiter wichtiger Unterschied besteht darin, dass das Verhältnis „Herr – Sklave“ in Sklavengesellschaften Modellcharakter annimmt und auch auf alle sonstigen sozialen Beziehungen (Mann – Frau, Eltern – Kind, Arbeitgeber – Arbeitnehmer) übertragen wird; in Gesellschaften mit Sklaven ist dies nicht der Fall. Infolgedessen bilden die Sklavenhalter in Sklavengesellschaften die herrschende Klasse, während sie in Gesellschaften mit Sklaven nur einen Teil der – umfassenderen – begüterten Elite ausmachten.[17]

Verbreitung

Auf Sklaverei beruhende Gesellschaftsformen waren bis zum 19. Jahrhundert weltweit verbreitet. Indessen dauert Sklaverei trotz ihres Verbotes auch im 21. Jahrhundert stellenweise fort. Das kann daran liegen, dass den Sklaven unter unterschiedlichsten Bezeichnungen in verschiedenen Kulturen jeweils ein besonderer Status in den sozialen Umfeldern zukam und zukommt, weil Gesellschaften in sich hochkomplexe Gebilde sind. Der französische Anthropologe und Islamkenner Malek Chebel kommt zum Beispiel in einer neuen Untersuchung zur Sklaverei in der islamischen Welt auf eine Schätzung von 21 bis 22 Millionen Sklaven, die im Laufe von 14 Jahrhunderten als kriegsgefangene Slawen, Konkubinen, Diener, Sklaven aus Afrika oder im mediterranen Sklavenhandel erbeutete Christen ihre Freiheit verloren. Chebel zählt zu den Millionen auch die in den Golfstaaten gegenwärtig tätigen Philippinos, Inder und Pakistaner, die dort ihre Menschenrechte verlieren, berücksichtigt aber zum Beispiel ausdrücklich nicht afrikanische Minderheiten im Maghreb, in der Türkei, im Iran oder in Afghanistan.[18]

Rechtfertigung

In fast allen Epochen wurde das Halten von Sklaven auch ideologisch untermauert. Die Griechen unterteilten die Menschheit in Griechen und Barbaren (von griech. βάρβαρος – die ursprüngliche Bezeichnung im antiken Griechenland für alle diejenigen, die nicht (oder schlecht) griechisch sprachen)[19] und es schien nur gut und gerecht, Barbaren zu Sklaven zu machen. Daneben versklavten die Griechen Bewohner besiegter Städte auch dann, wenn diese selbst Griechen waren. Laut Melierdialog des Thukydides widersetzten sich beispielsweise die Einwohner von Milos zur Zeit des Peloponnesischen Krieges im 5. Jahrhundert v. Chr. dem mächtigen Athen und wurden daraufhin von den Athenern versklavt.[20][21] Xenophon formuliert grundlegend das Recht des Stärkeren:

„Denn es ist ein ewiges Gesetz in der ganzen Welt: wenn eine feindliche Stadt erobert wird, so ist die Person und die Habe der Einwohner Eigentum der Eroberer“

Xenophon: Xenophon, Kyrupädie, VII 5,73

Andererseits empfanden die freien Griechen die Existenz versklavter Griechen als Schande, und die Versklavung ganzer Städte blieb sehr umstritten. Einige Heerführer verweigerten sich dieser Praxis, so etwa die Spartiaten Agesilaos II.[22] und Kallikratidas.[23] Sie wurde auch gelegentlich durch Verträge zwischen den Städten verboten. So verpflichteten sich beispielsweise Milet und Knossos im 3. Jahrhundert v. Chr. gegenseitig dazu, die Bürger der jeweils anderen Stadt nicht zu versklaven.[24]

Aristoteles definiert in der griechischen Antike den Sklaven von Natur aus als Besitzstück.[25] Lässt man die problematische substanzphilosophische und naturrechtliche Begründung dieses Besitzverhältnisses beiseite, dann charakterisiert Aristoteles die Sklaven weiterhin durch zwei Eigenschaften. Zum einen haben solche Besitzstücke die Eigenart, ein besonderes Werkzeug zu sein, das viele andere Werkzeuge ersetzen kann. Entsprechend der aristotelischen Teleologie haben Werkzeuge keinen eigenen Zweck, sondern müssen sich einem Zweck unterordnen, welcher von einem vollkommenen Ganzen her bestimmt wird, von dem sie nur ein unvollkommener Teil sind.[26] Diese menschlichen Werkzeuge besitzen aber im Gegensatz zu anderen unbelebten Werkzeugen eine gewisse antizipatorische Fähigkeit. Aristoteles schreibt dazu, dass Sklaven in der Lage sind, von selbst Befehle zu antizipieren und nicht nur auf Befehle anderer hin zu handeln. Als solche vorauseilend gehorchende Werkzeuge haben sie eine Seele, zu deren voller, vernünftiger Ausbildung sie jedoch nicht fähig sind. Deswegen sei es besser für den Sklaven, überlegenen Menschen als Sklaven zu dienen.

→ Hauptartikel: Sklaverei im antiken Griechenland

Cicero spricht später von Juden und Syrern als „Menschen, die zu Sklaven geboren wurden“, und er meint, dass es einigen Nationen gut tue, wenn sie sich in einem Zustand totaler politischer Unterwerfung befinden. Vor allem die Ansichten von Aristoteles wurden auch später benutzt, um der Sklaverei eine ideologische Begründung zu geben.

Im Christentum wurde die Sklaverei als Institution erst spät verurteilt. Schon im Alten Testament wird ein Urvater der Völker verflucht und zum niedrigsten Knecht seiner Brüder bestimmt.[27] Allerdings ist es im Alten Testament nicht erlaubt, Sklaven zu erschlagen[28]. Die neutestamentlichen Schriften gehen von der Existenz von Sklaven als Teil der gottgewollten Ordnung aus, in der die Menschen eben unterschiedliche Status innehaben und sich damit arrangieren müssen, wollen sie Gottes Willen nicht zuwiderhandeln. Im Mittelalter kam für Sklaverei und Sklavenhandel das Argument hinzu, dass damit die Christianisierung von Heiden gefördert werde. Mit den päpstlichen Bullen Dum Diversas (1452) und Romanus Pontifex (1455) wurde es Christen erlaubt, Sarazenen, Heiden und andere Feinde des Christentums zu versklaven und ihren Besitz zu nehmen.[29] Im Fall der dalmatischen fante, deren Unfreiheit zeitlich begrenzt war, wurde betont, dass einige Jahre in sklavenähnlichem Arbeitsverhältnis notwendig seien, damit sie ausreichend Zeit zum Lernen hätten.

1510 wurden die Theorien von Aristoteles zum ersten Mal von dem schottischen Gelehrten John Major auf die amerikanischen Indianer angewendet.[30] Erst 1537 wurde mit der Bulle Sublimus Dei festgestellt, dass andere, nichteuropäische Ethnien, z. B. Indianer, echte Menschen seien mit der Befähigung, den katholischen Glauben zu verstehen. Nun wurde es verboten, ihnen die Freiheit und ihren Besitz zu nehmen. Doch noch im 19. Jahrhundert wurden entgegengesetzte Ansichten vertreten. George Fitzhugh etwa publizierte 1854 ein Buch, in dem er schrieb: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“[31]

Sklaverei und andere Formen der menschlichen Unfreiheit

Begriffsabgrenzung

Folgende Formen der Unfreiheit und Ausbeutung werden von der Sklaverei unterschieden:

  • Der Ausdruck Leibeigenschaft bezeichnet das Verhältnis zwischen einem Grundherrn und den Bauern, die unter der Verfügungsgewalt des Herren stehen, die die Gerichtsbarkeit und Handelbarkeit durch den Herrn impliziert, und gegen Pacht und Frondienste dessen Land bewirtschaften und von den Erzeugnissen dieser Arbeit leben.
  • Bei der Schuldknechtschaft verpfändet ein Schuldner seine Arbeitskraft zur Tilgung von Schulden, oft durch die Umstände gezwungenermaßen und auf unabsehbare Dauer.
  • Forced apprenticeship (auch: indentured apprenticeship) ist die gerichtlich angeordnete Unterbringung von Kindern ehemaliger Sklaven im Haushalt eines „Lehrherrn“. Diese Übergangsform von Sklaverei und Freiheit war u. a. in den amerikanischen Südstaaten nach 1865 weit verbreitet.
  • Bei der Verdingung, die im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz und in Österreich verbreitet war, wurden Kinder (oft Waisen- oder Scheidungskinder) von Bauern als Arbeitskräfte unter Vertrag genommen und dabei häufig zu schwerer Arbeit gezwungen und vieler Rechte beraubt.[32]
  • Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch gegen seinen Willen und unter Androhung einer Strafe gezwungen wird.
  • Charakteristisch für Lohnsklaverei ist die willkürliche Ausbeutung von Arbeitnehmern durch den Arbeitgeber.

Im Englischen sind zur deutlicheren Unterscheidung der Sklaverei von ähnlichen Formen der Unfreiheit die Ausdrücke chattel bondage (‚Besitz-Knechtschaft‘) und chattel slavery (‚Besitz-Sklaverei‘) verbreitet, die ausschließlich solche Formen der Unfreiheit bezeichnen, bei denen eine Person auch im juristischen Sinne – also mit expliziter Bestätigung durch den Gesetzgeber – als das Eigentum einer anderen Person betrachtet wird.[33]

Anerkennung moderner Formen der Unfreiheit als Sklaverei

Artikel 4 der Europäischen Menschenrechtskonvention verbietet Sklaverei. Viele Politiker und Menschenrechtsorganisationen, deren Engagement der Bekämpfung modernen Formen der Unfreiheit – besonders der Zwangsprostitution, der Zwangsarbeit, der Kinderarbeit[34] und der Rekrutierung von Kindern als Soldaten[35] – gilt, bemühen sich um eine Anerkennung dieser Phänomene als Sklaverei. Heutzutage soll es mehr Sklaven auf der Welt geben als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit.[36] In Paragraph 104 des österreichischen Strafgesetzbuches wird Sklavenhandel und die Versklavung anderer mit Freiheitsstrafe von zehn bis zwanzig Jahren bedroht[37], in Deutschland drohen dem Täter 6 Monate bis 10 Jahre (Arbeitssklave: §233, sexuelle Ausbeutung: §232, Menschenraub, §234 dStGB) Freiheitsentzug.

Zwangsprostitution

Menschenrechtsorganisationen setzen sich dafür ein, dass die Zwangsprostitution rechtlich als Sklaverei und somit als Menschenrechtsverletzung behandelt wird. Hiervon sind auch die demokratischen Staaten Mitteleuropas betroffen, wo z. T. die bestehenden Rechtsvorschriften unzulänglich umgesetzt werden.

Der Europarat verurteilt und kriminalisiert jegliche Art der Sklaverei nach Artikel 4 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Doch auch heute noch können Menschen in Situationen gelangen, die mit dem Zustand der Versklavung zu vergleichen sind. Ein Beispiel dafür ist der kriminelle Menschenhandel und das Festhalten von Frauen zur sexuellen Ausbeutung. Insbesondere seit dem Zusammenbrechen des Kommunismus in Osteuropa und der andauernden Instabilität im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien nimmt die erzwungene Prostitution von Frauen und Mädchen zu.[38].

Moderne Formen der Sklaverei und sklavereiähnliche Abhängigkeiten

Im April 2006 veröffentlichte Terre des hommes Zahlen, nach denen mehr als 12 Millionen Menschen als Sklaven betrachtet werden müssen. Diese Zahlen wurden später von Seiten der Vereinten Nationen bestätigt. Davon seien etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche. Es handelt sich um Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit.[39] In Indien, Bangladesch und Pakistan leben demnach die meisten Zwangsarbeiter. Auch in den Industrieländern leben insbesondere Frauen als Zwangsprostituierte unter sklavenähnlichen Umständen. Darüber hinaus werden im Baugewerbe, in Haushalten und in der Landwirtschaft Arbeitskräfte illegal ohne Rechte beschäftigt. In Mitteleuropa sind Einzelfälle von sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen bekannt. So hielt sich ein jemenitischer Kulturattaché in Berlin, der Diplomatische Immunität genoss, jahrelang eine unbezahlte Hausangestellte unter sklavenähnlichen Bedingungen.[40]

Brasilien

Im nördlichen brasilianischen Bundesstaat Pará werden regelmäßig Großgrundbesitzer bei der Beschäftigung von Sklavenarbeitern gefasst. Kirchliche und Menschenrechts-Vertreter, die diese Missstände bekämpfen, werden mit dem Tode bedroht. In einer jährlich in allen Tageszeitungen veröffentlichten schwarzen Liste (Lista Negra) stehen 50 brasilianische, teilweise prominente (Groß-) Unternehmen, die Menschen durch unbezahlte Sklavenarbeit ausbeuten. Die Rekrutierung erfolgt überregional. Die weite Verbreitung von Feuerwaffen ermöglicht die gewaltsame Hinderung der Flucht von den bis zu einigen tausend Quadratkilometer großen Fazendas, auf denen in letzter Zeit heimliche Friedhöfe entdeckt wurden. Durch Korruption werden Gerichtsprozesse be- und teilweise bis zur Verjährungsgrenze verhindert. Eine Verfassungsänderung, die betroffenen Fazendas mit der Enteignung gedroht hätte, wurde durch eine starke Lobby im Senat verhindert.

Oft werden Sklaven zur Arbeit auf Plantagen benutzt und müssen so hart arbeiten, dass viele Sklaven Selbstmord begehen. Sklavinnen werden häufig misshandelt oder an Bordelle verkauft. Die Sklaven sind der Willkür ihres Besitzers völlig ausgesetzt. Wenn einem Sklaven die Flucht gelingt, kann er auch nicht zur Polizei gehen, denn diese ist so schlecht bezahlt, dass sie sich von den Großgrundbesitzern bestechen lässt und den Geflüchteten an den Großgrundbesitzer verrät. In vielen Fällen lassen Großgrundbesitzer ihre Sklaven töten, wenn sie eine Bezahlung oder die Freiheit verlangen.

Haiti

Hauptartikel: Restavec

In Haiti leben laut einem Bericht der Kindernothilfe im Jahr 2009 etwa 300.000 Kinder beiderlei Geschlechts als Haussklaven, sogenannte „Restavecs“ (von franz.: rester avec ‚bei jemandem bleiben‘) in Familien der Ober- und Mittelschicht vornehmlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Sie stammen zumeist aus auf dem Land lebenden Familien, die ihre Kinder kaum noch ernähren können und sie daher in der Regel kostenlos besser gestellten Familien überlassen. Dort haben sie täglich bei freier Kost und Logis, aber ohne Möglichkeit der Schulausbildung und ohne Bezahlung alle anstehenden Arbeiten im Haushalt zu erledigen. Körperliche Züchtigung und sexueller Missbrauch ohne Straffolgen für die Täter sind an der Tagesordnung. Obwohl in die Verfassung von Haiti nach dem Ende der Sklaverei und der Erklärung der Unabhängigkeit im Jahre 1804 auch einmal ein Passus aufgenommen wurde, der Kindern grundsätzlich ein „Recht auf Liebe, Zuwendung und Verständnis“ zusichert und auch die „Freiheit der Arbeit“ regelt, werden in der täglichen Realität diese Vorsätze nicht umgesetzt.[41][42]

Dominikanische Republik

Nach Schätzung der Internationalen Organisation für Migration (OIM) werden jährlich etwa 2000 haitianische Kinder von Schleuserbanden illegal über die Grenze in die Dominikanische Republik geschafft und dort als Haussklaven und Arbeitskräfte in der Landwirtschaft verkauft.[43]

Mauretanien

Die Sklaverei in Mauretanien besteht trotz ihrer mehrmaligen offiziellen Abschaffung – zuletzt 2007 – weiter fort und betrifft die Nachfahren von vor Generationen versklavten und bis heute nicht freigelassenen Menschen, die ʿAbīd (sing. Abd), die den „weißen Mauren“ (Bidhan) als Sklaven dienen. Ihre Zahl ist unbekannt, wird aber von Menschenrechtsgruppen auf die Größenordnung von Hunderttausenden geschätzt.

Sudan

Das Fortbestehen der Sklaverei im Sudan und Südsudan betraf vor allem die Ethnien der Dinka und Nuba und wurde durch Berichte ehemaliger Sklaven wie Mende Nazer und Francis Bok international bekannt. Wie viele Menschen dort versklavt wurden bzw. weiterhin in Sklaverei leben, ist nicht genau bekannt, Schätzungen reichen von einigen Zehntausend bis Hunderttausend.

Elfenbeinküste

Laut Anti-Slavery International sollen laut Greenpeace in Elfenbeinküste, von wo 40 % der weltweiten Kakaoernte stammen, rund 200.000 teils aus Nachbarländern stammende Kindersklaven als Erntehelfer eingesetzt werden. Es sind Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die zumeist aus Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Togo und Benin stammen und ohne Lohn nur gegen Kost und Logis arbeiten. Sie müssten dabei zu 90 % schwere Lasten tragen und zu zwei Dritteln ungeschützt Pestizide versprühen. Um das Jahr 2000 haben sich Schokoladenhersteller verpflichtet, an diesen Zuständen etwas zu ändern. Laut einer Studie des kirchennahen Südwind-Instituts ist danach aber kaum etwas passiert. Wie oft im internationalen Handel wird ein niedriger Einkaufspreis mit so gut wie allen Mitteln vorangetrieben. In den USA ist daher ein Gerichtsverfahren wegen Sklaverei und Verschleppung von Kindern aus Mali gegen Nestlé anhängig.[44]

Afghanistan

Baccha Baazi, Samarkand, um 1905–1915, Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii (1863–1944)

Besonders im Norden Afghanistans wird noch heute die jahrhundertealte und nach wie vor in weiten Kreisen gesellschaftlich akzeptierte Tradition der sogenannten „Baccha Baazi“ (wörtlich ‚Knabenspiel‘[45]) praktiziert. Bei dieser afghanischen Form der Kinderprostitution, die von einem UN-Mitarbeiter als Kindersklaverei bezeichnet wird,[46] tanzt ein als Frau verkleideter Junge (Bacchá) erst vor Männern und muss diese hinterher meist auch sexuell befriedigen.[46] Die Tanzjungen sind zwischen 8 und etwa 14 Jahren alt,[47] werden oft armen Familien abgekauft, teilweise entführt oder sind Waisen von der Straße.[46] Sie werden zunächst zu Tänzern für Sexpartys gleichkommenden Unterhaltungsveranstaltungen ausgebildet, jedoch spätestens nach Einsetzen des Bartwuchses von ihren „Besitzern“ gegen jüngere Knaben ausgetauscht, günstigstenfalls mit einer älteren, nicht mehr jungfräulichen Frau verheiratet, gelegentlich auch zusätzlich mit kleinem Haus und Hof abgefunden,[48] meist aber einfach nur entschädigungslos verstoßen.[46] Nicht wenige „Baccha Baazis“ sind ermordet worden, nachdem sie zu ihrer attraktiven Zeit versucht hatten, ihren „Herren“ zu entfliehen.[46]

Dies geschieht, obwohl nach Auslegung einiger Exegeten der Koran in der vierten Sure die Bestrafung von gleichgeschlechtlichen sexuellen Handlungen fordert:

Und diejenigen, die es von euch [Männern] begehen, strafet beide. Und so sie bereuen und sich bessern, so lasset ab von ihnen. Siehe, Allah ist vergebend und barmherzig (Sure 4, Vers 16).[49]

und obwohl nach aktuellem Gesetz in Afghanistan Geschlechtsverkehr mit Jungen beziehungsweise Jugendlichen unter 18 Jahren und mit Mädchen unter 16 Jahren verboten ist und auch ein Großteil der afghanischen Männer Homosexualität in alltäglich öffentlichen Gesprächen als widerwärtig und abstoßend ablehnen.[46]

Nepal

In Nepal ist die Leibeigenschaft seit 2000 gesetzlich verboten. Dennoch werden jedes Jahr tausende minderjährige Mädchen meist ab ihrem fünften, manche sogar ab dem vierten bis zum 15. Lebensjahr verkauft, um in Häusern reicher Grundbesitzer als sogenannte Kamalaris[50] völlig rechtlos und ohne jeden Schutz bis zu 16 Stunden täglich alle möglichen Arbeiten zu verrichten. 10 Prozent von ihnen würden von ihren Besitzern auch sexuell missbraucht.[51][52][53]

Siehe auch

Literatur

Geschichte

  • Robert C. Davis: Christian Slaves and Muslim Masters – White Slavery in the Mediterranean, the Barbary Coast, and Italy, 1500–1800. Palgrave Macmillan, Houndmills GB 2003, ISBN 0-333-71966-2.
  • Seymour Drescher Abolition – A History of Slavery and Antislavery. Cambridge University Press, New York 2009, ISBN 978-0-521-60085-9.
  • Egon Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-58450-3.
  • Frederick C. Knight: Working the Diaspora – The Impact of African Labor on the Anglo-American World 1650-1850. New York University Press, New York/ London 2010, ISBN 978-0-8147-4818-3.
  • Elisabeth Herrmann-Otto (Hrsg.): Unfreie Arbeits- und Lebensverhältnisse von der Antike bis zur Gegenwart. Eine Einführung. Olms, Hildesheim 2005, ISBN 3-487-12912-4.
  • Orlando Patterson: Slavery and Social Death. A Comparative Study. Harvard University Press, Cambridge MA/ London 1982, ISBN 0-674-81083-X.
  • Joel Qirk: The Anti-Slavery Project. From the Slave Trade to Human Trafficking. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2011, ISBN 978-0-8122-4333-8.
  • Jonathan Schorsch: Jews and Blacks in the Early Modern World. Cambridge University Press, Cambridge 2004, ISBN 0-521-82021-9.
  • Max Weber: Die sozialen Gründe des Untergangs der antiken Kultur. In: Die Wahrheit. Bd. 3, H. 63, Frommanns, Stuttgart 1896, S. 57–77.[54]
  • Eric Eustace Williams: Capitalism and Slavery. University of North Carolina Press, Chapel Hill 1944.
  • Michael Zeuske: Handbuch Geschichte der Sklaverei. Eine Globalgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. De Gruyter, Berlin/ New York NY 2013, ISBN 978-3-11-027880-4.

Gegenwart

Weblinks

 Commons: Sklaverei – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Sklaverei – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Sklaverei – Quellen und Volltexte
 Wikiquote: Sklaverei – Zitate

Einzelnachweise

  1. Zusatzübereinkommen über die Abschaffung der Sklaverei, des Sklavenhandels und sklavereiähnlicher Einrichtungen und Praktiken, Art. 7, hier auf den Seiten der Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
  2. Sklave. In: F. Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 1891.
  3. Bardhyl Demiraj: Sclavus "Slawe" im Albanischen: Sprach- und Kulturkontakt im Spiegel der Geschichte eines Ethnikons. In: VideoOnline. Ludwig-Maximilians-Universität München, 12. Januar 2009, abgerufen am 4. August 2012 (PDF).
  4. vgl. Malek Chebel: L’Esclavage en Terre d’Islam. Un tabou bien gardé. Fayard, Paris 2007, ISBN 978-2-213-63058-8, S. 35. – Für den französischen Mediävisten Jacques Heers ist diese Etymologie eindeutig.
  5. Alexandre Skirda, La traite des Slaves. L’esclavage des Blancs du VIIIe au XVIIIe siècle, Les Éditions de Paris: Paris 2010, S. 5.
  6. Jacques Heers: Esclaves et domestiques au Moyen Âge dans le monde méditerranéen. Hachette, Paris 1996, ISBN 2-01-279335-5, S. 24–30.
  7. Vgl. Jacques Heers (1996), S. 7.
  8. O. Patterson: Slavery and Social Death. 1982, S. 35–101.
  9. Georg Klaus, Manfred Buhr (Hrsg.): Marxistisch-Leninistisches Wörterbuch der Philosophie. Rowohlt, Reinbek 1983, ISBN 3-499-16157-5, S. 1109.
  10. Vgl. hierzu das französische Buch von Jacques Heers (1996) über Sklaven und Hausbedienstete im Mittelalter in der Welt des Mittelmeeres.
  11. Vgl. Malek Chebel in der französischen Wikipedia
  12. Malek Chebel (2007), S. 491 f.
  13. Mauritanian MPs pass slavery law. In: BBC News, 9. August 2007. Abgerufen am 17. Januar 2011. .
  14. Jacques Heers (1996), S. 7 f.
  15. Louis Sala-Molins, Les misères des Lumières. Sous la Raison l’outrage, Homnisphères: Paris 2008 (Wiederauflage der Erstausgabe von 1992), ISBN 2-915129-32-0, S. 22.
  16. Louis Sala-Molins: Le Code Noir ou le calvaire de Canaan. Quadrige / PUF, Paris 1987. (Neuauflage: 2007, ISBN 978-2-13-055802-6).
  17. Ira Berlin: Generations of Captivity: A History of African-American Slaves. The Belknap Press of Harvard University Press, Cambridge/ London 2003, ISBN 0-674-01061-2, S. 8f; ausführlicher wird die Genese von Sklavenhaltergesellschaften in den folgenden beiden Publikationen beschrieben: Richard S. Dunn: Sugar and Slaves: The Rise of the Planter Class in the English West Indies, 1624-1713. Chapel Hill 1972; Richard B. Sheridan: Sugar and Slavery: An Economic History of the British West Indies, 1623-1775. Baltimore 1973.
  18. Malek Chebel (2007), S. 91.
  19. Griechisches Wörterbuch-online. Eingabe: βάρβαρος Auf: gottwein.de
  20. Thukydides; Der Peloponnesische Krieg.Melierdialog. / Übersetzung: Thukydides [v400], Georg Peter Landmann (Hrsg): Der Peloponnesische Krieg (= Bibliothek der alten Welt; Historiae). Artemis & Winkler, Düsseldorf/ Zürich 2002, ISBN 3-7608-4103-1.
  21. Wolfgang Will: Der Untergang von Melos. (Machtpolitik im Urteil des Thukydides und einiger Zeitgenossen). Habelt, Bonn 2006. ISBN 3-7749-3441-X.
  22. Plutarch: Leben des Agesilaos 7, 6.
  23. Xenophon, Helleniká 1, 6, 14.
  24. Yvon Garlan: Les Esclaves en Grèce ancienne. La Découverte, Paris 1982, S. 57.
  25. Aristoteles, Politik I. 6.
  26. Aristoteles: Politik. 1254a, 20ff.
  27. Genesis 9,18-27 EU
  28. Ex 21,20-21 EU
  29. Ronald Daus: Die Erfindung des Kolonialismus. Hammer, Wuppertal 1983, ISBN 3-87294-202-6.
  30. Lewis Hanke: Aristotle and the American Indians, A study in Race Prejudice in the Modern World. 1959, S. 14.
  31. Sociology of the South, or the Failure of Free Society. Richmond 1854, S. 179.
  32. Verdingt und verdrängt. Bis vor 40 Jahren wurden in der Schweiz Kinder als Arbeitssklaven missbraucht. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Oktober 2009, S. 9.
  33. Types of Slavery; Chattel Slavery.
  34. Bildung ist die wirksamste Waffe gegen Ausbeutung; Child labor.
  35. Moderne Sklaverei: Interview mit Andreas Rister von terre des hommes; Child Soldiers.
  36. E. Benjamin Skinner: A World Enslaved. Foreign Policy März/April 2008.
  37. Strafgesetzbuch Rechtsinformationssystem der Republik Österreich
  38. Sex Slavery is Big Business in Europe: Hundreds of Thousands of East European Women Sold For Sex, Europäische Union bringt „Drehscheibe des Menschenhandels“ in Schwung.
  39. Tod eines Sklaven. In: Die Zeit 21. Februar 2008.
  40. Botschaft entschädigt Sklavin. In: taz. 30. März 2008.
  41. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGaby Herzog: Die Sklavenkinder von Port-au-Prince. In: Berliner Zeitung. 25. August 2009, S. 8, abgerufen am 26. August 2009.
  42. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJürgen Schübelin: Rechtlos, abhängig, ausgeliefert: Kindersklaven in Haiti. In: Kindernothilfe – Themen – Kinderarbeit – Reportage: Kindersklaven in Haiti. Abgerufen am 26. August 2009..
  43. http://www.iom.int/jahia/Jahia/media/feature-stories/featureArticleAM/cache/offonce?entryId=12185 OIM – Assistance for Children Victims of Human Trafficking in Haiti
  44. So süß und doch so bitter. In: DIE ZEIT. 17. Dezember 2009 Nr. 52.
  45. Visit of the Special Representative for Children & Armed Conflict to Afghanistan. UNO, 2010, S. 9, archiviert vom Original am 29. August 2010, abgerufen am 29. August 2010 (PDF, englisch)..
  46. a b c d e f Florian Flade: Baccha Baazi – Afghanistans Kinderprostituierte: Unter den Augen der westlichen Truppen wird in Afghanistan eine totgeschwiegene Form des Kindesmissbrauchs praktiziert. In: Die Welt. 27. August 2010, abgerufen am 29. August 2010..
  47. Antonia Rados: Sex-Sklaven in Afghanistan. In: Berliner Zeitung. 1. April 2010.
  48. Missbraucht und ermordet – Kinderschänder in Afghanistan. Film von Jamie Doran, (Originaltitel:Dancing Boys of Afghanistan, 2010), deutsche Erstausstrahlung: Phönix 11. August 2011, 23.00 Uhr
  49. Adel Theodor Khoury: Der Koran. Arabisch-Deutsch. Gütersloh 2004, S. 154.
  50. UN urges end to Nepalese practice of using young girls as domestic workers. UN News Centre
  51. Menschenhandel: Der Aufstand nepalesischer Kindersklaven. In: Der Spiegel. Nr. 10, 5. März 2011, S. 54–58.
  52. Urmila Chaudhary, Nathalie Schwaiger: Sklavenkind : Verkauft, verschleppt, vergessen – Mein Kampf für Nepals Töchter. Droemer Knaur, München 2011, ISBN 978-3-426-65497-2.
  53. Dialika Krahe: "Der Sklavenaufstand". Der Spiegel, 5. März 2011
  54. Volltext