Skoltsamen

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Die Skoltsamen sind eine im finnischen, norwegischen und russischen Teil Lapplands ansässige samische Volksgruppe. Ihre Sprache, das Skoltsamische, gehört zum östlichen Zweig der samischen Sprachen. Die Anzahl der Skoltsamen wird auf bis zu 1000 geschätzt, davon etwa 500 in Finnland, 400 in Russland und 100 in Norwegen.[1] Allerdings sprechen nur noch geschätzte 300 Menschen in Finnland und höchstens 30 Menschen in Russland Skoltsamisch.[2] Die meisten Skoltsamen sind orthodoxen Glaubens. Ursprünglich waren die Skoltsamen vor allem auf der Kola-Halbinsel ansässig. Als Finnland nach dem Zweiten Weltkrieg das Gebiet von Petsamo (Petschenga) an die Sowjetunion abtrat, wurden die dort lebenden Skoltsamen in die Gemeinde Inari umgesiedelt und hauptsächlich in den Dörfern Sevettijärvi und Nellim angesiedelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Samen

1809 begann eine schwierige Zeit für die Skoltsamen. Im Norden wurde die Grenze zwischen Finnland und Norwegen festgesetzt, was sich ab 1852 negativ für die Samen auswirken sollte: Durch einen religiösen Streit in der Grenzregion wurden die Grenzen geschlossen. Dies bedeutete, dass die Samen teilweise von ihren Rentierherden abgeschnitten wurden. Nahrungsmangel war die Folge. 1920 mussten die Skolt erneute Schwierigkeiten erdulden, als die finnisch-russische Grenze verlegt wurde und dabei das Stammesgebiet unüberwindbar durchschnitt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Østsamisk museum, Neiden.
  2. Gordon, Raymond G., Jr. (ed.), 2005. Ethnologue: Languages of the World, Fifteenth edition. Dallas, Tex.: SIL International. Online version.

Weblink[Bearbeiten]