Skorpionschnecke

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Dieser Artikel behandelt die Skorpionschnecke (Homalocantha scorpio). Für die Skorpions-Flügelschnecke (Lambis scorpius) siehe dort.
Skorpionschnecke
Gehäuse von Homalocantha scorpio, 35,6 mm lang, aus dem Beifang bei Mandawe, Cebu, Philippinen

Gehäuse von Homalocantha scorpio, 35,6 mm lang, aus dem Beifang bei Mandawe, Cebu, Philippinen

Systematik
Unterordnung: Hypsogastropoda
Teilordnung: Neuschnecken (Neogastropoda)
Überfamilie: Muricoidea
Familie: Stachelschnecken (Muricidae)
Gattung: Homalocantha
Art: Skorpionschnecke
Wissenschaftlicher Name
Homalocantha scorpio
(Linnaeus, 1758)

Die Skorpionschnecke (Homalocantha scorpio) ist eine Schnecke aus der Familie der Stachelschnecken (Muricidae), die im Indopazifik verbreitet ist.

Merkmale[Bearbeiten]

Das längliche, nach zum Apex hin etwas kopfförmige Schneckenhaus von Homalocantha scorpio, das bei ausgewachsenen Schnecken eine Länge von bis zu 5,5 cm erreicht, hat einen großen Körperumgang, der 70 bis 80 Prozent der Gehäuselänge einnimmt, ein sehr kurzes Gewinde und eine kleine, runde Mündung, die in einen eher kurzen Siphonalkanal ausläuft. Das Gehäuse ist mit fünf Reihen von Sprossen besetzt, die an der Spitze fast handförmig ausgebreitet sind. Die schwarzen Wülste sind gezähnt, der letzte Wulst größer mit viel größeren, am Ende eher hammerförmigen Sprossen. Die Naht am letzten Umgang ist zusammengeschnürt. Die Grundfarbe ist blass rötlich, ins Braune übergehend, kann aber auch von weiß bis schokoladenbraun variieren. Die ist Mündung weiß.[1][2][3]

Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise[Bearbeiten]

Die Skorpionschnecke tritt im Indopazifik auf, so etwa im Roten Meer, auf den Molukken und den Philippinen, wo sie auf Korallenriffen zu finden ist.[2][4] Über Lebensweise, Ernährung, Reproduktionszyklus oder die Anatomie der Schnecke gibt es bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen.

Bedeutung für den Menschen[Bearbeiten]

Homalocantha scorpio, lange Zeit unter dem Originalnamen Murex scorpio von Linné bekannt, wird wegen seines Gehäuses gesammelt, das als Schmuck verkauft wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. C. Brüggemann (1838): Die Naturgeschichte in getreuen Abbildungen und mit ausführlicher Beschreibung derselben. Verlag von Eduard Eisenach, Leipzig 1838. Die Weichthiere, S. 73. Der Skorpion. Murex Scorpio L.
  2. a b Julia Ellen Rogers (1936): The Shell Book, Doubleday, Page & Company, New York 1936, p. 33: The Scorpion Murex. Murex scorpio Linn.
  3. Carolus Linnaeus: Systema Naturae. 10. ed. , Lars Salvius: Stockholm 1758, p. 747. 447. Murex Scorpio. M. testa quadrifariam frondosa, spira capitata, cauda truncata.
  4. World Register of Marine Species, Homalocantha scorpio (Linnaeus, 1758)

Literatur[Bearbeiten]

  • G. E. Radwin, A. D'Attilio (1986): Murex shells of the world. An illustrated guide to the Muricidae. Stanford Univ. Press, Stanford, x + pp. 1-284 incl 192 figs. + 32 pls. Standford University Press. ISBN 978-0-8047-0897-5. Homalocantha scorpio (Linné, 1758): p. 54.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Homalocantha scorpio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien