Skymetro

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Skymetro

Skymetro.jpg

Streckenlänge: 1.138 km
Höchstgeschwindigkeit: 13.3 m/s = 48 km/h
Airside Center - Dock E
   
0.000 Airside Center
   
   
1.138 Dock E

Die Skymetro ist eine vollautomatische, unterirdische und von Poma-Otis realisierte Luftkissenbahn, die seit September 2003 am Flughafen Zürich das zentral gelegene Airside Center mit dem Dock E verbindet. Die Bahn benötigt für die rund 1,1 Kilometer lange, durch zwei getrennten Tunnelröhren unter der Westpiste 10/28 hindurch führende Strecke zwei bis drei Minuten.

Technik[Bearbeiten]

Die 1138 Meter lange Strecke legt die von einem Stahlseil gezogene Skymetro auf einem etwa 0,2 Millimeter dicken, von Luftkompressoren generierten Luftkissen über einem glatten Betonboden zurück. Der Transport der Fahrzeugkompositionen wird mit fünf Seilschleifen sichergestellt, welche in beiden Tunneln von zwei Motoren à 465 Kilowatt und in den Langkehren von zwei Motoren à 266 Kilowatt sowie in der Abstellhalle von einem Motor à 55 Kilowatt angetrieben werden. Die Verbindung mit dem Zugseil erfolgt pro Fahrgestell mit zwei seitlich hydraulisch horizontal verschiebbaren Klemmen zur Positionierung über dem gewünschten Antriebsseil, das angehoben wird.

Besonderes Highlight sind auf die Geschwindigkeit der Bahn angepasste Bilder an der Tunnelwand, wodurch eine Daumenkino-artige Animation erreicht wird. Die Kurzfilme zeigen die Alpen und eine winkende Heidi. Gleichzeitig wird Jodeln und der Anfang der Heidi-Melodie abgespielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Skymetro wurde im Rahmen der fünften Bauetappe im Jahr 2001 gebaut und erstmals 2003 in Betrieb genommen.

Ab Juli 2009 wurde die Skymetro im Rahmen des Bauprojekts „Zürich 2010“, das vor allem die Zentralisierung der Sicherheitskontrollen und den Neubau des Sicherheitskontrollgebäudes beinhaltete, erweitert und umgebaut. Ankommende und abfliegende sowie Passagieren aus dem Schengen-Raum und Passagieren von Non-Schengen-Abflughäfen werden neu getrennt transportiert. Eine Aufteilung der Stationen gewährleistet die durchgehende Trennung der geprüften und nicht geprüften Passagiere nach der Zentralisierung der Sicherheitskontrollen. Um die mit dieser Aufteilung verbundenen höheren Nutzung ausgleichen zu können, wurden die drei Zugkompositionen von zwei auf drei Einheiten erweitert.[1][2] Für die Erweiterung und die Ergänzung wurde auf Schweizer Seilbahnfirmen geachtet: Die drei neuen Fahrgestelle stammen von Bartholet in Flums, die Kabinen von Gangloff in Bern und das Altdorfer Unternehmen SISAG lieferte die elektrischen Steuerungen.

Rezeption[Bearbeiten]

Sie ist schweizweit mit 6,73 Millionen Passagieren (2010) die leistungsfähigste und mit 176 Millionen Schweizer Franken Kosten auch die teuerste Seilbahnanlage. Sie zählt zu den aufwändigsten Seilbahnanlagen und weist einen hohen Ausbau- und Sicherheitsstandard auf. So enthält die Bahn eine dreifache Sicherheitsüberwachung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ZRH Newsletter (29. Juni 2009)
  2. Ausbau der Skymetro am Flughafen Zürich, In: Schweiz Aktuell