Skytower (Frankfurt)
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| Skytower | ||
|---|---|---|
| Großmarkthalle vor dem Umbau (2006) | ||
| Basisdaten | ||
| Ort: | Ostend | |
| Status: | geplant | |
| Baustil: | Postmoderner Konstruktivismus | |
| Architekt: | Wolf D. Prix (Coop Himmelb(l)au) | |
| Nutzung/Rechtliches | ||
| Nutzung: | Bürohochhaus, Bank | |
| Arbeitsplätze: | 2.300 | |
| Eigentümer: | Europäische Zentralbank | |
| Technische Daten | ||
| Höhe: | 185 m | |
| Etagen: | 43 Obergeschosse | |
| Baukosten: | ca. 500.000.000 € | |
| Höhenvergleich | ||
| Frankfurt am Main: | 6. (Liste) | |
Der Skytower ist ein geplanter Wolkenkratzer in Frankfurt am Main, der neuer Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) werden soll. Das 185 Meter hohe Gebäude soll auf dem Areal der Großmarkthalle im Ostend gebaut werden. Das Grundstück sowie den 1928 erbauten und heute denkmalgeschützten Hallenbau hatte die EZB bereits im Januar 2005 von der Stadt Frankfurt am Main erworben. Im Frühjahr 2008 begannen erste Bauarbeiten auf dem Grundstück, jedoch verkündete die EZB im Juni einen Baustopp, da kein Generalunternehmer für den Bau gefunden werden konnte. Die EZB hatte ein Budget von 500 Mio. Euro für die Baukosten vorgesehen, jedoch nur ein einziges Angebot einer Arbeitsgemeinschaft von BAM Deutschland und Züblin zu 1,4 Mrd. Euro erhalten.[1] Im Dezember 2008 gab die EZB bekannt, dass sie den Bau erneut ausschreiben werde, diesmal allerdings nicht als Ganzes sondern aufgeteilt in 15 getrennte Gewerke. Am Kostenrahmen von 500 Mio. Euro will die EZB festhalten und Ende 2009 aufgrund der dann vorliegenden Angebote entscheiden ob gebaut wird oder nicht. Falls die Entscheidung positiv ausfällt könnte der Neubau 2013 fertiggestellt und Anfang 2014 bezogen werden.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Das Areal der Großmarkthalle liegt östlich der Innenstadt und wird durch die Sonnemannstraße, das nördliche Mainufer und die Hanauer Bahn begrenzt. Etwa 500 Meter entfernt befindet sich an dieser Bahnstrecke der Ostbahnhof, von dem die Deutschherrnbrücke in das Deutschherrnviertel am gegenüberliegenden Mainufer führt. Um das Gebiet für den Individualverkehr besser zu erschließen, ist der Bau einer neuen Straßenbrücke, die Mainbrücke Ost, am nahegelegenen Osthafen geplant.
[Bearbeiten] Wettbewerb
Im November 2002 startete ein internationaler zweiphasiger Architekturwettbewerb, zu dem insgesamt 80 Bewerber zugelassen wurden. Von ihnen reichten in der ersten Wettbewerbsphase, die im Juli 2003 endete, 71 Kandidaten erste Entwurfskonzepte ein. Die Abgabe dieser Entwürfe erfolgte anonym und die Identität der Teilnehmer wurde während des gesamten Wettbewerbs unter notarieller Aufsicht geheim gehalten. Im August 2003 traf die zwölfköpfige Jury unter Vorsitz des EZB-Vizepräsidenten Lucas Papademos eine Vorauswahl von zwölf Entwürfen der eingereichten Vorschläge. Mitglieder der Jury waren Architekten und Vertreter der Stadt Frankfurt am Main, der EZB sowie nationaler Zentralbanken.
Die zweite Phase des Wettbewerbs startete im September 2003 und gab den Teilnehmern die Möglichkeit ihre Vorschläge bis Dezember zu überarbeiten und detailliertere Entwürfe einzureichen. Aus diesen wurden am 13. Februar 2004 schließlich die Gewinner gewählt unter der Wettbewerb damit abgeschlossen. Den ersten Preis erhielt dabei das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au, dessen Entwurf umgesetzt werden soll. Der Entwurf des Berliner Architekturbüros von Peter P. Schweger – drei einzelne rechteckige Türme, die durch eine gemeinsame Dachkonstruktion, eine sogenannte „Skybridge“, in den oberen Etagen miteinander verbunden sind – wurde mit dem zweiten Preis prämiert. Den dritten Preis erhielt der Darmstädter Architekt Johann Eisele in Zusammenarbeit mit dem Büro T.R. Hamzah & Yeang für den Vorschlag, der Großmarkthalle ein Ensemble aus mehreren unterschiedlich hohen Gebäuden mit Innengärten an den Südfassaden gegenüberzustellen.
[Bearbeiten] Planung
Der ursprüngliche Sieger-Entwurf des Architekturbüro Coop Himmelb(l)au sah ein Gebäudekomplex aus zwei polygonalen Zwillingstürmen auf einem der Großmarkthalle parallel angeordneten Konferenzraumgebäude, einem sogenannten „Groundscraper“, vor. In der Überarbeitungs- und Optimierungsphase wurde dieser Entwurf jedoch nochmals stark verändert. Das ursprüngliche Konzept stieß unter anderem auf Kritik, da durch das etwa gleichgroße Konferenzzentrum der Blick auf die Großmarkthalle vom Mainufer aus nicht möglich sei. Daher wurde der Entwurf mehrfach überarbeitet und das Konferenzzentrum zunächst niedriger gestaltet sowie der Turm zugunsten der Sicht auf die Halle verschoben.
Im letzten Entwurf, der im November 2006 im Rahmen der abschließenden Planungsphase veröffentlicht wurde, ist kein Groundscraper mehr vorgesehen. Das Konferenzzentrum soll sich stattdessen in der Großmarkthalle befinden. Neben den Konferenzräumen ist dort außerdem ein Restaurantbereich vorgesehen. Ein zur Zeit sehr umstrittener Querriegel durch das Hallendach stellt dabei die Verbindung dieser Räume in der Halle mit den Büroräumen im Hochhaus her und dient gleichzeitig als Eingangsbereich im Norden des Komplexes.
Das Hochhaus selbst – zwei ineinander verschlungene und durch ein Glasatrium verbundene Türme – wird 185 Meter hoch werden. Auf 43 Etagen wird Platz für 2.300 Arbeitsplätze[3] der Zentralbank sein. Der Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung stimmte diesem Entwurf am 6. November 2006 zu.[4] Am 20. Februar 2007 veröffentlichte die Europäische Zentralbank die Ergebnisse der Vorplanungsphase. Die wichtigsten Änderungen, die den Skytower betreffen, sind die neue schräge Dachform sowie ein verbesserter Sonnenschutz, der die Energieeffizienz des Gebäudes erhöhen soll.[5] Die ursprüngliche Planung der EZB sah vor, dass der Neubau von 2008 bis 2011 gebaut werden sollte. Anfang 2012 sollten dann die Mitarbeiter aus dem Eurotower am Willy-Brandt-Platz in den Skytower umziehen. Nach dem Baustopp des Neubaus im Sommer 2008 und dem Beschluss, erst Ende 2009 zu entscheiden ob überhaupt gebaut wird, wird der Umzug - wenn überhaupt - erst Anfang 2014 erfolgen können.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ FAZ, 27. Juni 2008 Angebot für EZB-Turm lautete auf 1,4 Milliarden Euro
- ↑ FAZ, 2. Dezember 2008 EZB gibt Neubau im Ostend zweite Chance
- ↑ FAZ, 10. Januar 2006: Kein „Groundscraper“ neben Großmarkthalle. Online-Version
- ↑ FR, 7. November 2006: Bank darf Großmarkthalle umbauen. Online-Version
- ↑ EZB stellt Ergebnis der Vorplanungsphase für ihren Neubau vor (Pressemitteilung der EZB vom 20. Februar 2007)
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der EZB – mit Pressemeldungen und vielen Computergrafiken
- New ECB Premises – Offizielle Website des Architekturwettbewerbs (englisch)
- Eintrag über Skytower (Frankfurt) bei Emporis
- fr-online.de – Dokumentation der Frankfurter Rundschau über den durch den EZB-Neubau bedingten Umbau der Großmarkthalle
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