Skyway

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt oberirdische, geschlossene Fußgängerüberführungen. Andere Gegenstände dieses Namens finden Sie unter Skyway (Begriffsklärung).
„Historischer Skywalk“, auch „Seufzerbrücke“ genannt, in der Burg Dankwarderode
Skywalk in Peking
Mehrgeschossiger Skywalk
Skybridge in Covent Garden, London

Ein Skyway (auch Skywalk, Walkway oder Skybridge, Abgrenzung nicht eindeutig) ist eine oberirdische Fußgängerüberführung oder Fußgängerbrücke.

  • Entweder liegt der Skyway im Außenbereich, verbindet zwei Gebäude miteinander und muss dann geschlossen ausgebildet sein, um Schutz vor Witterung zu bieten (und gilt damit selbst als Innenraum).
  • Oder er liegt im Innenbereich eines Gebäudes – zum Beispiel in einer Werkshalle oder im überdachtem Atrium eines Hotels – und verbindet so zwei Gebäudeteile/-flügel miteinander.

Skyways befinden sich häufig im ersten oder zweiten Obergeschoss, in hohen Gebäuden aber auch darüber. Sie sind Teil der horizontalen Erschließung. Klassisch gestaltete bzw. historische Varianten solcher Bauwerke werden auch als Seufzerbrücke bezeichnet, nach dem Vorbild der Ponte dei Sospiri in Venedig.

Einsatzbereiche und Gestalt[Bearbeiten]

  • In größeren Gebäudekomplexen ermöglichen sie den komfortablen und sicheren Übergang von einem Gebäude zum anderen.
  • Ein Skyway schafft eine Verbindung zwischen einem bestehenden Gebäude und dessen Erweiterungsbau.
  • Zwischen zwei bestehenden Gebäuden, die einer gemeinsamen Nutzung zugeführt werden (z.B. Behörde, Museum), verbinden sie nachträglich die zwei bis dahin separaten Erschließungssysteme zu einem. Solche nachträglich eingefügten Skywalks setzen sich in ihrer Architektursprache häufig von der Gestaltung der Bestandsgebäude ab. Sind die zwei Gebäude aus unterschiedlichen Bauzeiten mit oft unterschiedlicher Geschosshöhe oder stehen die Gebäude am Hang, müssen die Verbindungsbrücken auch geringe Höhenunterschiede zwischen den verschiedenen Fußbodenniveaus ausgleichen.
  • In mehrgeschossigen, atriumartigen Lobbys von Hotels oder Bürogebäuden ermöglichen sie offene Räume und teils spektakuläre Raumerlebnisse.
  • Zur kreuzungsfreien Überquerung von Straßen. Vorteile ergeben sich durch die Reduktion der Unfallgefahr und weniger schädliche Emissionen (durch einen verbesserten Verkehrsfluß). Nachteile ergeben sich für die Barrierefreiheit.
  • Bei Verkehrsbauten (Flughafen, Bahnhof), wo Verkehrsadern und Fußgängerströme sich überkreuzen.
  • Bei Aussichtsplattformen, die oft „Skywalk“ (Grand Canyon Skywalk, Dachstein Skywalk) oder auch „Skybridge“ (Petronas Towers) genannt werden. Hierbei handelt es sich in der Regel um Stahlkonstruktionen.
  • zusammenhängende Skyway-Systeme, siehe nächster Abschnitt.

Netzwerke[Bearbeiten]

Vor allem in den Innenstädten nordamerikanischer Großstädte entstanden ganze Netzwerke von Skyways, die mehrere Häuserblocks miteinander verbinden. Diese Wege sind keine öffentlichen Räume, sondern schließen des Nachts, vergleichbar mit den Passagen und Plätzen in Shoppingmalls. Die weltweit größten zusammenhängendem Skyway-Systeme befindet sich in Minneapolis, Minnesota und Calgary, Alberta. Das Minneapolis Skyway System verbindet auf einer Länge von knapp 13 km 69 Straßenblocks der Innenstadt. Das Plus 15 oder +15 genannte Netzwerk von Calgary umfasst eine Länge von insgesamt rund 18 Kilometern. Teilweise ergänzt werden diese Netzwerke durch Tunnel, die zusätzlich unterirdisch Gebäude miteinander verbinden und so eine Mischform mit den Untergrundstädten ergeben.

Städte mit Skywalk-Netzwerken (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]