Slamming

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Slamming (Begriffsklärung) aufgeführt.

Unter Slamming[1] versteht man das Umstellen eines Endkunden-Telefonanschlusses auf einen neuen Betreiber, ohne den Kunden über diesen Vorgang zu informieren. Das gegen das „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ verstoßende Vorgehen der Telekommunikationsfirmen wird oft mit Hilfe von zu Werbezwecken gesammelten Kundendaten vorgenommen.

Insbesondere im hart umkämpften Reseller-Markt bedienen sich immer mehr Betreiber dieses Vorgehens, um mehr Kunden zu gewinnen. Nach dem in den 1980er-Jahren in vielen Ländern die Monopolstellungen der ehemals staatlichen Telefonanbieter weggefallen waren, entstanden diverse andere Firmen als deren Konkurrenz.[2] Um für sich Kunden zu gewinnen, griffen sie (oder ihre Marketingagenten) zu unlauteren Mitteln. Sie teilten dem ehemaligen Monopolisten mit, ein Kunde hätte sich für einen Wechsel zur entsprechenden Firma entschieden, obwohl der Kunde keine solche Absicht geäußert hatte. Notwendige Unterschriften von Kunden für diesen Wechsel wurden erschlichen, in dem man etwa in Wettbewerben oder Promotionsangeboten noch klein Gedrucktes ergänzte.

Ähnliche Praktiken sind teilweise auch von Anbietern von Mobilfunkdienstleistungen bekannt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. How the term "slamming" came to be coined, Washington Utilities and Transportation Commission. Abgerufen am 4. Dezember 2012. 
  2. Phone scam hits thousands, Daily Mail. 25. April 2005. Abgerufen am 19. März 2007. 
  3. Miles Brignall: Orange slammed as users see red, The Guardian. 23. Juli 2007.