Slevogthof Neukastel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Slevogthof Neukastel
Slevogthof mit dem Felsen der ehemaligen Burg Neukastel von der Madenburg aus gesehen

Der Slevogthof Neukastel ist ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, welches aus einem ehemaligen Meierhof hervorgegangen ist, welcher einst zur Reichsburg Neukastel gehörte. Er liegt oberhalb des Dorfes Leinsweiler an der Südlichen Weinstraße am Hang eines leicht vorgezogenen Hügels des Pfälzer Waldes.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Maierhof, auf dessen Grundstück der Slevogthof heute steht, wurde 1689 im Rahmen des Pfälzischen Erbfolgekrieges durch französische Truppen zerstört. Erst im Jahr 1828 wurde auf den verbliebenen Fundamenten der Hof als Gastwirtschaft aufgebaut. Peter Finkler erwarb 1884 das Grundstück samt Burgruine und umliegenden Wald.

1890 machte Antonie "Nini" Finkler, eine Tochter des Gutsherren, die Bekanntschaft Max Slevogts, welcher daraufhin auf dem Anwesen Neukastel künstlerisch tätig wurde und welchen sie 1898 in der Martinskirche in Leinsweiler heiratete. Da die Familie Finkler das Haus aus finanziellen Gründen nicht halten konnten, ersteigerte Slevogt 1914 das Grundstück. In den Jahren 1922 und 1923 ließ Max Slevogt das Gebäude-Ensemble nach Süden erweitern und schuf somit eine Bibliothek und einen Musiksaal. Des Weiteren schmückte er die Zimmer mit seinen Motiven. Nach Slevogts Tod erbte seine Tochter das Gut.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Bis heute ist ein Großteil des damaligen Gebäude-Ensembles erhalten, wenn auch in Teilen erneuert. Die direkten Nachfahren Max Slevogts betrieben in den Gebäuden ein Museum und eine Gaststätte.

Die früheren Wohnräume Max Slevogts (wie z. B. die Bibliothek, das Speisezimmer oder auch der Musiksaal) sind zugänglich gemacht worden. Auch sind hier berühmte Bilder des Künstlers zu sehen, z. B. die einzigen bis heute erhaltenen Wandbilder des Künstlers.

Der Slevogthof ist seit Juni 2011 bis auf Weiteres geschlossen.

Der Slevogthof befindet sich inzwischen in den Händen des Architekten Thorsten Holch aus Landau, der ihn sanieren und der Öffentlichkeit zum Teil wieder zugänglich machen will.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Slevogthof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Slevogthof bei Leinsweiler. [1] Pressemeldung GDKE, Landesmuseum Mainz (PDF-Dokument) Abgerufen am 5. Mai 2014

49.18688.0178Koordinaten: 49° 11′ 12″ N, 8° 1′ 4″ O