Sliders – Das Tor in eine fremde Dimension

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Deutscher Titel Sliders – Das Tor in eine fremde Dimension
Originaltitel Sliders
Sliders Logo.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1995–2000
Länge 42 Minuten
Episoden 88 in 5 Staffeln
Genre Sci-Fi
Idee Tracy Tormé
Robert K. Weiss
Musik Mark Mothersbaugh
Stephen Graziano
Danny Lux
Denis M. Hannigan
Anthony Marinelli
Dennis McCarthy
Robert J. Kral
Erstausstrahlung 22. März 1995 (USA) auf FOX
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
2. November 1997 auf RTL
Besetzung

Sliders – Das Tor in eine fremde Dimension ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie aus den Jahren 1995–2000, die von den Universal Studios produziert wurde.

Inhalt[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Der junge Physikstudent Quinn Mallory entwickelt ein Dimensionstor, das den Transfer zu parallelen Dimensionen ermöglicht. Zusammen mit seiner Freundin Wade Wells, dem Physikprofessor Maximilian Arturo und dem Soulsänger Rembrandt „Remmy“ Brown, genannt „Crying Man“, reisen sie in immer neue parallele Welten, die auf derselben Zeitebene liegen, aber andere geschichtliche Entwicklungen genommen haben. So erleben sie ein Amerika, das immer noch unter der Herrschaft der britischen Krone steht oder von der Sowjetunion erobert wurde oder aber in dem die Dinosaurier nicht ausgestorben sind. Selbst in gefährlichen Situationen können sie keinen neuen Sprung wagen, bevor die mit dem Timer gesetzte Frist abgelaufen ist.

Nach dem Tod von Prof. Arturo in der dritten Staffel stößt die Soldatin Captain Maggie Beckett als neue Kollegin zu den Sliders und es geht nicht mehr vorrangig um die Rückkehr nach Hause, sondern um die Verfolgung des verbrecherischen Colonel Angus Rickman (Roger Daltrey/Neil Dickson) quer durch die Dimensionen. Als Rickman am Ende von Staffel 3 stirbt, gelangen nur Wade und Remmy zurück in die heimische Dimension. Quinn und Maggie irren dagegen 3 Monate lang durch die Dimensionen, bevor sie ebenfalls heimkehren können.

Ab Staffel 4 gibt es ein neues primäres Ziel: die Beschaffung der Anti-Kromagg-Waffe. Dazu müssen die Sliders Quinns Bruder Colin sowie die leiblichen Eltern der beiden Brüder finden. Quinn und Colin wurden als Kinder aufgrund eines Krieges zwischen Kromaggs und Menschen bei Pflegeeltern auf parallelen Welten untergebracht. Schließlich muss die von ihren Eltern entwickelte Anti-Kromagg-Waffe beschafft werden. Die Mission scheitert.

Mit der fünften und letzten Staffel ändert sich das primäre Ziel erneut. Quinn verschmilzt aufgrund eines Experimentes von Dr. Oboron Geiger mit einem Double und Colin verschwindet zwischen den Dimensionen. Remmy, Maggie, der verschmolzene „Mallory“ und Dr. Diana Davis, die neu im Team ist, müssen also einen Weg finden, Mallory wieder zu trennen und Colin zu retten. Zudem versuchen sie weiterhin, eine effektive Waffe gegen die Kromaggs zu finden.

Sliders hat ein offenes Ende. Man erfährt nie, ob Colin zurückkehrt, ob Mallory tatsächlich wieder getrennt werden kann und ob das in Rembrandts Blut injizierte Virus die Kromaggs auf Remmys Heimaterde (Erde 1) vernichten kann.

Warum sliden die Sliders?[Bearbeiten]

Die Sliders sind zunächst auf der Suche nach ihrer Heimatwelt, die aber im Verlauf der Serie von den Kromaggs angegriffen wird. Später sind sie auf der Suche nach der „Ersten Welt“ (Earth Prime), dem wahren Zuhause von Quinns Eltern. Da sie durch einen Unfall in den Vortex gerieten und sie die Koordinaten ihrer Heimaterde nicht wissen, müssen sie von einer Welt zur nächsten reisen, in der Hoffnung, einmal ihre eigene Welt wiederzufinden. Quinn hatte einen Timer gebaut, eine Vorrichtung, die das Wurmloch wieder öffnen kann, sodass er sliden kann. Nach seinem ersten unerwarteten Slide kehrt er zurück und trifft eine andere Version von sich, ein „Double“. Dieses „Double“ ist Quinn aus einer anderen Dimension. Dieser begann schon früher zu sliden und entdeckte die Formel, mit der man kontrolliert sliden kann. Er warnt Quinn, seinen Timer nicht zu ändern (der Timer zählt mit einem Countdown zurück, bis sich das Wurmloch erneut öffnet) oder es würde ernste Konsequenzen haben. Aber das Double slidet weg, bevor es seine Warnung erklären kann.

Die erste Welt, auf der die vier Sliders zusammenkommen, ist eine Welt in einer Eiszeit. Sie befürchten, dass sie erfrieren, bevor der Timer den Countdown beendet hat. Als sie einen Tornado auf sich zukommen sehen, müssen sie die Einstellungen des Timers ändern, sodass sich das Wurmloch direkt und augenblicklich vor ihnen öffnet. Der Timer aber schickt sie nun nicht nach Hause, weil seine Einstellungen verändert wurden. Stattdessen sliden sie zu einer beliebigen Welt mit einem beliebigen Countdown. Nun sliden sie ziellos umher, um ihr Zuhause wieder zu finden.

Warum sind sie bisher noch nicht nach Hause gekommen?[Bearbeiten]

Der Professor vermutete einmal, dass für jede Entscheidung, die jemals jemand getroffen hat, eine andere Welt entstanden ist. Dies würde bedeuten, dass es eine unendlich große Anzahl von Welten gibt. Egal, ob sie jede Erde besuchen müssen oder nicht, bevor sie nach Hause gelangen, werden sie eine sehr lange Zeit brauchen. Im Verlauf der Serie erfährt man, dass man die richtigen Koordinaten benötigt, um eine Welt anzusteuern, die man besuchen möchte. In einer Folge trafen sie ein Double von Quinn, das ebenso slidete. Dieses Double wollte sie nach Hause schicken. In dieser Welt, die auf den ersten Blick aussah wie ihre eigene, hatten sie nur wenige Sekunden lang Zeit, um zu entscheiden, ob es wirklich die ihre ist. Sie standen vor Quinns Haus, welcher sagte, die Gartentür würde quietschen, seit er ein kleiner Junge war und dieses Quietschen würde er immer wiedererkennen. Jedoch quietschte die Tür nicht. Das Tor öffnete sich und sie slideten weiter. Danach sieht man, wie Quinns Mutter und ihr Gärtner aus dem Haus kommen. Der Gärtner sagt zur Mutter, dass diese Quinn wohl sehr vermissen würde, seit er verschwunden ist, und dass er ihre Gartentür endlich repariert habe, da diese immer quietschte.

Hauptcharaktere[Bearbeiten]

Quinn Michael Mallory[Bearbeiten]

Quinn Mallory ist ein junger Physikstudent aus San Francisco. Sein Pflegevater ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. In seinem Hobbykeller gelingt es ihm, eine Maschine zu entwickeln, mit deren Hilfe er in parallele Dimensionen reisen kann. Quinn Mallory entwickelt sich während der Reise zu einer Art Anführer der Sliders. Er fühlt sich verantwortlich für seine Freunde, die ohne ihn erst gar nicht in diese Lage gekommen wären. Durch einen Zwischenfall wird er mit einem Double von sich selbst verschmolzen.

Wade Kathleen Wells[Bearbeiten]

Wade Wells arbeitete als Verkäuferin im „Doppler's Computer Shop“. Sie hat eine ältere Schwester. Ihre Mutter ist verstorben, nur ihr Vater ist noch am Leben. Sie besuchte das „North Shore Junior College“, als sie Quinn Mallory kennenlernte und sich in ihn verliebte. Wie Prof. Arturo ist auch Wade ausgerechnet in dem Augenblick dabei, als das Dimensionstor sich öffnet und alles, was sich in der Nähe von Quinns Keller befindet, in ein Paralleluniversum schleudert. Wade ist das Herz des Sliders-Teams, eine Freundin, auf die sich alle verlassen können. Wade wurde drei Jahre, nachdem sie begonnen hat zu sliden, von den Kromaggs in ein Brüter-Camp entführt.

Rembrandt Lee Brown[Bearbeiten]

Rembrandt „Crying Man“ Brown war früher Sänger bei den Spinning Topps, einer erfolgreichen Soul-Band in den 70ern. Remmy, wie ihn seine Freunde nennen, ist eigentlich durch einen Zufall mit seinem Cadillac in das Abenteuer geslidet. Wohl oder übel schloss er sich den Sliders an, um einen Weg nach Hause zu finden. Er entwickelte sich zu einem wichtigen Mitglied der Sliders und wurde zu einem Art Anker für die anderen. Rembrandt kann nicht schwimmen und liebt es zu angeln. Dieses Hobby teilt er sich mit Professor Arturo. Er ist der letzte Slider der ersten Stunde, aber noch voller Hoffnung, eines Tages nach Hause zu gelangen. Rembrandt wurde drei Jahre später von den Kromaggs in ein Umerziehungslager gebracht, wird jedoch von Quinn und Maggie gerettet.

Prof. Maximilian P. Arturo[Bearbeiten]

Professor Maximilian P. Arturo ist ein renommierter Atomphysiker und Dozent für Kosmologie und Ontologie an der Universität von Kalifornien. Er war verheiratet mit Christina Fox, sie starb aber im Alter von 27 Jahren. In Quinn hat der gebürtige Brite, der in San Francisco eine Gastprofessur übernommen hat, einen seiner begabtesten, aber auch unbequemsten Schüler gefunden. Arturo, der zu Eigensinn und Selbstgefälligkeit neigt, hat immer wieder Probleme damit, die Genialität seines Studenten anzuerkennen, die ihn schließlich in das größte und letzte Abenteuer seines Lebens stürzt. Er wird ca. 3 Jahre nach seinem ersten Slide von Colonel Rickman verletzt und opfert sich schließlich für seine Freunde.

Margeret „Maggie“ Allison Beckett[Bearbeiten]

US-Marine Capt. Margeret Beckett ist zu den Sliders gestoßen, als diese auf ihrer Erde landeten und den dortigen Wissenschaftlern die Möglichkeit gaben, einige wenige Menschen auf eine parallele Erde zu evakuieren, bevor diese durch einen Pulsar zerstört wird. Einer dieser Wissenschaftler war auch Maggies Ehemann, der von ihrem Vorgesetzten, Col. Angus Rickman, getötet wurde, weil jener herausgefunden hatte, dass Rickman ein Mörder ist, der die DNA bestimmter Menschen braucht, um selbst zu überleben. Nachdem auch Arturo von Rickman erschossen wurde, schließt sich Maggie den Sliders an, um den Colonel durch die Dimensionen zu jagen.

Colin Mallory[Bearbeiten]

Colin Mallory ist der Bruder von Quinn. Ihre Eltern sind Slider und die Brüder sind in verschiedenen Dimensionen aufgewachsen. Colin wuchs in einer Welt auf, die ohne Technologie auskommt. Einzig Colin interessiert sich für Technik, so experimentiert er mit Elektrizität und erfindet Windanlagen. Die Sliders landen auf seiner Welt und Colin, der sich auf dieser Welt ohnehin nicht wohlfühlte, entschließt sich, ein Slider zu werden. Nach einigen Abenteuern passiert beim Sliden ein Unglück und Colin wird zwischen den Dimensionen gefangen. Seitdem versuchen Maggie und Remmy, ihn zu retten.

Quinn „Mallory“ Mallory[Bearbeiten]

Mallory war lange Zeit an einen Rollstuhl gebunden. Doch dann tauchte ein Wissenschaftler namens Dr. Oboron Geiger auf. Er schaffte es mit Experimenten, einige DNA-Teile von „Quinn-Mallory-Doubles“ aus anderen Dimensionen in Mallorys Körper einzubauen. Durch einen Unfall verschmolz er mit dem aus der Serie bis dato bekannten Quinn Mallory zu einer Person. Zurück blieb Mallory, der anfangs noch einige Gedanken, Erinnerungen und Gefühle seines Doubles hat, aber schließlich wieder völlig er selbst wird. Für seine Kameraden Remmy und Maggie ist der Verlust von Quinn ein schwerer Schlag, weswegen sie sich auch weigern, ihren neuen Freund Quinn zu rufen und ihn stattdessen nur Mallory nennen. Anfangs tut er sich schwer, in einem Team zu arbeiten, aber mit der Zeit vertraut er seinen neuen Freunden mehr und mehr. Um das rückgängig zu machen, was man ihm angetan hat, slidet er mit Remmy, Maggie und Diana von Welt zu Welt, doch konnte er nicht mehr in die zwei ursprünglichen Quinns getrennt werden.

Dr. Diana Davis[Bearbeiten]

Dr. Diana Davis war die Assistentin des Wissenschaftlers Dr. Oboron Geiger und half ihm bei seinen Experimenten mit Mallory. Da sie später den wahren Grund für die Experimente herausfand, schloss sie sich Remmy und Maggie an, um einen Weg zu finden, die beiden verschmolzenen Mallorys wieder zu trennen.

Besetzung[Bearbeiten]

Hauptdarsteller[Bearbeiten]

Schauspieler Rolle Staffel Deutsche Stimme
1 2 3 4 5
Jerry O’Connell Quinn Mallory HR HR HR HR Manou Lubowski
Sabrina Lloyd Wade Wells HR HR HR SR Katrin Fröhlich
Cleavant Derricks Rembrandt Brown HR HR HR HR HR Randolf Kronberg
John Rhys-Davies Prof. Maximilian Arturo HR HR HR Wolfgang Hess
Kari Wuhrer Maggie Beckett HR HR HR Elisabeth Günther
Charlie O’Connell Colin Mallory HR Oliver Mink
Robert Floyd Mallory HR Philipp Moog
Tembi Locke Diana Davis HR Claudia Lössl

(HR: Hauptrolle, NR: Nebenrolle, GA: Gastauftritte, SR: Sprechrolle)

Nebendarsteller[Bearbeiten]

Schauspieler Rolle Staffel Deutsche Stimme
1 2 3 4 5
Jason Gaffney Conrad Bennish, jr. 3 GA 1 GA Florian Halm (nur in 2 Folgen)
Reiner Schöne Kolitar 2 GA Reiner Schöne

(HR: Hauptrolle, NR: Nebenrolle, GA: Gastauftritte)

In der Episode „Die Wasserhexe“ (Staffel 3 Folge 6) ist Gastdarsteller Ken Steadman während der Dreharbeiten in einem Buggy tödlich verunglückt.[1]

Produktion und Ausstrahlung[Bearbeiten]

Die ersten beiden Staffeln der Serie wurden in Vancouver (Kanada) gedreht, das als Kulisse für San Francisco diente. In der dritten Staffel wechselte der Drehort nach Los Angeles, womit auch neue Schauplätze für die Handlung genutzt wurden. Außerdem kam es zu einem Wechsel in der Stammbesetzung, als sich John Rhys-Davies darüber beklagte, dass seine Figur des Prof. Arturo zu sehr im Hintergrund stand. Daher ließ man ihn in der Doppelfolge „Exodus“ den Heldentod sterben. Seinen Platz übernahm Kari Wuhrer mit der Rolle der Maggie Beckett.

Ausstrahlung in den USA[Bearbeiten]

Sliders wurde vom amerikanischen Sender FOX ab dem 22. März 1995 im „Doppelpack“ mit der Kultserie Beverly Hills 90210 am Freitagabend ausgestrahlt. Dabei wurden die Folgen jedoch nicht in der ursprünglich geplanten Reihenfolge gezeigt. Mitten in der ersten Staffel wurde die Serie wegen der angeblich zu schlechten Einschaltquoten gestoppt, bis eine genauere Bewertung ergab, dass sie im Vergleich zu ähnlichen Sendungen doch recht gut waren. Danach setzte FOX die erste Staffel fort und gab eine zweite in Auftrag. Allmählich gewann Sliders einen immer größeren Anhängerkreis und entwickelte sich in den USA zu einer neuen Kultserie.

Nach der dritten Staffel wurde Sliders von FOX aus dem Programm genommen. Daraufhin kaufte der amerikanische Sender Syfy die Rechte an der Serie und produzierte eine vierte Staffel, die im Juni 1998 in den USA ausgestrahlt wurde. Sabrina Lloyd als Wade Wells hatte sich inzwischen aus der Serie verabschiedet, dafür wurde das Sliders-Team um Charlie O’Connell ergänzt, den Bruder des Hauptdarstellers Jerry O’Connell, der auch in der Serie als Quinns Bruder Colin Mallory auftrat. Im Juni 1999 startete die fünfte Staffel auf Syfy. Nun wurden die O’Connell-Brüder durch die Neueinsteiger Robert Floyd und Tembi Locke ersetzt, so dass nur noch Cleavant Derricks alias Rembrandt von der Originalbesetzung übrig geblieben war.

Ausstrahlung in Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland wurde Sliders – Das Tor in eine fremde Dimension erstmals ab dem 2. November 1997 von RTL ausgestrahlt. Da der Sendeplatz am Nachmittag häufig durch Formel 1-Übertragungen belegt war, verschleppte sich die Ausstrahlung bis zum 24. Januar 1999, als mit Folge 48 die dritte Staffel abgeschlossen wurde. Aus Jugendschutzgründen wurden vier Folgen dieser Staffel erst gegen Mitternacht gezeigt. Ab dem 24. Oktober 1999 wurde auf RTL die vierte Staffel ausgestrahlt. Ab dem 3. März 2001 wurde Sliders nicht mehr von RTL, sondern von RTL 2 ausgestrahlt. RTL II stellte die Serie am 2. März 2002 nach drei Staffeln wieder ein. Ab dem 17. Januar 2004 und nach vier Jahren Wartezeit fand die fünfte Staffel bei RTL den Weg auf den Fernsehschirm.

Im Bezahlfernsehen lief die Serie bis zum 7. November 2006 auf dem Syfy-Kanal von Premiere. Eine weitere Ausstrahlung folgte mit der kompletten fünften Staffel ab dem 3. Dezember 2006 (samstags und sonntags).

2007 kehrte Sliders wieder zurück ins deutsche Free-TV. Kabel eins strahlte alle fünf Staffeln zum ersten Mal am Stück aus, da sowohl RTL als auch RTL II die Staffeln bislang nur stückweise und nie komplett in einem Durchlauf gesendet hatten. Die Episoden waren jeweils samstags gegen 13:25 Uhr zu sehen, mit Ausnahme der vier Episoden aus der dritten Staffel, die Anfang Januar nachts gesendet wurden. Der Sender hat im Gegensatz zu RTL die Episode „Blutige Erde“ aus der 5. Staffel am Samstagnachmittag gesendet. RTL zeigte diese im Jahr 2004 im Nachtprogramm. Tele 5 überträgt die Serie 2014.

Staffeln[Bearbeiten]

Staffel 1 (1995)[Bearbeiten]

In der ersten Staffel beginnt die Reise der vier Sliders. Dabei bereisen sie in 9 Episoden viele parallele Erden.

Die Episoden der ersten Staffel wurden in einer anderen Reihenfolge ausgestrahlt als geplant. Diese Reihenfolge hat Fox gewählt, um mehr Zuschauer anzulocken.[2] Dies macht sich bemerkbar, wenn man den Beginn von Episode 5 „Der korrupte Sheriff – Prince of Wails“ betrachtet, welcher eigentlich die Lösung der Gefahr aus „Reise durch das Zeitloch – Summer of Love“ (Episode 6) liefert.

Die ursprünglich geplante Reihenfolge der Episoden der 1. Staffel findet sich hier:[3][4]

Staffel 2 (1996)[Bearbeiten]

Gegen Ende der zweiten Staffel treffen die Sliders erstmals auf die Kromaggs, welche zu den Hauptgegnern der vierten und fünften Staffel werden. Wie schon in Staffel 1 hat Fox die Reihenfolge der Ausstrahlung abgeändert.[5]

Staffel 2 hat insgesamt 13 Folgen.

Staffel 3 (1996–1997)[Bearbeiten]

Ab dem Zweiteiler „Exodus“ kommt Kari Wuhrer (als Maggie Beckett) neu ins Team der Sliders und John Rhys-Davies (als Prof. Arturo) verlässt die Serie. Da man die Episode „Verbotene Zonen“ vor „Exodus“ drehte, aber erst später zeigte, wurde sie als Rückblende in Form von Wades Erinnerungen gezeigt. Die 4 Episoden „Tödliches Spiel“, „Die Traumkiller“, „Endzeit“ und „Monsterbrut“ wurden von RTL aus FSK-Gründen erst nach 22 Uhr gezeigt.

Staffel 4 (1998–1999)[Bearbeiten]

Mit Staffel 4 wechselte die Serie von FOX zum SciFi-Channel. Sabrina Lloyd alias Wade Wells verließ die Serie, dafür kam Charlie O’Connell (Bruder von Jerry O’Connell) als Colin Mallory (Bruder von Quinn Mallory) neu ins Sliders-Team. Die 4. Staffel lief vor der Ausstrahlung in den USA bereits in Großbritannien, Australien und Kanada.

Staffel 5 (1999–2000)[Bearbeiten]

In der 5. Staffel gab es erneute Änderungen im Hauptcast. Robert Floyd ersetzte Jerry O’Connell in seiner Rolle als Quinn Mallory; Tembi Locke kam im Austausch mit Charlie O’Connell und spielte Dr. Diana Davis. In Deutschland wurde die Episode „Blutige Erde“ aus FSK-Gründen von RTL erst in der Nacht gezeigt.

DVD-Erscheinungen[Bearbeiten]

Alle fünf Staffeln der Serie sind inzwischen auf DVD veröffentlicht worden. Erschienen sind die Boxen für die Regionen 1, 2 und 4. Bei der RC2-Fassung wurde in Frankreich eine Extra-Box mit einer zusätzlichen französischen Tonspur veröffentlicht. Außerdem sind bei eBay schon Region-0-Boxen aufgetaucht, die über chinesische Untertitel verfügen.[6] In Deutschland hat die Firma Koch Media GmbH die Serie mit deutschem Ton herausgegeben. Die Box mit den ersten beiden Staffeln ist seit dem 22. Februar 2008 erhältlich.[7] Die Box mit der dritten Staffel gibt es seit dem 20. Juni 2008.[8] Die vierte Staffel ist am 5. Dezember 2008[9] und die letzte Season am 13. März 2009[10] auf DVD erschienen. Erstmals hat Deutschland damit eine Staffel vor allen anderen Ländern veröffentlicht. Im Jahr 2008 haben auch Ungarn[11] und Spanien[12] entsprechende Versionen auf den Markt gebracht. Eine Auflistung aller Releasetermine gibt es hier.

Comics[Bearbeiten]

Der US-Verlag Acclaim Comics veröffentlichte auf der Fernsehserie basierende Comics. Die Charaktere im Comic entsprechen genau denen der Fernsehserie. Die Stories sind sehr nahe angelehnt an der Fernsehserie, sie haben jedoch eigenen Inhalt. Es existieren vier Miniserien:


Sliders: Nr. 1 - 2 (Juni 1996 - Juli 1996) - unter dem Label Armada

Sliders: Ultimatum: Nr. 1 - 2 (August 1996 - September 1996) - ab hier unter dem eigenen Label Acclaim Comics

Sliders: Darkest Hours: Nr. 1 - 3 (Oktober 1996 - Dezember 1996)

Sliders Special: Nr. 1 - 3 (November 1996 - März 1997)


Die Story für Sliders Special Nr. 1 mit dem Titel "Narcotica" hat Jerry O'Connell selbst geschrieben.

Kritik[Bearbeiten]

Mit der Idee paralleler und alternativer Welten greift die Serie Sliders ein Thema auf, das in der Science-Fiction-Literatur recht häufig anzutreffen ist, jedoch in Film und Fernsehen bisher nur selten umgesetzt wurde. Einige Episoden der Serien Star Trek, Stargate SG-1, Superman oder Seven Days etc. befassten sich aber mit dem Thema paralleler Dimensionen. Die wissenschaftliche Grundlage, die in der Serie nicht zu sehr vertieft wird, ist die „Theorie der Vielen Welten“ aus der Quantenphysik, nach der sich das Universum bei jeder offenen Möglichkeit derart aufspaltet, dass alle Möglichkeiten in den verschiedenen Universen realisiert sind. Daraus ergibt sich, dass neben unserer bekannten Welt noch unendlich viele andere existieren, die eine unterschiedliche Entwicklung genommen haben. Die moderne Wissenschaft ist von dieser Interpretation zugunsten der Kopenhagener Deutung abgerückt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kommentar zu Ken Steadman’s Unfall
  2. Accessed: Jan 2, 2010. Dimensionofcontinuity.com. Abgerufen am 25. Mai 2011.
  3. Sliders Staffel 1 Episodenguide. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  4. Steve Koukoulas – RED5 Web Design: Sliders – Season 1 And 2 – DVD Review. Dvd.net.au. Abgerufen am 8. November 2010.
  5. Sliders Staffel 2 Episodenguide. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  6. Chinesische Sliders-DVD-Box
  7. Koch Media veröffentlicht Sliders
  8. DVD-Termine
  9. Koch Media Produktankündigung
  10. Koch Media Staffel 5 Produktseite
  11. Budapestfilm Produktseite
  12. Sliders: Salto al Infinito – Primera Temporada