Slowakische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der slowakischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Zum Team der Frauen siehe Slowakische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Slowakei
Slovakia
Coat of arms of Slovakia.svg
Spitzname(n) Repre[1]
Verband Slowakischer Fußballverband
(Slovenský futbalový zväz)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Ján Kozák
Kapitän Martin Škrtel
Rekordtorschütze Róbert Vittek (23)
Rekordspieler Miroslav Karhan (107)
Heimstadion Tehelné pole
(Bratislava)
FIFA-Code SVK
FIFA-Rang 40. (616 Punkte)
(Stand: 18. September 2014)[2]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Slowakei 1939Slowakei Slowakei 2:0 Deutsches Reich Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit)
(Bratislava, Slowakei; 27. August 1939)
Höchste Siege
SlowakeiSlowakei Slowakei 7:0 Liechtenstein LiechtensteinLiechtenstein
(Bratislava, Slowakei; 8. September 2004)
SlowakeiSlowakei Slowakei 7:0 San Marino San MarinoSan Marino
(Bratislava, Slowakei; 6. Juni 2009)
Höchste Niederlage
ArgentinienArgentinien Argentinien 6:0 Slowakei SlowakeiSlowakei
(Mendoza, Argentinien; 22. Juni 1995)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2010)
Beste Ergebnisse Achtelfinale 2010
(Stand: 11. Juni 2013)

Die slowakische Fußballnationalmannschaft der Herren repräsentiert die Slowakei im Allgemeinen sowie den slowakischen Fußballverband im Speziellen im Nationalmannschaftsfußball. Aktuell wird die Mannschaft von Ján Kozák trainiert.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste slowakische Fußballnationalmannschaft gab es zwischen 1939 und 1944. Sie war die Nationalmannschaft der nach dem Münchner Abkommen entstandenen Ersten Slowakischen Republik und bestritt als eigenständige Nationalmannschaft 16 Spiele gegen Deutschland und die mit Deutschland verbündeten Staaten Bulgarien, Kroatien und Rumänien.

Slowakische Spieler spielten zuvor seit 1920 in der Tschechoslowakischen Fußballnationalmannschaft. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Tschechoslowakei wiederherstellt wurde, bildeten sie mit den Tschechen wieder ein gemeinsames Team.

Nachdem sich beide Staaten per 1. Januar 1993 trennten und die Slowakei als selbständiger Staat entstand, trat sie wieder mit einer eigenständigen Mannschaft bei Turnieren der FIFA und der UEFA an. Die bereits begonnene Qualifikationsrunde zur WM'94 wurde im Jahre 1993 als gemeinsame Auswahl der schon getrennten Staaten erfolglos beendet.

Die Slowakei konnte sich seither bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 erstmals für eine Endrunde qualifizieren. Dort besiegte die Slowakei in der Vorrunde den amtierenden Weltmeister Italien mit 3:2 und erreichte das Achtelfinale, in dem sie dem späteren Vizeweltmeister Niederlande unterlag.

Teilnahme der Slowakei an Fußballweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Die Slowakei war während der bis 1990 ausgetragenen WM-Turniere Teil der Tschechoslowakei und stellte eine Vielzahl von Spielern für die Nationalmannschaft bei diesen Turnieren, die zweimal (1934 und 1962) den zweiten Platz belegte. Nach der Trennung von Tschechien konnte sich die Mannschaft erst einmal bei vier Anläufen für eine WM qualifizieren. Dabei traf die Slowakei in der Qualifikation für die WM 1998 und 2010 auf Tschechien.


Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[4] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Jugoslawien gescheitert.
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und der Türkei gescheitert.
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Relegationsspielen der Gruppenzweiten an Spanien gescheitert, nachdem in der Gruppenphase hinter Portugal der 2. Platz belegt wurde.
2010 Südafrika Achtelfinale Niederlande 16. Vladimir Weiss 3:2-Vorrundensieg gegen Exweltmeister Italien
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation traf die Slowakei auf Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Lettland, Liechtenstein und Litauen. Durch eine 1:2-Heimniederlage gegen Bosnien-Herzegowina am 10. September 2013 verpasste die Slowakei die erneute WM-Qualifikation.

Teilnahme der Slowakei an Fußballeuropameisterschaften[Bearbeiten]

Die Slowakei nahm als Teil der Tschechoslowakei an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. 1976 gewann die tschechoslowakische Mannschaft den Titel als im ersten Elfmeterschießen der EM-Geschichte Titelverteidiger Deutschland bezwungen wurde. In der Europameistermannschaft standen die slowakischen Spieler Ján Pivarník, Anton Ondruš, Jozef Čapkovič, Koloman Gögh, Karol Dobiaš, Jozef Móder, Marián Masný, Ján Švehlík und Ladislav Jurkemik. Nach der Aufspaltung der Tschechoslowakei in zwei selbständige Staaten nahm die Slowakei erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich seitdem aber nicht qualifizieren. Dabei wurde dreimal der dritte Platz der Qualifikationsgruppe erreicht, bei den beiden letzten Versuchen aber nur noch der vierte Platz.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Frankreich gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und der Türkei gescheitert, die sich auch nicht qualifizieren konnte.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Tschechien und Deutschland gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Russland und Irland gescheitert.
2016 In der Qualifikation trifft die Slowakei auf Spanien, die Ukraine, Weißrussland, Mazedonien und Luxemburg

Aufgebot der slowakischen Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Spieler die für das letzte WM-Qualifikationsspiel am 7. Juni 2013 gegen Liechtenstein berufen wurden:

Nr. Pos. Spieler Einsätze Tore Verein
TW Dušan Kuciak 7 0 PolenPolen Legia Warschau
TW Dušan Perniš 10 0 PolenPolen Pogoń Stettin
TW Matúš Putnocký 0 0 SlowakeiSlowakei Slovan Bratislava
AB Marek Čech 52 5 TurkeiTürkei Trabzonspor
AB Marián Čišovský 13 0 TschechienTschechien Viktoria Pilsen
AB Ján Ďurica 57 3 RusslandRussland Lokomotiv Moskau
AB Ľubomír Guldan 5 1 BulgarienBulgarien Ludogorez Rasgrad
AB Tomáš Hubočan 24 0 RusslandRussland Zenit Sankt Petersburg
AB Lukáš Pauschek 4 0 SlowakeiSlowakei Slovan Bratislava
MF Tomáš Ďubek 1 0 SlowakeiSlowakei MFK Ružomberok
MF Marek Hamšík 64 10 ItalienItalien SSC Neapel
MF Róbert Mak 4 0 DeutschlandDeutschland 1. FC Nürnberg
MF Viktor Pečovský 7 0 SlowakeiSlowakei MŠK Žilina
MF Marek Sapara 38 5 TurkeiTürkei Trabzonspor
MF Miroslav Stoch 37 4 TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul
MF Dušan Švento 26 1 OsterreichÖsterreich Red Bull Salzburg
ST Marek Bakoš 11 0 TschechienTschechien Viktoria Pilsen
ST Filip Hološko 62 7 TurkeiTürkei Beşiktaş Istanbul
ST Michal Ďuriš 8 0 TschechienTschechien Viktoria Pilsen
ST David Depetris 0 0 TurkeiTürkei Çaykur Rizespor

Erweiterter Kader[Bearbeiten]

Spieler die in den letzten 12 Monaten berufen wurden:

Nr. Pos. Spieler Einsätze Tore Verein
AB Peter Pekarík 44 1 DeutschlandDeutschland Hertha BSC
AB Kornel Saláta 24 0 RusslandRussland FK Rostow
AB Martin Škrtel (C)Kapitän der Mannschaft 61 5 EnglandEngland FC Liverpool
AB Radoslav Zabavník 57 1 DeutschlandDeutschland 1. FSV Mainz 05
MF Michal Breznaník 8 0 RusslandRussland Amkar Perm
MF Karim Guédé 8 0 DeutschlandDeutschland SC Freiburg
MF Róbert Jež 9 3 PolenPolen Zagłębie Lubin
MF Juraj Kucka 29 1 ItalienItalien CFC Genua
MF Vladimír Weiss 27 2 ItalienItalien Delfino Pescara 1936
ST Martin Jakubko 30 7 RusslandRussland Amkar Perm
ST Jakub Sylvestr 2 0 DeutschlandDeutschland FC Erzgebirge Aue
ST Róbert Vittek 80 23 TurkeiTürkei Istanbul Büyükşehir Belediyespor

Rekordspieler[Bearbeiten]

Miroslav Karhan ist seit dem 21. August 2002 Rekordnationalspieler, als er mit seinem 51. Länderspiel Róbert Tomaschek ablöste, der am 24. März 2001 mit seinem 45. Länderspiel Dušan Tittel abgelöst hatte, der am 11. März 1997 seinerseits Vladimír Kinder abgelöst hatte. Kinder hatte am 16. August 1995 den Vorkriegsrekord von Tomáš Porubský und Teodor Reimann überboten, die zwischen 1939 und 1943 vierzehn Spiele für die Slowakei machten.

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele
01. Miroslav Karhan 107 14 Mittelfeld 1995-2011 0
02. Róbert Vittek 80 23 Angriff 2001- 4
03. Marek Hamšík 67 11 Mittelfeld 2007- 4
04. Martin Škrtel 64 5 Abwehr 2004- 4
05. Filip Hološko 62 7 Angriff 2005- 2
0 Ján Ďurica 62 3 Abwehr 2004- 4
06. Radoslav Zabavník 58 1 Abwehr/Mittelfeld 2003-2012 3
07. Szilárd Németh 57 22 Angriff 1997-2006 0
09. Stanislav Varga 54 2 Abwehr 1997-2006 0
10. Marek Čech 52 5 Abwehr 2004- 1

Stand: 15. Oktober 2013

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Róbert Vittek ist seit dem 28. Juni 2010 Rekordtorschütze, als er beim 1:2 im WM-Achtelfinale gegen die Niederlande mit seinem 23. Tor den Rekord von Szilárd Németh überbot.

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM-Tore
01. Róbert Vittek 23 80 0,29 2001- 4
02. Szilárd Németh 22 57 0,39 1997-2006
03. Miroslav Karhan 14 107 0,13 1995-2011
Marek Mintál 14 45 0,31 2002-2009
05. Peter Dubovský 12[5] 33[6] 0,36 1994-2000
Stanislav Šesták 12 50 0,24 2004- 0
07. Marek Hamšík 11 67 0,16 2007- 0

Ehemalige Trainer[Bearbeiten]

Länderspiele gegen deutschsprachige Nationalmannschaften[Bearbeiten]

Länderspiele gegen deutsche Fußballnationalmannschaften
  1. Slowakei – Deutschland 2:0 (27. August 1939 in Bratislava)
  2. Deutschland – Slowakei 3:1 (3. Dezember 1939 in Chemnitz)
  3. Slowakei – Deutschland 0:1 (15. September 1940 in Bratislava)
  4. Deutschland – Slowakei 4:0 (7. Dezember 1941 in Breslau)
  5. Slowakei – Deutschland 2:5 (22. November 1942 in Bratislava)
  6. Deutschland – Slowakei 2:0 (29. Juni 2001 in Bremen)
  7. Slowakei – Deutschland 2:0 (3. September 2005 in Bratislava)
  8. Slowakei – Deutschland 1:4 (11. Oktober 2006 in Bratislava)
  9. Deutschland – Slowakei 2:1 (6. Juni 2007 in Hamburg)
Länderspiele gegen die Schweiz
  1. 6. August 1997 in Bratislava 1:0
  2. 24. Mai 2008 in Lugano 0:2
Länderspiele gegen Österreich
  1. 27. März 2002 in Graz 0:2
  2. 31. März 2004 in Bratislava 1:1
  3. 10. August 2011 in Klagenfurt 2:1
Länderspiele gegen Liechtenstein
  1. 10. Oktober 1998 in Vaduz 4:0 (EM-Qualifikation)
  2. 8. September 1999 in Dubnica nad Váhom 2:0 (EM-Qualifikation)
  3. 2. April 2003 in Trnava 4:0 (EM-Qualifikation)
  4. 11. Oktober 2003 in Vaduz 2:0 (EM-Qualifikation)
  5. 8. September 2004 in Bratislava 7:0 (WM-Qualifikation)
  6. 17. August 2005 in Vaduz 0:0 (WM-Qualifikation)

Erfolge[Bearbeiten]

Die FIFA berücksichtigt auch die früheren tschechoslowakischen Erfolge, zwei Vizeweltmeisterschaften (1934 und 1962), den Europameistertitel 1976 sowie den Olympiasieg 1980 für die Slowakei[7].

Bei der WM 1934 waren Štefan Čambal und Ferdinand Daučík dabei, Daučík spielte bei der WM 1938 bei allen Spielen der Tschechoslowakei. In den 1970er Jahren gaben in der tschechoslowakischen Mannschaft die Slowaken den Ton an. Bei der WM 1970 gab es 17 Slowaken in der 22-er Auswahl. Beim Sieg gegen Deutschland bei der EM 1976 in Belgrad standen neben vier Tschechen neun Slowaken auf dem Spielplatz: Jozef Čapkovič, Karol Dobiaš, Koloman Gögh, Ladislav Jurkemik, Anton Ondruš , Ján Pivarník, Jozef Móder, Ján Švehlík und Marián Masný.

Weitere Erfolge:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. laut Guardian vom 5. Juni 2010.
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, August 2014. Abgerufen am 18. September 2014
  3. Neuer Nationaltrainer in der Slowakei, FUSSBALL-WM-total, 2. Juli 2013
  4. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF; 200 kB)
  5. Zudem 6 Tore für die Mannschaft der Tschechoslowakei
  6. Zudem 14 Spiele für die Mannschaft der Tschechoslowakei
  7. Die FIFA berücksichtigt bei der Slowakischen Nationalmannschaft auch die Erfolge der früheren tschechoslowakischen Fußballnationalmannschaft

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Slowakische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien