Slušovice

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Slušovice
Wappen von Slušovice
Slušovice (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Zlínský kraj
Bezirk: Zlín
Fläche: 714 ha
Geographische Lage: 49° 15′ N, 17° 48′ O49.24944444444417.800833333333275Koordinaten: 49° 14′ 58″ N, 17° 48′ 3″ O
Höhe: 275 m n.m.
Einwohner: 2.917 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 763 15
Verkehr
Straße: Holešov - Liptál
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: František Pavelka (Stand: 2007)
Adresse: nám. Svobody 25
763 15 Slušovice
Gemeindenummer: 585777
Website: www.slusovice.cz
Pfarrkirche Johannes des Täufers

Slušovice (deutsch Sluschowitz) ist eine Stadt in Tschechien. Sie befindet sich zehn Kilometer nordöstlich von Zlín an der Dřevnice und gehört zum Okres Zlín.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich im Übergang der Hosteiner Berge zum Wisowitzer Bergland beiderseits der Dřevnice zwischen den Einmündungen der Trnavka und Všeminka. Nördlich der Stadt liegt die Trinkwassertalsperre Slušovice, in der die Dřevnice gestaut wird. Durch Slušovice führt die Staatsstraße 491 von Fryšták zur Staatsstraße 49.

Nachbarorte sind Březová und Nové Dvory im Norden, Neubuz im Nordosten, Chrastěšov im Osten, Raková und Vizovice im Südosten, Zádveřice im Süden, Veselá im Südwesten, Hvozdná im Westen sowie Ostrata im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Sluschowicz stammt aus dem Jahre 1261. Der Ort war Sitz des Landadelsgeschlechtes ze Slušovic. 1373 kaufte Jeschek von Sternberg die Herrschaft Slušovice mit den Dörfern Dešná, Neubuz und Všemina von den Gebrüdern von Šarov und vereinte sie mit der Herrschaft Lukov. 1407 wurde Slussowicz erstmals als Markt bezeichnet. 1424 fand bei Slušovice die Schlacht zwischen den Truppen des Olmützer Bischofs Johannes XII. von Bucca und hussitischen Aufständischen unter Boček III. von Podiebrad statt.

1562 wurde das Rathaus eingerichtet, wofür die Grundherren Nekesch von Landek ein Haus zur Verfügung stellten. 1644 wurde wegen Beteiligung am walachischen Aufstand auch ein Sluschowitzer hingerichtet. In den Schlesischen Kriegen wurde Schluschowitz 1742 von den Preußen niedergebrannt. 1771 lebten in dem Markt 521 Menschen. Kaiser Ferdinand I. verlieh Sluschowitz 1842 das Privileg zur Abhaltung von vier Jahrmärkten.

Die Dörfer Březová, Dešná, Neubuz, Veselá, Všemina und Hrobice wurden 1976 eingemeindet. In den 1970er Jahren entstand aus der landwirtschaftlichen Genossenschaft das Agrokombinát Slušovice. Daneben wurden Industriebetriebe angesiedelt. Bis zur samtenen Revolution erfolgte die Errichtung von Sportanlagen und sozialistischen Wohnsiedlungen.

Slušovice führt seit 1993 ein Wappen und Banner. Am 30. Mai 1996 erfolgte die Stadterhebung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Johannes des Täufers, das am Markt befindliche Bauwerk wurde zwischen 1812 und 1815 errichtet. 1938 wurde die Kirche bei einem Brand schwer geschädigt.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)