Smedley D. Butler

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Smedley Butler
El Coyotepe 2

Smedley Darlington Butler (* 30. Juli 1881 in West Chester, Pennsylvania; † 21. Juni 1940 in Philadelphia) war Generalmajor beim United States Marine Corps. Er wurde zweimal mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Er wurde auch The Fighting Quaker und Old Gimlet Eye genannt.[1]

Leben[Bearbeiten]

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Butler war der älteste von drei Söhnen einer Quäkerfamilie; sein Vater Thomas S. Butler war von 1897 bis 1928 Abgeordneter im Kongress der Vereinigten Staaten. Er verließ im Alter von knapp 17 Jahren die Schule, um sich dem United States Marine Corps anzuschließen. Seinen ersten echten Kampfeinsatz hatte er im Boxeraufstand in China, in dessen Verlauf er zwei Mal verwundet wurde, darunter bei der Bergung eines Verwundeten unter feindlichem Feuer. Er wurde noch im Lazarett in den Brevet-Rang eines Hauptmanns befördert. Seine nächsten Einsätze hatte er in Honduras und der US-Militärintervention in Nicaragua 1909–1925, wo er am 3./4. Oktober 1912 an der Schlacht von Coyotepe bei Masaya im Kampf gegen Benjamín Zeledón teilnahm.

Butlerveracruz

1914 wurde der inzwischen zum Major beförderte Butler bei der amerikanischen Okkupation des mexikanischen Hafens Veracruz eingesetzt, wofür er seine erste Medal of Honor erhielt. Im darauf folgenden Jahr erhielt er die zweite Medal of Honor für seinen Einsatz während der US-Militärinvention in Haiti 1915–1934, wo er als haitianischer Generalmajor die Gendarmerie d´Haiti kommandierte. Noch während des Ersten Weltkrieges wurde er in den Rang eines Brigadegenerals befördert.

Nach Ende des Krieges wurde er Kommandant eines Militärstützpunktes in Virginia. Von 1924 bis 1925 war er auf Wunsch des US-amerikanischen Präsidenten Calvin Coolidge als Zivilist oberster Polizeichef von Philadelphia. Nach seiner Rückkehr in den Militärdienst wurde er erneut in China eingesetzt und 1929 zum Generalmajor ernannt. Im darauf folgenden Jahr hätte ihm aufgrund der Rangfolge eigentlich die Beförderung zum Commandant of the Marine Corps zugestanden, ihm wurde aber General Ben H. Fuller vorgezogen. Daraufhin quittierte Butler den Dienst.

1933 publizierte Butler in Zusammenarbeit mit dem auch in Deutschland sehr bekannten Journalisten Lowell Thomas seine Memoiren unter dem Titel Old Gimlet Ey. The Adventures of Smedley D. Butler as told to Lowell Thomas. Als Zivilist begann Butler mit dem Schreiben, sein erstes Buch War Is a Racket wurde 1935 veröffentlicht. Er lehnte einen Angriffskrieg darin kategorisch ab. 1932 bewarb er sich, unterstützt von Pennsylvanias Gouverneur Gifford Pinchot, um die Nominierung der Republikanischen Partei als US-Senator, unterlag aber dem Amtsinhaber James J. Davis.

Butler verstarb 1940. General Douglas MacArthur bezeichnete Butler als „einen der wirklich großen Generäle der amerikanischen Geschichte“ und benannte die Militärbasis in Okinawa nach ihm. Außerdem wurde 1941 nach ihm der Zerstörer USS Butler (DD-636) benannt, der 1948 außer Dienst gestellt wurde.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Smedley D. Butler, Arthur J. Burks: Walter Garvin in Mexico. Dorrance, Philadelphia 1927.
  • Smedley D. Butler: Old gimlet eye. The Adventures of Smedley D. Butler as told to Lowell Thomas, New York 1933, Reprint Quantico, VA (Marine Corps Association) 1981.
  • Smedley D. Butler: War is a racket. Round Table Press, New York 1935.

Film[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Schmidt: Maverick Marine. General Smedley D. Butler and the Contradictions of American Military History, Lexington, KY (University of Kentucky Press) 1987, ISBN 978-0-8131-0957-2, Paperbackausgabe 1998.
  • Anne Cipriano Venzon (Hg.): Smedley D. Butler. The letters of a leatherneck, 1898-1931, New York, NY u.a. (Praeger) 1992. ISBN 0-275-94141-8
  • Mark Strecker: Smedley D. Butler, USMC. A biography, Jefferson, N.C. (McFarland & Co) 2011. ISBN 978-0-7864-4807-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Smedley D. Butler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Smedley D. Butler – Zitate (Englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. salem-news.com