Snarfing

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Snarfing ist Informationsdiebstahl oder Datenmanipulation in kabellosen lokalen Netzwerken wie zum Beispiel in WLANs oder WPANs.

Etymologie[Bearbeiten]

Der englischsprachige Begriff snarf ist vermutlich ein Kunstwort aus snort (aufschnupfen) und scarf (verschlingen) und wird in der Umgangssprache mehr oder weniger synonym dafür verwendet.

In der US-amerikanischen Fernsehserie Trollz gibt es eine Zeichentrickfigur mit dem Namen Snarf. Der Snarf ist meist ein niedliches, kleines Tierchen mit einer sehr empfindlichen Spürnase, kann sich aber in ein unheilbar hungriges Ungeheuer verwandeln, das zur Nahrungssuche mühelos selbst große Hindernisse aus dem Weg räumen kann. Daher wird snarfing umgangssprachlich im Englischen inzwischen auch für stibitzen oder stehlen verwendet.

Arbeitsweise[Bearbeiten]

Im auf die Informationstechnik übertragenen Sinne ist mit Snarfing gemeint, dass in drahtlosen Netzen zunächst drahtlose Geräte aufgespürt werden und dann versucht wird, diese anzugreifen, indem in der Regel Sicherheitslücken ausgenutzt werden. Der Snarfer kann zum Beispiel als Janus-Angreifer einen anderen Netzwerkknoten vorgaukeln und Information und Daten ausspionieren. Eine besonders hohe Gefahr, Opfer eines Snarfers zu werden, besteht in sogenannten Hot Spots, bei denen im öffentlichen Raum drahtloser Zugang zu Netzwerken gewährt wird.

Snarfing tauchte zuerst bei Bluetooth-Geräten auf, wo in diesem Zusammenhang von Bluesnarfing gesprochen wird.

Abwehrmaßnahmen[Bearbeiten]

Snarfing kann mit entsprechenden Maßnahmen an Soft- und Hardware zur Erhöhung der Informationssicherheit, wie zum Beispiel die Benutzung von Kennwörtern und Verschlüsselung, sowie die qualifizierte Vergabe von Zugriffsrechten, drastisch erschwert werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]