Sneak Preview

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Eine Sneak Preview (von englisch to sneak [sniːk] „schleichen“, preview [ˈpɹiːvjuː] „Vorschau“) oder kurz Sneak, zu deutsch Überraschungspremiere, ist eine Art Vorpremiere, bei der ein Film im Kino vor dem nationalen Filmstart gezeigt wird, ohne dass die Besucher beim Kartenkauf jedoch wissen, welcher es sein wird. Die in einer Sneak Preview gezeigten Filme laufen erst einige Wochen später offiziell an. Oft werden Werke abseits des Hollywood-Mainstreams gezeigt. Dies ist ein weiterer Umstand, der eine Sneak Preview für Cineasten interessant werden lässt.

Ablauf[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu üblichen Kinovorstellungen wird der Film manchmal anmoderiert, teilweise auch in Verbindung mit Gewinnspielen. Dabei werden beispielsweise Kinokarten, Konzertkarten, Sponsoringartikel oder Film-Promotionartikel verlost.

Ferner gibt es in einigen Kinos Fragebögen zu den Filmen oder andere Formen zu Bewertung des gesehenen Filmes. An diesen Informationen sind Filmverleiher besonders interessiert, da sie einen Eindruck davon vermitteln können, wie die zukünftig anlaufenden Filme beim Publikum ankommen. Gelegentlich – je nach Engagement der Vorführer – wird ein spezieller cineastischer Gag vor die Sneak geschaltet um die Spannung zu erhöhen bzw. Spekulationen um den gezeigten Film Vortrieb zu leisten.

Es gibt viele cineastische Gruppen, die sich wöchentlich die Sneak Previews ansehen, da sie durch diese einen breiten Überblick über alle Filmgenres erhalten können.

Entwicklung und Probleme[Bearbeiten]

Sneak Previews mit Originalsprachenversionen gibt es in Deutschland mindestens seit 1991 (Grindel Ufa-Palast, Hamburg), deutschsprachige Sneaks seit mindestens 1995.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es, verbunden mit der Zunahme von illegalen Filmkopien, immer weniger Kinos, die Sneak Previews zeigen. Dies ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass große Filmstudios ihre Filme nicht mehr vor dem offiziellen Kinostart freigeben. Dadurch nehmen die unbekannteren Filme einen größeren Raum bei den Sneak Previews ein, was teilweise zu sinkendem Besucherinteresse führt. Zu Glanzzeiten gab es in Deutschland rund 80 Kinos, die regelmäßig Sneak Previews zeigten, heute sind es etwa 60.

Early Sneak[Bearbeiten]

Manche Kinos bieten zusätzlich zu der normalen Überraschungspremiere noch sogenannte „Early Sneaks“ an, in welchen ein Film meist in der Originalversion weit vor Bundesstart gezeigt wird. Diese Premieren finden meist nur monatlich statt. Oft werden zudem Filme gezeigt, die gar nicht in Deutschland anlaufen werden.

Pay After[Bearbeiten]

Im Freiburger Kino Friedrichsbau wird ein besonderes Bezahlverfahren namens „Pay After“ durchgeführt. Die Sneak Preview wird dabei kostenlos gezeigt, und die Besucher werden gebeten, nach der Vorstellung den Film zu bewerten und je nach Gefallen zu bezahlen.[1]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Pay after. Abgerufen am 31. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch: Screening (Film)