Sniper – Der Scharfschütze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Sniper – Der Scharfschütze
Originaltitel Sniper
Produktionsland USA, Peru
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 84 Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (Indiziert)
Stab
Regie Luis Llosa
Drehbuch Michael Frost Beckner,
Crash Leyland
Produktion Walon Green,
Mark Johnson,
Robert L. Rosen,
Patrick Wachsberger
Musik Gary Chang
Kamera Bill Butler
Schnitt M. Scott Smith
Besetzung

Sniper – Der Scharfschütze (Originaltitel: Sniper) ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1993. Die Regie führte Luis Llosa, das Drehbuch schrieben Michael Frost Beckner und Crash Leyland. Die Hauptrollen spielten Tom Berenger und Billy Zane.

Handlung[Bearbeiten]

Dem Marine-Scharfschützen Thomas Beckett, der bereits 74 Menschen tötete, wird der unerfahrene Richard Miller als neuer Teampartner für einen Spezialauftrag zugeteilt. Miller ersetzt dabei den kurz zuvor getöteten Partner Becketts. Die beiden sollen in Panama den General Miguel Alavarez töten, der mit Drogen handelt und zum Staatspräsidenten geputscht werden soll. Der Einsatz geht schief, Beckett und Miller werden von Alavarez' Leuten gejagt. Unter ihnen ist ein Scharfschütze, den Beckett einst ausbildete.

Im Laufe der Verfolgungsjagd geht die Munition der Marines zur Neige. Beckett wird umzingelt und festgenommen. Er lässt dabei absichtlich die letzte Patrone auf den Boden fallen. Er geht davon aus, dass der von den Gegnern unentdeckte Miller ihn beobachtet und fordert diesen mit Lippenbewegungen auf, ihn zu töten. Miller tut dies jedoch nicht, sondern folgt den Männern, um seinen Kameraden zu befreien.

Beckett wird in ein Lager geführt, in dem er gefoltert wird. Sein einstiger Schüler reicht ihm eine Pistole, deren Abzug er „zum letzten Mal im Leben“ mit dem Zeigefinger der rechten Hand berühren soll. Dann wird sein Finger zerquetscht. Miller kommt an, tötet einige von Alavarez' Leuten und befreit Beckett. Die Marines retten sich schließlich in den herbeigekommenen Hubschrauber. Auf dem Rückweg erschießt Beckett einen Gegner, wobei er den Abzug mit dem linken Finger betätigt.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf Reel Views, die Handlung sei vorhersehbar. Er lobte die Choreographie der Actionszenen.[1]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 29. Januar 1993, es sei eine Freude, den Film zu sehen, obwohl er nicht originell sei. Die Charaktere seien den Charakteren der Westernfilme ähnlich. Der aus Peru stammende Regisseur Luis Llosa habe im Film eine Kritik des US-amerikanischen Imperialismus versteckt.[2]

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde in Panama und in Australien gedreht. Er startete in den USA am 29. Januar 1993 und spielte in den dortigen Kinos ca. 19 Millionen US-Dollar ein.

Die im Film verwendeten Präzisionsgewehre sind ein M40 und ein modifiziertes H&K SR9.

Es wurden vier Fortsetzungen des Films gedreht: Sniper 2 aus dem Jahr 2002 und Sniper 3 aus dem Jahr 2004. In diesen beiden Filmen übernahm Tom Berenger die Hauptrolle. 2011 entstand mit Sniper: Reloaded ein vierter Teil der Reihe. Hier kehrte Billy Zane in seine Rolle aus dem ersten Teil zurück.

Im September 2014 war die Veröffentlichung der vierten Fortsetzung Sniper: Legacy. Die Regie übernahm Don Michael Paul und Tom Berenger übernahm wiederum eine tragende Rolle. Wie bei allen vorhergehenden Fortsetzungen handelt es sich auch hier um eine Direct-to-Video-Produktion.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Sniper Film Review by James Berardinelli (in englischer Sprache) abgerufen auf www.reelviews.net am 17. März 2014
  2. Review by Roger Ebert (in englischer Sprache) abgerufen auf rogerebert.suntimes.com am 17. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]