Soap&Skin

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Soap&Skin ist der Künstler- und Projektname der österreichischen Musikerin, Sängerin und Schauspielerin Anja Franziska Plaschg (* 5. April 1990 in Gnas, Oststeiermark).

Soap&Skin (Waves Vienna 2011)

Leben[Bearbeiten]

Anja Plaschg (Mai 2009)

Anja Plaschg wuchs im kleinen südösterreichischen Ort Poppendorf auf,[1] wo ihre Eltern eine Schweinemast betrieben. Sie spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr Klavier. Mit 14 Jahren begann sie mit Geige und wandte sich parallel der elektronischen Musik zu. In Graz besuchte sie die Höhere technische Bundeslehranstalt für Grafik und brach diese im Alter von 16 ab, um nach Wien zu ziehen. Dort begann sie ein Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Daniel Richter und brach dieses mit 18 Jahren wieder ab.[2][3]

Maßgebliche Einflüsse auf ihre Musik hatten Xiu Xiu, Cat Power, Björk, Nico, Aphex Twin, aber auch Komponisten wie Sergej Rachmaninow oder Arvo Pärt.[4]

Bereits nach einigen Konzertauftritten galt Plaschg schnell als „Wunderkind“.[5] Sie interpretierte 2008 in dem Theaterstück Nico – Sphinx aus Eis von Werner Fritsch zuerst in den Berliner Sophiensaelen, dann im Brut im Wiener Künstlerhaus die deutsche Sängerin Nico und spielte darin unter anderem das auf ihrer ersten EP erscheinende Janitor of Lunacy.[2][6] Das erste vollständige Album von Soap&Skin ist unter dem Titel Lovetune for Vacuum im März 2009 erschienen.[7] Musikkritiker und Medien sahen in ihr frühzeitig die größte Hoffnungsträgerin der österreichischen Popmusik.[8]

Ihr erstes Album Lovetune for Vacuum wurde von der Musikkritik sehr gut bewertet und schaffte es in die Top 10 der österreichischen Hitparade. Auch in Deutschland, Belgien und Frankreich konnte es sich in den Charts platzieren. Für Lovetune for Vacuum wurde sie mit dem European Border Breakers Award 2010 der Europäischen Kommission ausgezeichnet.[9] Bei den Amadeus Austrian Music Awards 2009 gewann sie in der Kategorie „Alternative/Rock“.[10] 2010 untermalte ihr Song Mr. Gaunt PT 1000 den weltweit ausgestrahlten Werbespot des neuen Ford Mondeo. Der Song wurde schon 2008 für den Abspann des Kinofilms In 3 Tagen bist du tot 2 verwendet.[11].

2011 spielte Plaschg in Stillleben, dem Debütfilm des Regisseurs Sebastian Meise, erstmals in einem Kinofilm[12] und kreierte den Sound für die Ausstellung Massanfertigung des Modedesigners Pekar Petrov in der Kunsthalle Wien.

Der Tod ihres Vaters 2009 war ein bestimmendes Element ihres Albums Narrow, das am 10. Februar 2012 veröffentlicht wurde.[13] Mit dieser Veröffentlichung erreichte sie erstmals Platz 1 der österreichischen Albumcharts und wie beim Vorgänger internationale Verkaufserfolge.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[14]
Lovetune for Vacuum
  AT 5 20.03.2009 (11 Wo.)
  DE 47 27.03.2009 (3 Wo.)
Narrow
  AT 1 24.02.2012 (9 Wo.)
  DE 53 24.02.2012 (1 Wo.)
  CH 68 26.02.2012 (1 Wo.)
Singles[14]
Spiracle
  AT 45 13.03.2009 (3 Wo.)
Mr. Gaunt PT 1000
  AT 60 27.03.2009 (1 Wo.)
Alben
EPs
  • Untitled (4-Track-EP) (2008, PIAS Records)
  • Marche funèbre (3-Track-EP) (2009, PIAS Records)
  • Sugarbread (3-Track-EP) (2013, PIAS Records)
Singles
  • Spiracle (2009; PIAS Records)
Sonstige Veröffentlichungen
  • Mr. Gaunt PT 1000, in: STRIKE75 EP (Shitkatapult, 2006)
  • Im Dorfe, in: Schubert is not dead (Pumpkin Records, 2007)
  • Brother of Sleep, in: STRIKE100 (Shitkatapult, 2009)

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benedikt Narodoslawsky: Prinzessin aus dem Reich der Melancholie. Kleine Zeitung, 6. Dezember 2009, abgerufen am 9. Januar 2011.
  2. a b Soap&Skin. MTV, abgerufen am 5. April 2012.
  3. Sonja Eismann: Wundermädchen. die tageszeitung, 30. Januar 2008, abgerufen am 5. April 2012.
  4. Stefan Koroschetz: Soap & Skin. skug, 4. Juni 2007, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  5.  Stromstöße aus purem Jetzt. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2008, S. 172 (online).
  6. Allein mit der Musik. ZUENDER, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  7. Christian Schachinger: Der Tod steht ihr gut. Der Standard, 4. März 2009, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  8. Sebastian Hofer: Hoffnung für den heimischen Pop? Anja Plaschg alias Soap & Skin will nur das nicht. profil, 5. März 2009, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  9. Europäische Auszeichnung für Musik ohne Grenzen. Europäische Kommission, 11. November 2009, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  10. Amadeus-Awards: Hauptpreise für Herbstrock und Vera. Die Presse, 10. September 2009, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  11. In 3 Tagen bist du tot 2 – Musik
  12. Website zum Film Stillleben; sowie Lotus Film: Stillleben
  13. For Father, Forever Ago. The Gap (Magazin). 31. Januar 2012. Abgerufen am 10. Februar 2012.
  14. a b Chartquellen: Österreich - Deutschland - Schweiz
  15. Stillleben Cast

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Soap&Skin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien