Social Beat

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Social Beat war eine Literaturszene der 1990er Jahre. Der Begriff wurde 1993 als Schlagwort des Berliner Literaturfestivals „Töte den Affen“ von Thomas Nöske und Jörg A. Dahlmeyer, angelehnt an die amerikanische Beat Generation, Charles Bukowski und moderne französische Autoren geschaffen. Quer durch Deutschland fanden Lesungen und Festivals statt, an denen sowohl bekannte Autoren als auch Hobbyliteraten teilnahmen. Die Bewegung ging dann in der sich parallel entwickelnden Slam-Poetry-Szene auf und flaute Ende der 1990er wieder ab.

Das erste Magazin dieser Art war das 1991 von Thomas Nöske in Göttingen gegründete HOKAHE. Weitere wichtige Zeitschriften und Fanzines sind oder waren Der Störer (Berlin), Kopfzerschmettern (Hanau), Cocksucker (Riedstadt), Ratriot (Essen), Härter (Leipzig) und SUBH (Cottbus und Braunschweig). Gegen Ende der 1990er Jahre flaute der Trend ab, so dass nur wenige Projekte überlebt haben. Als Verlage sind heute vor allem noch dabei der Ariel-Verlag, Po Em Press und Killroy Media.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hadayatullah Hübsch (Hrsg.): Social beat D. Edition Druckhaus Galrev, Berlin 1995, ISBN 3-910161-60-X (online: Wie, was social beat ist und warum und warum nicht. Einführung von Hadayatullah Hübsch; auf: www.planetlyrik.de).
  • Michael Schönauer, Joachim Schönauer (Hrsg.): Social Beat. Slam! Poetry / Band 1. Die ausserliterarische Opposition meldet sich zu Wort. Killroy Media, Asperg 1997, ISBN 3-931140-11-3 (deutsch/englisch).
  • Michael Schönauer, Boris Kerenski (Hrsg.): Was ist Social beat? Publikation zur Mailart-Aktion von Boris Kerenski. Killroy Media, Asperg 1998, ISBN 3-931140-32-6.
  • Boris Kerenski: Stimmen aus dem Untergrund. Social Beat & Slam Poetry. In: Marvin Chlada, Gerd Dembowski, Deniz Ünlü (Hrsg.): Alles Pop? Kapitalismus & Subversion. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2003, ISBN 3-932710-48-7, S. 134–155.

Weblinks[Bearbeiten]