Societas Rosicruciana in Anglia

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Die Societas Rosicruciana in Anglia (SRIA) ist eine rosenkreuzerische Gesellschaft in England, die als Nebenzweig der Freimaurerei gilt. Sie wurde im Jahre 1865 von Robert Wentworth Little gegründet und nahm nur Freimaurer ab dem 3. Grad auf.[1] Die SRIA hat mehrere Ortslogen, sogenannte Kollegien in mehreren Städten der Britischen Inseln, seit 1878 auch in Australien. Im Jahre 1880 wurde ein Amerikanischer Zweig gegründet, die Societas Rosicruciana in Civitatibus Foederatis, von welcher sich im Jahre 1907 die Societas Rosicruciana in America abspaltete, welche sich ebenfalls mit den Initialen SRIA abkürzt.

Die SRIA orientiert sich am Rosenkreuzertum des 18. Jahrhunderts, übernahm das Gradsystem des Ordens der Gold und Rosenkreuzer und besteht organisatorisch aus drei Abteilungen:

  1. Orden (Lehrlinge) mit den vier Graden: Zelator, Theoricus, Practicus und Philosophus
  2. Orden (Lehrer oder Adepten) mit den drei Graden: Adeptus Minor, Adeptus Major und Adeptus Exemptus
  3. Orden (Herrscher oder Magi) mit den zwei Graden: Magister und Magus (Inhaber der höchsten Führerschaft)

Die SRIA ist die die am längsten bestehende Rosenkreuzerorden der Gegenwart.

Im Jahre 1880 wurde William Wynn Westcott Mitglied der SRIA und übernahm als Oberster Magus im Jahre 1891 seine Leitung. (Zusammen mit Samuel Liddell MacGregor Mathers, ebenfalls Mitglied der SRIA gründete er den Hermetic Order of the Golden Dawn.)

Die SRIA-Mitglieder studieren die christliche Kaballah und beschäftigen sich mit Astrologie, Alchemie, Theosophie, Talismanen und mystischen Symbolen.[1]

1902 begründeten die Okkultisten Theodor Reuss und Leopold Engel einen SRIA-Ableger in Deutschland, der nur kurze Zeit Bestand hatte.[1]

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Edward Bulwer-Lytton war, obwohl ihm dies nachgesagt wird, kein Mitglied der SRIA. Er wurde jedoch von dieser ohne seine Zustimmung und in Abwesenheit zum Grand Patron ernannt, was ihn sehr ungehalten stimmte.

Literatur[Bearbeiten]

  • John Michael Greer: Enzyklopädie der Geheimlehren, bearbeitet und ergänzt von Frater V.D., Ansata Verlag 2005, ISBN 3778772708

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens (= Esoterik. Bd. 12179). Goldmann, München 1993, S. 587.