Agrarrohstoff

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Agrarrohstoffe sind Rohstoffe, die aus landwirtschaftlicher Produktion stammen und vom Menschen für weiterführende Anwendungszwecke des Nahrungs- und Futterbereich und als nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Nicht in diese Rohstoffgruppe gehören forstwirtschaftlich produzierte Rohstoffe, vor allem Holz, sowie Gemüse- und Obstpflanzen, die vor allem für den direkten Verzehr bestimmt sind. Der Begriff Agrarrohstoffe (hier auch: Soft Commodities[1]) wird in der Finanzwelt als Überbegriff für die entsprechende Gruppe von Handelswaren verwendet.

Die Hauptanwendungen von Agrarrohstoffen liegen seit jeher in der Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln. Für diesen Zweck werden vor allem Getreidearten wie Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer, Gerste, und Triticale sowie Hackfrüchte wie Kartoffel, Zuckerrübe, Zuckerrohr und Maniok genutzt. Auch Ölpflanzen wie Raps, Erdnuss, Ölpalme und Soja bzw. die aus ihnen gewonnen Pflanzenöle sind als Agrarrohstoffe bedeutsam. Hinzu kommen nachwachsende Rohstoffe, die auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden. Neben den genannten, die auch Rohstoffe für Zwecke abseits der Nahrungsmittel- und Futterproduktion liefern, sind dies beispielsweise Baumwolle, Kautschuk und für die Energiegewinnung angebaute Biomassepflanzen (Chinaschilf, schnellwachsender Hölzer).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Investopedia: Soft commodity. abgerufen am 14. August 2009