Softie

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Softie (von engl. soft, weich) ist eine häufig stereotype und abwertende Bezeichnung für einen Mann, der nicht einem klassischen Bild von Männlichkeit entspricht, sondern Eigenschaften oder Verhaltensweisen aufweist, die im traditionellen Rollenverständnis eher als Attribute von Weiblichkeit gelten. Softie gilt als Gegenbegriff zu Macho.

Der Anglizismus Softie wird im deutschsprachigen Raum seit den 1970er Jahren verwendet. Damit werden vorwiegend solche Männer bezeichnet, die Männern zugeschriebene Eigenschaften wie Härte, Stärke oder Strenge nicht besitzen oder diese ablehnen. Darüber hinaus werden auch Personen als Softies bezeichnet, die als sensibel, nachgiebig und gemäßigt gelten.[1]

Ebenso gelten Musiker oder Schauspieler, die entsprechende Rollen annehmen oft als Softies: So verkörpert Hugh Grant[2] häufig Figuren, die diesem Klischee entsprechen, zum Beispiel in Vier Hochzeiten und ein Todesfall oder in Notting Hill.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franziska Becher: Macho, Softie, Metro – das Männerbild in Publikumszeitschriften. Eine vergleichende Inhaltsanalyse. Vdm, 2006, ISBN 3-86550-888-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Broder Carstensen, Ulrich Busse, Regina Schmude: Anglizismen-Wörterbuch. S. 1356.
  2. Zukunftinstitut: Trendspot #19: Der neue James Bond und das Testosteron-Prekariat.