Sognefjord

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO 11:56, 28. Jul. 2012 (CEST)
Sognefjord
Ein Arm des Sognefjord

Ein Arm des Sognefjord

Gewässer Europäisches Nordmeer
Landmasse Skandinavische Halbinsel
Geographische Lage 61° 8′ N, 6° 12′ O61.1361111111116.1916666666667Koordinaten: 61° 8′ N, 6° 12′ O
Sognefjord (Sogn og Fjordane)
Sognefjord
Länge 204 km
Größte Wassertiefe 1308 m
Blick nach Nordwesten

Blick nach Nordwesten

Blassblau: Gletscher; schwarze Kreuze: Stabkirchen.

Der Sognefjord im Distrikt Sogn im norwegischen Fylke Sogn og Fjordane ist der längste (204 Kilometer) und gleichzeitig der tiefste (1308 Meter) Fjord Europas (der längste und tiefste Fjord der Welt ist der Scoresbysund in Grönland mit 340–350 km Länge und 1450 Metern Tiefe). Er verästelt sich in viele kleinere Seitenarme wie zum Beispiel den Aurlandsfjord, den Lustrafjord oder den Nærøyfjord (der schmalste Fjord Europas).

Sein westliches Ende liegt circa 80 km nördlich von Bergen bei Sygnefest, sein östliches Ende ist Årdalstangen (am Årdalsfjord). Am weitesten zu Wasser vom offenen Meer entfernt ist allerdings Skjolden am Nordende des Lustrafjordes.

Klima[Bearbeiten]

Der innere Teil des Fjordes liegt auf der Leeseite hoher Gebirge wie Breheimen (mit dem Gletscher Jostedalsbreen). Darum gibt es einen deutlichen Klimaunterschied zwischen ausgeprägtem Seeklima an der Mündung ins offene Meer und kontinentalerem Klima am inneren Ende des Fjords und seinen Seitenarmen. Vor der Mündung des Fjords liegt unter Wasser eine Felsenschwelle, die aus der Nordsee nur das warme Oberflächenwasser des Golfstroms in den Fjord fließen lässt. Dadurch ist das Klima insgesamt mild und ermöglicht, vor allem am Nordufer, ausgiebigen Obstanbau.

Orte, Kultur[Bearbeiten]

In vier Orten am Ufer des Sognefjords stehen Stabkirchen, in Urnes steht die älteste überhaupt erhaltene, eine weitere in Kaupanger. Noch bedeutender ist die Stabkirche von Borgund, 30 Kilometer flussaufwärts des Fjordhafens Lærdalsøyri. Die kleinste Stabkirche Skandinaviens (mit rund 40 Sitzplätzen) ist die Stabkirche Undredal. Eine weitere Stabkirche befindet sich in Vik.

Weitere sehenswerte Orte entlang des Fjordes sind u. a. Balestrand, Vadheim, Høyanger, Vik, Leikanger, Gudvangen, Aurland, Flåm, Sogndal, Kaupanger, Lærdal, Hafslo, Marifjøra und Skjolden.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Dem Nordufer folgt in fast ganzer Länge eine Straße, die allerdings zwischen Høyanger und Låne durch einen Tunnel geführt ist und zwischen Sogndal und Gaupne großenteils landeinwärts. Im Südosten sind die an die Enden der Seitenfjorde anschließenden Täler Lærdal, Aurland beziehungsweise das benachbarte Flåm und Gudvangen miteinander durch Straßentunnel von jeweils über 20 km Länge verbunden. An mehreren Stellen überqueren Fähren den Fjord, so von Rutledal nach Rysjedalsvika, von Brekke nach Lavik, Balestrand–Hella, Hella–Dragsvik und Dragsvik–Vangsnes, Kaupanger–Revsnes, Kaupanger–Årdalsvangen (Längsverbindung), Solvorn–Urnes.

Flåm am Aurlandsfjord ist durch die 20 km lange steile, aber vollspurige Flåmsbahn mit der Bergenbahn verbunden und hat somit Anschluss an das internationale Schienennetz.

Energie[Bearbeiten]

Über den Sognefjord und einen Seitenarm, den Aurlandsfjord, sind nahe dem Ort Leikanger mehrere Freileitungen gespannt. Die längste dieser Freileitungskreuzungen hat mit einer Spannweite von 4850 Metern die zweitgrößte Spannweite aller Freileitungskreuzungen weltweit und speist die Elektrizität aus dem Kraftwerk Hermansverk ins landesweite Stromnetz ein. In der Nähe befindet sich auch die Freileitungskreuzung mit der drittlängsten Spannweite von 4520 Metern. Als Hochspannungsmaste kommen an beiden Enden dieser Leitungsüberspannung je drei Abspannmaste (für jede Phase einer) zum Einsatz. Sie sind wegen des tief eingeschnittenen Fjords im Unterschied zu den Hochspannungsmasten der Elbekreuzung 1 und 2 sowie der ehemaligen Stromleitung über die Straße von Messina nicht höher als normale Freileitungsmaste.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Region Sognefjord zählt zum Unesco-Welterbe und ist bereits seit langer Zeit attraktiv für Touristen. Sie bietet diverse Nationalparks, wie den Nationalpark Jotunheimen, den Gletschernationalpark Jostedalsbreen und die Täler Aurlandsdalen und Utladalen. Durch den Nationalpark Jotunheimen verläuft der höchstgelegenen Bergpass Nordeuropas. Einen weiteren Attraktionspunkt stellt der Vettisfossen in Øvre Årdal dar, mit 275 Meter freier Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle Norwegens.

Neben landschaftlichen Besonderheiten gibt es zahlreiche kulturell interessante Angebote. Das preisgekrönte Norwegische Gletschermuseum in Fjærland, ein Wildlachscenter oder auch Norwegens ältestes Stabkirche, die Stabkirche von Urne zählen dazu. [1]

Landschaftlich zählt dieser Teil Norwegens zu einem der beliebtesten Wanderregionen Norwegens. Gletscherwanderungen, Kajakfahren auf Fjorden und Gletscherseen und Schifffahrten beziehungsweise Fjordcruises gehören zu populären Outdooraktivitäten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sehenswürdigkeiten in der Region Sognefjord. Website des Fremdenverkehrsamts Norwegen. Abgerufen am 4. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sognefjord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien