Sojus TMA-18

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Missionsemblem
Emblem der Mission
Missionsdaten
Mission: Sojus TMA-18
NSSDC ID: 2010-011A
Raumschiff: Sojus 7K-STA (GRAU-Index 11F732)
Seriennummer 228
Trägerrakete: Sojus FG (GRAU-Index 11A511FG)
Rufzeichen: Утёс („Felsen“)[1]
Besatzung: 3
Start: 2. April 2010, 4:04 UTC
Startplatz: Baikonur LC1
Raumstation: ISS
Angekoppelt an ISS: 4. April 2010, 5:25 UTC
Abgekoppelt von ISS: 25. September 2010, 2:02 UTC[2]
Landung: 25. September 2010, 5:23 UTC
Landeplatz: bei Arkalyk, Kasachstan
Bahnneigung: 51,6°
Mannschaftsfoto
v.l.n.r.: Tracy Caldwell-Dyson, Alexander Skworzow, Michail Kornijenko
v.l.n.r.: Tracy Caldwell-Dyson, Alexander Skworzow, Michail Kornijenko
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Mission:
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Mission:
Sojus TMA-19

Sojus TMA-18 ist eine Missionsbezeichnung für den Flug des russischen Raumschiffs Sojus zur Internationalen Raumstation (ISS). Im Rahmen des ISS-Programmes trägt der Flug die Bezeichnung ISS AF-22S. Es war der 22. Besuch eines Sojus-Raumschiffs an der ISS und der 128. Flug im Sojusprogramm.

Besatzung[Bearbeiten]

Missionsüberblick[Bearbeiten]

Sojus TMA-18 startete am 2. April 2010 um 4:04 UTC[3] vom Weltraumbahnhof Baikonur und brachte zwei Tage später drei Besatzungsmitglieder der ISS-Expeditionen 23 und 24[4] zur Internationalen Raumstation. Das Sojus-Raumschiff löste Sojus TMA-16 als Rettungskapsel ab. Die Besatzung empfing drei Raumfrachter Progress M (-05M, -06M und -07M), sowie Sojus TMA-19 und die Raumfähren STS-131 und STS-132 und führte einige Außenbordmanöver durch.

Beim Abkoppeln des Raumschiffes gab es ein Problem mit der Abdichtung, so dass der Abkoppelvorgang abgebrochen wurde. Der Bordcomputer meldete auf Grund von Sensordaten, dass die Luke zwischen dem Modul Poisk und dem Raumschiff nicht hermetisch geschlossen war. Die Raumfahrer verließen die Sojus-Kapsel, die Rückkehr wurde um einen Tag auf den 25. September verschoben.[5] Eine Untersuchung des Kopplungsadapters durch ISS-Bordingenieur Fjodor Jurtschichin stellte ein loses Zahnrad hinter einer Verkleidung als mögliche Ursache fest.[6] Später meldete Roskosmos-Chef Anatoli Perminow, dass der Defekt durch den Bruch eines kleinen Bolzens ausgelöst wurde, wodurch sich die Haltebolzen des Raumschiffs nicht lösen konnten.[7]

Der zweite Abkopplungsversuch einen Tag später am 25. September 2010 verlief ohne Probleme. Die Crewkapsel von Sojus TMA-18 landete nach einem normalen Abstieg gegen 5:23 Uhr UTC in der kasachischen Steppe 35 km südlich von Arkalyk.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Позывные экипажей советских/российских космических кораблей. astronaut.ru, 31. Oktober 2010, abgerufen am 9. November 2010 (russisch).
  2. Spaceflight Now: Space Station Report - Mission Status Center, abgerufen am 25. September 2010 (englisch)
  3. Soyuz crew transport capsule heads for space station. Spaceflight Now, 2. April 2010, abgerufen am 3. April 2010 (englisch).
  4. Katherine Trinidad, Nicole Cloutier-Lemasters: NASA Assigns Space Station Crews, Updates Expedition Numbering. NASA, 21. November 2008, abgerufen am 21. November 2008 (englisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSojus TMA-18 kann nicht pünktlich von der ISS abkoppeln. RIA Novosti, 24. September 2010, abgerufen am 24. September 2010.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNeuer Abkoppel-Versuch der Sojus von ISS auf Samstag angesetzt. RIA Novosti, 24. September 2010, abgerufen am 24. September 2010.
  7. FliegerRevue November 2010, S.42-44, Ein überraschendes Ende - Mission Sojus TMA-18/19

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sojus TMA-18 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien