Solarhybrid

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Solarhybrid AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A0LR456
Sitz Brilon, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 70
Umsatz 144 Mio. EUR
Branche Solarenergie, Kraftwerksbau
Produkte Photovoltaik-Kraftwerke
Stand: 2010 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2010
Schild von Solarhybrid an der Einfahrt zur Firmenzentrale in Brilon (NRW).

Die Solarhybrid AG ist ein seit März 2012 insolventes deutsches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Planung und Errichtung von schlüsselfertigen großen Photovoltaik-Kraftwerken in aller Welt spezialisiert hat. Es änderte zum August 2010 die Schreibweise seines Firmennamens von SolarHybrid in solarhybrid.

Gründungsidee des Unternehmens war die Vermarktung von Hybridmodulen, die sowohl die Sonnenwärme für die Brauchwasser-Erwärmung (Solarthermie) nutzen als auch die Sonnenstrahlung für die Erzeugung elektrischen Stroms. Die Photozellen für diese Module stammten von Q-Cells.

Geschäftstätigkeit [Bearbeiten]

Das Unternehmen begann 2008 mit der Vermarktung von Hybridmodulen. Im Mai 2010 wurde in Finowfurt mit Finowtower I eine der damals größten Photovoltaik-Freiflächenanlagen fertiggestellt. Diese Anlage kostete 58 Millionen Euro und hat eine Nennleistung von 24,3 MW. Im Sommer 2011 trennte sich jedoch das Unternehmen von den Geschäftsbereichen Solarthermie und Verkauf von Photovoltaik-Modulen. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Finowtower I entstand im Jahre 2011 innerhalb von 15 Wochen eine Erweiterung mit Finowtower II für 120 Millionen Euro[1]. Zusammen bilden beide Anlagen mit 84,7 MW die bisher größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Europas (Stand Dezember 2011). In beiden Fällen wurde Fremdkapital von der Commerzbank bereitgestellt.

Im Februar 2012 kaufte Solarhybrid von der Solar Millennium AG die beiden Projekt-Holdinggesellschaften Solar Millennium Capital GmbH und Solar Millennium USA 2 GmbH. Anfang März wurde bekannt, dass Solarhybrid bereits im Oktober 2011 eine Zahlung von 7,5 Millionen Euro an Solar Millennium geleistet hatte. Weil Solar Millennium im Dezember 2011 einen Insolvenzantrag gestellt hatte und im Rahmen der Insolvenzanfechtung (InsO § 129) der Verdacht einer strafbaren Handlung besteht, wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.[2]

Am 20. März 2012 wurde Insolvenzantrag beim Amtsgericht Arnsberg gestellt. [3] Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Juni 2012 eröffnet. [4]

Aktie [Bearbeiten]

Die Aktie ist seit 12. Juni 2008 an der Börse notiert. Großaktionär ist mit rund 23 Prozent die BF Holding GmbH. Die Aktien befanden sich zu rund 72 Prozent in Streubesitz.

Nach der Meldung, dass Vorstand Tom Schröder Aktien in großem Umfang verkauft hatte, kam es zu erheblichen Kursverlusten. Innerhalb einer Woche sank der Aktienkurs am 13. März 2012 um rund 40 Prozent ab. Tiefstkurs war 0,63 Euro. Damit summierte sich der Wertverlust seit dem 5. März auf fast 85 Prozent.[5]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Solarstrom-Kraftwerk FinowTower II auf 84,7 MWp fristgerecht ans Netz angeschlossen http://www.windkraft-journal.de
  2. Erst zugefüttert, dann ausgeschlachtet Handelsblatt, 4. März 2012
  3. Solarhybrid AG: Insolvenzantrag http://www.dgap.de
  4. solarhybrid: Insolvenzverfahren eröffnet http://www.finanzen.net
  5. Solarhybrid-Aktie rauscht unaufhaltsam in die Tiefehttp://www.capital.de

51.396418.5779Koordinaten: 51° 23′ 47″ N, 8° 34′ 40″ O