Soli Deo Gloria

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„S. D. G.“ in einem Autograph Georg Friedrich Händels
Typischer Buchschmuck von Johann Michael Funcke mit dem Spruchband SOLI DEO GLORIA, Ranken, Putto sowie der Sonnenblume im Kreis mit dem Spruch HOC DUCE

Soli Deo gloria (wörtlich „dem alleinigen Gott die Ehre“, deutsch meist mit „Gott allein zur Ehre“ wiedergegeben) ist eine in der frühen Neuzeit viel gebrauchte lateinische Wendung.

In der Musik[Bearbeiten]

Die Worte, meist in der Abkürzung S. D. G., wurden von verschiedenen Komponisten des Mittelalters und des Barock an den Anfang oder an das Ende ihrer Partituren gesetzt. So unterzeichneten Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel viele ihrer Werke mit dieser Signatur. Am historischen Kanzelkorb der Bachkirche in Arnstadt ist das Kürzel noch heute in kunstvoller Ausgestaltung zu sehen.

In der Literatur und im Buchdruck[Bearbeiten]

Autoren wie zum Beispiel Johann Gottfried Gregorii oder Buchdrucker wie beispielsweise Johann Michael Funcke setzten diese lateinische Phrase im 18. Jahrhundert an den Anfang oder an das Ende eines Buches.[1]

Trivia[Bearbeiten]

In der römisch-katholischen Kirche wird der Pileolus auch als Soli Deo bezeichnet. Er gehört zur Amtstracht der Bischöfe in und außerhalb der Liturgie, wird jedoch im Gegensatz zu anderen Kopfbedeckungen bei Begrüßungen nicht abgenommen – lediglich bei der Messe während der sakramentalen Gegenwart Christi, also „vor Gott allein“.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carsten Berndt: Melissantes: ein Thüringer Polyhistor und seine Berufsbeschreibungen im 18. Jahrhundert ; Leben und Wirken des Johann Gottfried Gregorii (1685–1770) als Beitrag zur Geschichte von Geographie, Kartographie, Genealogie, Psychologie, Pädagogik und Berufskunde in Deutschland; [ein Thüringer Geograph und Universalgelehrter (1685–1770)], Rockstuhl, 2. Auflage Bad Langensalza 2014, ISBN 978-3-86777-166-5, S. 58-69
  2. bistum-magdeburg.de