Solidarnost

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Kyrillisch (Russisch)
Солидарность
Transl.: Solidarnost'
Transkr.: Solidarnost

Solidarnost (deutsch Solidarität) ist eine politische Bewegung in Russland in Opposition zur aktuellen Regierung im Kreml und der diese unterstützenden Partei Einiges Russland.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bewegung wurde am 13. Dezember 2008 gegründet. Die Ursprungsorganisationen verfügen über einen nur geringen Einfluss auf die russische Gesellschaft[1], jedoch ein großes Interesse in den westlichen Medien[2]. Mit der Gründung der Vereinigung soll versucht werden, den Einfluss der Opposition in Russland auszuweiten und deren Kräfte zu bündeln. Zur „Hymne“ der Organisation wurde das Lied Peremen! (deutsch Veränderungen!) von Wiktor Zoi erklärt.

In Solidarnost sind Mitglieder der Oppositionsgruppen Komitee 2008, Volksdemokratische Union, Vereinigte Bürgerfront, Das andere Russland und Nationalversammlung der Russischen Föderation, sowie der Parteien SPS (Union der rechten Kräfte) und Jabloko organisiert. Diese Organisationen sind jedoch nicht geschlossen dem genannten Bündnis beigetreten, da andere Mitglieder der zuvor aufgelösten SPS (unter andere der überwiegende Teil deren Führung) an der Gründung der Partei Gerechte Sache beteiligt waren[3] und z.B. die Partei Jabloko weiter eigenständig besteht.

Inhaltliche Ausrichtung[Bearbeiten]

Solidarnost propagiert nach eigener Darstellung bei der Gründung eine Gesellschaftsordnung nach dem Vorbild der westlichen Welt. Der Name und das Logo der Bewegung nehmen Bezug auf die polnische Gewerkschaftsbewegung Solidarność (deutsch Solidarität), die in den 1980er Jahren gegen das kommunistische Regime der Volksrepublik Polen kämpfte. Sie will damit die nach eigener Auffassung bestehende Nähe der aktuellen Kreml-Administration zu totalitären Regimen deutlich machen. Konkret spricht es sich gegen die Amtszeitverlängerung des Russischen Präsidenten von vier auf sechs Jahre aus[4]. Weitere konkrete politische Ziele sind noch nicht bekannt. Eine konkrete Ziellosigkeit außer der Gegnerschaft zum Kreml wird von Beobachtern der russischen Politik an der neuen Organisation kritisch gesehen. Ebenso sei das geringe Ansehen zahlreicher Führerfiguren bei der breiten russischen Bevölkerung für die Erfolgschancen des Bündnisses problematisch, da diese mit dem wirtschaftlichen Chaos Russlands in den 90er Jahren in Verbindung gebracht werden.[5]

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. z.B. oder http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3826981,00.html
  3. russland.RU (vom 17. November 2008)
  4. http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3826981,00.html
  5. Russland und seine Blockflöten (Die Welt, vom 15. Dezember 2008)

Weblinks[Bearbeiten]