Solomon Kane (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Solomon Kane
Produktionsland Frankreich,
Tschechien,
Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch,
Arabisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 16 (Deutschland)
Stab
Regie Michael J. Bassett
Drehbuch Michael J. Bassett
Produktion Paul Berrow,
Samuel Hadida
Musik Klaus Badelt
Kamera Dan Laustsen
Schnitt Andrew MacRitchie
Besetzung

Solomon Kane ist eine Verfilmung der gleichnamigen Geschichten von Robert E. Howard. Der Film spielt in einer von der Frühen Neuzeit inspirierten Fantasiewelt, die auf düsterer Szenerie und schwarzer Magie beruht. Regie führte Michael J. Bassett, die Hauptrolle des Solomon Kane spielte James Purefoy.

Handlung[Bearbeiten]

Solomon kämpft als Söldner unter Königin Elisabeth I. Bei der Eroberung einer arabischen Festung in Nordafrika begegnet er dem Todesengel des Teufels, welcher ihm sagt, dass seine Seele durch einen Pakt ihm gehöre. In letzter Sekunde kann er dem Tod durch einen beherzten Sprung durchs Fenster entkommen. Ein Jahr später findet sich Solomon Kane in einem Kloster wieder, er hat der Gewalt abgeschworen und lebt dort friedlich, da er so hofft, seine Seele vor dem Teufel zu bewahren. Dieses Leben ist nur von kurzer Dauer, da der Abt des Klosters Solomon nach Westen schickt. Er habe Gott um Rat angefleht und dieser habe ihm offenbart, dass Kane zum Landsitz seiner Familie zurückkehren solle. Schweren Herzens macht er sich auf den Weg durch ein Land, das von Räuberbanden geplagt wird. Nachdem er von einer dieser Räuberbanden ausgeraubt und niedergeschlagen worden ist, findet er Aufnahme bei der Puritanerfamilie Crowthorn, die auf dem Weg nach Amerika ist.

Leider hat die Familie kein Glück, denn sie wird kurze Zeit später von Anhängern des Hexenmeisters Malachai angegriffen und bis auf die junge Meredith und ihre Mutter Katherine werden alle getötet. Kurz vor seinem Tod, fordert der Vater von Solomon Kane, dass dieser Meredith rette und so auch seine Seele. Daraufhin macht sich Kane auf den Weg nach Westen Richtung Heimat.

Nach mehrtägiger Reise kann er einige der Entführer stellen und muss zu seinem Leidwesen erfahren, dass Meredith tot sein soll. Diese Nachricht treibt Kane in die totale Verzweiflung und in einem kleinen Dorf gibt er sich dem Alkohol hin, ihm ist alles egal. Auch als das Dorf angegriffen wird, wehrt er sich nicht und wird auf Befehl des Anführers der Bande, einem Mann mit einer Maske aus Haut, ans Kreuz geschlagen. Im letzten Augenblick findet er seinen Lebensmut wieder, als er Merediths Stimme vernimmt und sich vom Kreuz losreißt. Ein paar wagemutige Männer retten ihn und pflegen ihn gesund.

Von diesen erfährt er auch, dass der Sitz des Hexenmeisters das Schloss seines Vaters sei, und dass es dort schon lange keinen Lord mehr gebe. Sein Ziel vor Augen macht er sich mit den Männern auf, das Land von Malachai zu befreien und Meredith zu retten. Im Schloss angekommen muss er die grausame Wahrheit erkennen: Der Mann unter der Maske ist sein Bruder, den er nach einem Streit für tot hielt, weil er ihn versehentlich eine Klippe hinunter warf. Bei diesem Sturz starb er zwar nicht, doch kein Heiler oder Priester konnte ihm helfen. So erfährt er von seinem Vater, der in einer Zelle im Schloss dahinvegetiert, dass dieser den Hexenmeister gerufen hat, um seinen Sohn zu retten und so auch den Pakt mit dem Teufel einging, der Solomons Seele verkaufte. Um für seine Sünden zu büßen, fleht er Solomon an ihn zu töten, was dieser auch schweren Herzens tut.

Es kommt zum großen Endkampf im Thronsaal des Schlosses, wo Solomon erst seinen Bruder töten muss. Als er danach den Hexenmeister selbst angreifen will, zeigt sich, warum er das Mädchen entführen ließ. Mit Hilfe von Merediths Blut ruft er einen riesigen Dämonen herbei, um Solomons Seele endlich dem Teufel übergeben zu können. In letzter Minute kann er Malachai töten und somit das Mädchen und seine Seele retten.

Am Grab seiner Familie stehend schwört er, sich gegen das Böse aufzulehnen, da es sonst niemand tut.

Kritik[Bearbeiten]

Das Branchenblatt Variety gab dem Film eine negative Bewertung mit der Aussage: Bassetts Regie fehle das Fingerspitzengefühl, während Schauspieler Purefoy spielerisch die darstellerischen Anstrengungen meistere. Das Drehbuch gebe seinem Hauptcharakter Macht und eine Mission, allerdings nur wenig Persönlichkeit, was nicht Purefoy anzulasten sei.[1] The Guardian gab dem Film 3 von 5 Sternen: „Es gibt viele Dinge, die dem Film gut tun: Der ernsthafte Tonfall, das stetige Tempo, die schlammige und blutige Szenerie und eine überzeugende Darstellung Purefoys in seinem eigenen West-Country-Dialekt. Allerdings wird der Film nicht ganz seiner Vorlage gerecht und bietet einige Überraschungen.“[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film kostete 45 Millionen US-Dollar und wurde 2009 auf den Filmfestspielen von Toronto uraufgeführt. Weltweit nahm der Film bis Dezember 2010 aber nur etwa 19 Mio. US-Dollar ein.

Die Figur des Solomon Kane wurde geschaffen von Robert E. Howard.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dennis Harvey: Solomon Kane. In: Variety. 9. Oktober 2009. Abgerufen am 22. Februar 2010.
  2. Phelim O'Neill: Solomon Kane. In: The Guardian. 18. Februar 2010. Abgerufen am 22. Februar 2010.