Sommerach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sommerach
Sommerach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sommerach hervorgehoben
49.82888888888910.204444444444202Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Volkach
Höhe: 202 m ü. NHN
Fläche: 5,67 km²
Einwohner: 1324 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 234 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97334
Vorwahl: 09381
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 169
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Volkacher Str.1
97334 Sommerach
Webpräsenz: www.sommerach.de
Bürgermeister: Elmar Henke (CSU)
Lage der Gemeinde Sommerach im Landkreis Kitzingen
Landkreis Bamberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Würzburg Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Wiesenbronn Segnitz Rüdenhausen Rödelsee Obernbreit Martinsheim Marktsteft Markt Einersheim Marktbreit Mainstockheim Mainbernheim Kleinlangheim Kitzingen Geiselwind Castell (Unterfranken) Buchbrunn Albertshofen Abtswind Willanzheim Wiesentheid Volkach Sulzfeld am Main Sommerach Seinsheim Schwarzach am Main Prichsenstadt Nordheim am Main Iphofen Großlangheim Dettelbach Biebelried Landkreis HaßbergeKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus von Sommerach

Sommerach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Volkach. Bereits zwei Deutsche Weinköniginnen (Karin Molitor-Hartmann und Nicole Then) kamen aus dem Winzerdorf am Main. 2013 wurde der Ort beim staatlichen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ für den ländlichen Raum bis 3.000 Einwohner mit der Goldmedaille auf Bundesebene ausgezeichnet. Im Jahr 2014 ist Sommerach der deutsche Vertreter in der Kategorie Dorf im europäischen Wettbewerb Entente Florale Europe.

Geografie[Bearbeiten]

Sommerach liegt an der südlichen Mainschleife auf der Weininsel. Die Autobahnausfahrt Kitzingen/Schwarzach/Volkach der A 3 ist drei Kilometer entfernt.

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Volkach, Schwarzach am Main, Dettelbach und Nordheim am Main.

Geschichte[Bearbeiten]

Zum ersten Mal taucht Sommerach in einer Schenkungsurkunde des Jahres 1075 auf. Damals kam der Ort "Summerah" an das Kloster Münsterschwarzach. Im Jahr 1115 erhielt Münsterschwarzach mehr Besitz, als die Grafen von Castell ihre Güter verkauften. Im Jahr 1295 war das Kloster auch Vogt über das Dorf. Zerstörungen erlitt der befestigte Ort vielfach, so wurde er im Bauernkrieg, im Markgräflerkrieg und im Dreißigjährigen Krieg zerstört.[2]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg bzw. der Abtei Schwarzach wurde Sommerach, das im Fränkischen Reichskreis lag, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns im Frieden von Pressburg von 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. Mit diesem fiel es 1814 endgültig an das Königreich Bayern.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt; oben in Blau wachsend ein silberner Abt, einen silbernen Kelch in der Rechten und einen silbernen Abtstab in der Linken haltend; unten in Silber drei zwei zu eins gestellte rote fünfstrahlige Sterne.

Das Gemeindewappen wurde von einem Dorfgerichtssiegel abgeleitet. Der Originalstempel stammt aus der Zeit um 1500. Der Abt weist auf die Grund- und Gerichtsherrschaft des Klosters Münsterschwarzach hin. Die Sterne werden als Ortszeichen gedeutet. Die Farben der oberen Schildhälfte sind die Hauptfarben des Klosterwappens. Die Farben Rot und Silber sind die Farben Frankens.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Gebiet um Sommerach eignet sich hervorragend zum Anbau von Wein. Eine der bekanntesten Lagen ist der Sommeracher Katzenkopf. Bereits seit 1901 haben sich die Winzer Sommerachs in einer Genossenschaft organisiert, die heute über 200 Mitglieder zählt und zu den erfolgreichsten Winzergenossenschaften Deutschlands zählt. Siehe auch Weinbau in Deutschland.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Eucherius
  • Die katholische Pfarrkirche St. Eucherius geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Zu der Zeit entstanden der Chor und das Langhaus mit der hölzernen Renaissance-Kassettendecke. 1750 erhielt der Chor die Rokokostuckatur und ein Hochaltar wurde aufgestellt.
  • Das Rathaus ist ein zweistöckiges traufenständiges Gebäude von fünf Achsen.
  • In der Vinothek im historischen Schul- und Gemeindehaus präsentieren sich die Sommeracher Winzer. Davor steht der Dorfbrunnen mit der Figur des Heiligen Georg.
  • Die Wehrmauer mit Wehrtürmen und Toren stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
  • Das Turm-Museum des Schwarzacher Malers und Bildhauers Theophil Steinbrenner, die Turmgalerie der Reichenberger Künstlerin Monika Lang und das angrenzende ehemalige Schultheißen-Haus mit Turmhof des Klosters Schwarzach (1666)
  • Eine Aussichtsplattform inmitten der Weinberge oberhalb von Sommerach ermöglicht einen Überblick über weite Teile der Weininsel.
  • Die Friedhofskapelle birgt das Original der berühmten Grauen Marter, an der Straße nach Volkach steht die Viersäulenmarter.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Sehenswertes in der Natur[Bearbeiten]

Östlich von Sommerach befindet sich das Naturschutzgebiet Sandfluren bei Volkach, Schwarzach a. Main und Sommerach.

Galerie[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sommerach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bauer, Hans: Landkreis Kitzingen. S.25.