Sommerloch

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Dieser Artikel behandelt den Begriff Sommerloch. Für die Gemeinde Sommerloch in Rheinland-Pfalz siehe: Sommerloch (bei Bad Kreuznach).

Das Sommerloch ist eine Bezeichnung der Massenmedien, besonders der Tagespresse und der Nachrichtenagenturen, für eine nachrichtenarme Zeit, die vor allem durch die Sommerpause der politischen Institutionen bedingt ist. Viele Politiker und Lobbyisten sind im Sommerurlaub; es finden nur wenige politisch relevante Ereignisse und Termine statt. Der Nachrichtenumsatz der Presseagenturen geht spürbar zurück. In dieser, in der Regel, nachrichtenarmen Zeit berichten die Medien auch über Ereignisse und Personen, für die sonst keine Sendezeit und kein Platz in den Zeitungen wäre. Lobbyisten nutzen das Sommerloch teilweise gezielt, um Themen zu platzieren.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sommerloch-Themen in Deutschland

  • 1982: In einer Zahnarztpraxis hält eine unheimliche Stimme aus dem Spucknapf („Chopper“ genannt) die Medien und schließlich sogar die Justiz auf Trab. Schließlich stellt sich heraus, dass sich das Praxispersonal einen Scherz erlaubt hatte[1].
  • 1993: Der CSU-Politiker Dionys Jobst äußert in der Bild-Zeitung den Vorschlag, die Ferieninsel Mallorca für 50 Milliarden Mark zu kaufen und zum 17. Bundesland zu machen.
  • 1994: In einem Baggersee in Dormagen (bei Neuss) entflieht der Kaiman „Sammy“ seinem Besitzer und wird fünf Tage lang gesucht.
  • 1998: Das Rotnackenwallaby „Manni“ flüchtet aus dem Tierpark Bad Pyrmont und wird an verschiedenen Stellen Deutschlands gesichtet.
  • 2000: Pseudo-Gerichtsverhandlung bei Richterin Barbara Salesch auf Sat.1 über eine Streitigkeit um einen Maschendrahtzaun und das kurz darauf entstandene Lied Maschendrahtzaun.
  • 2001: Kuno, dem „Killer-Wels“ aus Mönchengladbach, wird nachgesagt, im Stadtweiher sein Unwesen zu treiben. Angeblich hat er sogar einen Dackel mitsamt Halsband verschlungen. Laut WDR wurde 2003 in der Tat der 1,5 Meter lange Kadaver eines Welses aus dem Stadtweiher gefischt.[2]
  • 2001: Im Rhein wird angeblich ein Krokodil gesichtet. Am 22. Juni war das „Rheinkrokodil“ zum ersten Mal in der Nähe von Hockenheim gesichtet worden. Danach tauchte es in Speyer und dann in Eltville bei Wiesbaden auf. Trotz intensiver Suche der Polizei gelang es jedoch nicht, eine Echse dingfest zu machen.
  • 2003: Nach deutschenfeindlichen Äußerungen des italienischen Tourismus-Staatssekretärs Stefano Stefani sagt Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Italienurlaub ab.
  • 2006: Ein Braunbär wird einige Wochen lang im Grenzgebiet von Deutschland und Österreich gesichtet. Die Medien taufen ihn Bruno und er gewinnt Sympathien, da er immer wieder auftaucht (z. B. vor der Polizeiwache von Kochel), aber unter anderem einem finnischen Bärenjäger-Team mit Hunden mehrfach entkommt. Nachdem dieses die Suche aufgegeben hat, wird er zum Abschuss freigegeben und am 26. Juni erschossen.
  • 2007: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble plant Internierungslager und ggf. den „finalen Rettungsschuss“ (gegen Terroristen) einzusetzen.
  • 2007: Gabriele Pauli möchte die Ehe auf Zeit einführen. Das bedeutet, dass man gesetzlich nur noch für sieben Jahre verheiratet sein soll, in dieser Zeit aber beim Standesamt eine Verlängerung beantragen kann, wenn der Partner zustimmt.
  • 2008: Die Kinderkomission des Deutschen Bundestages will Überraschungseier verbieten, da der Spielzeuginhalt für Kinder eine Gefahr darstelle. Schließlich lässt sie von ihren Plänen ab.[3]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. Dr. Elmar R. Gruber: Der Fall „Chopper“ – Ein erfundener Spukgeist
  2. wdr.de: Kuno der Killerwels ist tot
  3. Welt.de: Bildergalerie "Sommerlochgeschichten" (Bild 34)

[Bearbeiten] Literatur

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