Somoza-Clan

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Der Somoza-Clan war eine Familie, die die Politik Nicaraguas in der Zeit von 1934 bis 1979 mittels diktatorischer Gewalt bestimmte. Sie stellt mehrere Male den Präsidenten des Landes, stützte sich aber in ihrer Macht vollkommen auf die, von Anastasio Somoza García geschaffene, Guardia Nacional de Nicaragua, die fast durchgehend unter ihrem direkten Befehl stand oder von Gewährsmännern kommandiert wurde. Aufgrund ihrer antikommunistischen Haltung wurde die Familie die meiste Zeit ihrer Herrschaft von den Vereinigten Staaten unterstützt.

Im Verlauf ihrer Herrschaft wurde von ihr ein riesiges Vermögen angeschafft unter teilweiser starker Ausnutzung der Not der Bevölkerung (z. B. Abschöpfung der internationalen Hilfsleistungen nach dem Erdbeben 1972), so dass die Familie am Ende der 1970er Jahre auch die Wirtschaft Nicaraguas dominierte.[1]

1979 wurden die Somozas nach einem mehrjährigen Bürgerkrieg, in dem die Nationalgarde unter Missachtung der Menschenrechte gegen oppositionelle Kräfte vorging, von der Macht und aus dem Land vertrieben.

Die Mitglieder der Somoza-Familie waren:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite Städtepartnerschaft Berlin