Sondennahrung

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Hochkalorische Trink- und Sondennahrung

Als Sondennahrung oder Sondenkost wird eine Nahrung bezeichnet, die flüssig und von so geringer Viskosität ist, dass sie über eine Ernährungssonde verabreicht werden kann. Es handelt sich um eine vollständig bilanzierte Diät, die mittels Ernährungssonde und Überleitsystem durch eine Ernährungspumpe oder per Schwerkraft appliziert wird: hier wird der Sondennahrungsbehälter (Flasche oder Beutel) so befestigt, dass die Nahrung per Schwerkraft durch Schlauchsystem und Sonde in den Magen-Darm-Trakt fließt. Über einen Regler am Schlauchsystem lässt sich der Nahrungsfluss regulieren.[1]

Im Volksmund ist auch der Begriff Astronautenkost gebräuchlich, nicht zu verwechseln mit der Astronautennahrung, die eine spezielle Nahrung für Raumfahrer darstellt.

Die Ernährung mit Sondennahrung über eine Sonde ist immer dann notwendig, wenn ein Patient nicht in der Lage ist, in ausreichender Menge Nahrung und/oder Flüssigkeit zu schlucken, weil beispielsweise eine Störung des obereren Verdauungstraktes oder ein neurologisches Krankheitsbild vorliegen.[2]

Es gibt zahlreiche industriell hergestellte Sondennahrungen. Meistens werden vollwertige Nahrungen verabreicht, d.h. der gesamte Bedarf des Menschen an Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen, Vitaminen und Spurenelementen wird durch diese Nahrung gedeckt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Spezialprodukte z. B. für Diabetiker. Auch für Kinder gibt es spezielle Sondennahrungen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.pflegeteam-dismer.de: P E G Sonde, hier online
  2. www.g-ba.de: Wer Sondennahrung braucht, bekommt sie auch, hier online; zuletzt eingesehen am 14. Aug. 2009
  3. Richter-Kuhlmann, E.: Sondennahrung: Richtlinie gestoppt, Dtsch Arztebl 2005; 102(17): A-1170, hier online
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