Sondershausen

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Sondershausen, zum gleichnamigen Musiker siehe Volker Sondershausen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sondershausen
Sondershausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sondershausen hervorgehoben
51.37083333333310.872222222222208Koordinaten: 51° 22′ N, 10° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 200,82 km²
Einwohner: 21.907 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99706
Vorwahlen: 03632, 036020 (Schernberg, Thalebra), 036330 (Großberndten, Himmelsberg, Immenrode, Kleinberndten, Straußberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 067
Stadtgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 7
99706 Sondershausen
Webpräsenz: www.sondershausen.de
Bürgermeister: Joachim Kreyer (CDU)
Lage der Kreisstadt Sondershausen
im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild
Blick auf Stadtzentrum aus Richtung Spatenbergturm Possen

Die Musik- und Bergstadt Sondershausen ist eine im Norden des Bundeslandes Thüringen gelegene Mittelstadt und die Kreisstadt des Kyffhäuserkreises. Sie erstreckt sich im Tal der Wipper zwischen den Höhenzügen Hainleite im Süden und Windleite im Norden.

Sondershausen war bis 1918 Residenzstadt des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen, danach bis 1920 Landeshauptstadt im Freistaat Schwarzburg-Sondershausen.

Bis zur Reformation und dem Bauernkrieg war die Stadt mit dem Stift Jechaburg das geistliche Zentrum in Nordthüringen. Durch den Residenzstatus entwickelte sie sich über die Jahrhunderte zur Garnisonsstadt und zum Verwaltungszentrum, zur Musikstadt und zum Kulturzentrum. Das bedeutende Loh-Orchester und zahlreiche Musiker wie Max Bruch, Franz Liszt und Max Reger prägen die Stadt bis heute. Kulturelle Höhepunkte sind jährlich die Thüringer Schlossfestspiele und diverse musikalische Aufführungen an Spielorten in der gesamten Stadt.

Als Bergbaustadt besitzt Sondershausen das älteste und tiefste noch befahrbare Kalibergwerk der Welt, das zum Teil touristisch erschlossen ist. Dazu gehören ein Konzertsaal und eine Kegelbahn in mehr als 700 Meter Tiefe. Das Symbol für den Bergbau und ein Wahrzeichen der Stadt bildet der Gebäudekomplex des Petersenschachtes im Jugendstil. Der Förderturm, auf Wunsch des Fürsten dem Pariser Eiffelturm nachempfunden, ist bedeutungsschwer für die deutsche Industriearchitektur.

Die geschichtsträchtigste Sehenswürdigkeit Sondershausens ist das Residenzschloss, das von mehr als sieben Epochen geprägt ist und besichtigt werden kann. Zu den Exponaten gehören der einzigartige und sagenumwobene Püstrich und die renommierte barocke Goldene Kutsche, die einzige ihrer Art in Deutschland. Etwas abgelegener liegt das Jagdschloss Zum Possen mit einem Wildpark und dem Possenturm, dem größten Fachwerkturm Europas.

Geografie[Bearbeiten]

Panoramabild Sondershausen (West, Winter 2011); von links nach rechts: Frauenberg mit Jechaburg, Umgehungsstraße, Petersenschacht, Franzberg, Zentrum mit Schloss, Possen, Bebra

Lage[Bearbeiten]

Sondershausen liegt im Wippertal, einer Flusslandschaft mit der Wipper und der Bebra, die begrenzt wird von den Höhenzügen der Hainleite im Süden und der Windleite im Norden. Die höchste Erhebung bildet der Frauenberg mit 411 Metern.

Im Süden befindet sich Erfurt, die Landeshauptstadt Thüringens, etwa 50 km von Sondershausen entfernt und im Norden die Hochschulstadt Nordhausen.

Geologie[Bearbeiten]

Blick zum Frauenberg und Schloss
Diagramm zur Niederschlagsmenge

Sondershausen liegt im Bereich der Triasformation. Die Gesteinsschichten von Süden nach Norden können wie folgt benannt werden: In der Hainleite finden wir den Unteren und Mittleren Muschelkalk. Darin enthalten sind geologische Aufschlüsse und Fossilien (vorwiegend Kopffüßer (Ceratiten) und versteinerte Seelilien). Der Muschelkalk läuft nach dem Steilabbruch in Richtung Norden bis zur Windleite in den Mittleren Buntsandstein aus. Im westlichen Teil von Sondershausen bis zum Graß lagern eiszeitliche Sedimente. Die Landschaft ist durch Sandsteinboden und Lehmboden gekennzeichnet.

Vegetation[Bearbeiten]

Auf der Hainleite um den Possen befinden sich überwiegend Karstbuchenwälder mit Rot-, Blut- und Weißbuchen, die über 20 Orchideenarten beheimaten, wie den Frauenschuh, Fuchs' Knabenkraut und das Weiße Waldvöglein. Eine botanische Kuriosität ist zweifelsohne die Blutbuche, die um 1680 spontan zwischen gewöhnlichen Rotbuchen als Mutation aufgetreten sein soll. Alle heutigen Blutbuchen sind damit Abkömmlinge dieses seltenen Baumes, der Mutterblutbuche im Forstort Oberspier. Weiterhin lassen sich finden: Sonnenröschen, Golddistel, Hufeisenklee, Wiesenknopf, Hügelmeier, Fliegenorchis, Bingelkraut, Leberblümchen, Akelei und die Frauenberg-Lilie. Vertreter der Halbschattenpflanzen der Region sind Berghartheu und Rivins-Veilchen, Vertreter der Strauchflora: Liguster, Pfaffenhütchen, Hasel, Wolliger Schneeball, Geißblatt und Hornstrauch.

Klima[Bearbeiten]

Sondershausen gehört aufgrund seiner Lage zur Vegetationszone des sommergrünen Laubwaldes im humiden Klimagebiet.

Die Oberflächenformen der Umgebung, das heißt die Tallage Sondershausens, prägen weitestgehend das lokale Klima. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 8 Grad Celsius und die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt 540 mm. Weiterhin gibt es ein Niederschlagsgefälle von West nach Ost auf Grund unterschiedlicher Meereshöhenlagen und quer über die östliche Windleite verlaufende Landstufe, in die sich zwei Hebungsachsen des Kyffhäusergebirges vereinigen. Dies bildet eine Barriere in einer sogenannten Gewitterzugsstraße.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtgliederung

Die Stadt Sondershausen gliedert sich in neun Stadt- und elf Ortsteile. Dabei bilden die ehemals eigenständigen Dörfer Bebra, Jechaburg, Stockhausen und Jecha das Zentrum, das Wohngebiet Franzberg und die Neubaugebiete Borntal (entstand in den 1960er Jahren), Östertal und Hasenholz (1970er/80er Jahre) die Stadtteile. Zu Sondershausen gehören weiterhin die Ortsteile Berka, Großberndten, Großfurra, Himmelsberg, Hohenebra, Immenrode, Kleinberndten, Oberspier, Schernberg, Straußberg und Thalebra.

Geschichte[Bearbeiten]

Sondershausen, Kupferstich aus der Topographia Germaniae von 1650
Stadtansicht im 19. Jahrhundert
Hoftheater Sondershausen
Stadtansicht 2004
Graf Günther XL., der Reiche bzw. der mit dem fetten Maule
Petersenschacht – Symbol des Kalibergbaus
Bergarbeiter in der Zeche „Glück auf“, 1954
Dreipunkthochhäuser, DDR-Architektur
Dreipunkthochhäuser 2010
Protest gegen Grubenschließung 1990

Frühgeschichte und Mittelalter[Bearbeiten]

Das Umfeld von Sondershausen war nachweislich Durchgangsgebiet vieler Völkerschaften. Die ältesten Zeugnisse in Nordthüringen aus dieser Zeit entdeckte man in Bilzingsleben. Dabei handelt es sich um original erhaltene Feuer- und Werkstellen eines Rastplatzes von Jägern und Sammlern vor 350.000 bis 400.000 Jahren. Vor etwa 7000 Jahren siedelten hier Linienbandkeramiker aus dem Balkan und dem Donaugebiet, die mit Ackerbau und Viehzucht begannen. Mit dem Ende der Jungsteinzeit vor ca. 4000 Jahren brachten Völker aus Böhmen die Metallurgie in die Region. Ab dem 7./8. Jahrhundert vor Chr. entwickelte sich die Herstellung von Werkzeugen aus Eisen. Diese Zeit war durch zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen gekennzeichnet, die vom Raum um das Mittelmeer beeinflusst wurden, sodass Handelsbeziehungen vom Nordsee- und Ostseeraum bis zum mittleren Atlantik gestört bzw. abgebrochen wurden.

Vor der Zeit der Christianisierung befand sich auf dem Frauenberg bei Sondershausen eine wichtige kultische Stätte der germanischen Bewohner. Es wurde eine heute noch nicht ganz identifizierte Gottheit verehrt, bei der es sich laut Sagen um die Jagd-Göttin Jecha handelt.

Neben den Einzelhofsiedlungen wurden verstärkt Befestigungen gebaut. In der vorrömischen Eisenzeit verdichteten sich langsam die Siedlungen. Die Festungen und Wallanlagen, wie man sie auch heute noch um Sondershausen findet, wurden ausgebaut. Funde aus der Zeit der Völkerwanderung, der Hunneneinfälle, des Thüringischen Königreichs und der Frankenzeit sind teilweise nur noch schwer nachweisbar. Sondershausen selbst entstand vermutlich im 8. Jahrhundert als fränkische Siedlung. Auf dem Frauenberg fand man reich ausgestattete fränkische Adelsgräber aus dem späten 7. Jahrhundert.

1125 wurde Sondershausen erstmals urkundlich als Siedlung unter Verwaltung von zwei Dienstmannen des Mainzer Erzbischofs namens Wydego und Remarus erwähnt. Im 13. Jahrhundert sind „Marschälle von Sondershausen“ bekannt, die ab 1213 dem Thüringer Landgrafen und ab 1287 dem Erzbistum Mainz lehnspflichtig waren.

Die Zeit um 1300 war entscheidend für die Entwicklung der Ortschaft zur Stadt. Die Grafen von Hohnstein, die seit 1263 auf der Spatenburg ansässig waren, wurden erstmals als Besitzer Sondershausens genannt und verhalfen dem Ort zwischen 1295 und 1341 zum Stadtrecht, was das älteste Stadtsiegel (1341) mit Hohnsteiner Heraldik belegt. Die Stadt umfasste damals etwa 400 Häuser, die in einem unregelmäßigen Viereck zu Füßen einer Burg (heutiges Schloss) lagen. Nach dem Tod Heinrich V. von Hohnstein 1356 ohne männlichen Erben ging die Stadt in den Besitz der gräflichen (1697 fürstlichen) Dynastie Schwarzburg, die Sondershausen als ihren Sitz ausbauten. Prägend für die kleine Stadt wurde der im Bezug auf die Größe erstaunlich hohe Kulturanspruch, der aus der Hofhaltung hervorging. Bereits im 14. Jahrhundert ist für Sondershausen eine Stadterweiterung westlich der Altstadt (Oberstadt bis zum Lohtor) und eine größere östlich der Altstadt (Neustadt bis zum Wippertor) nachgewiesen. Zumindest für die Oberstadt belegen archäologische Ausgrabungen auf dem Postplatz (1998/99), dass sich hier vor allem solche Gewerbe wie Töpfereien und Gerbereien ansiedelten, die wegen ihrer Umweltbelästigung durch Feuer, Rauch und Geruch innerhalb der Stadt nicht geduldet wurden. Die Bürger zu jener Zeit waren größtenteils Handwerker und Händler, deren Wirkungskreis nicht über den örtlichen bzw. regionalen Rahmen hinauswuchs. Seit 1391 wurde ein Schulmeister in der Stadt ausgewiesen.

Um 1300 ist auch eine jüdische Gemeinde in Sondershausen nachgewiesen, deren Zeugnis, die Mikwe von Sondershausen, ein Ritualbad, auch heute noch zu besichtigen ist. Durch die Pestpogrome 1349 wurde das jüdische Leben für lange Zeit aus der Stadt ausgelöscht.

Bis zur Reformation im 16. Jahrhundert war Sondershausen mit dem Stift Jechaburg auch geistliches Zentrum Nordthüringens.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Die zentrale Figur des 16. Jahrhunderts in Sondershausen war Graf Günther XL. von Schwarzburg, auch „der Reiche“ genannt. Er ließ 1534 anstelle der Sondershäuser Burg und unter teilweiser Verwendung von deren Substanz ein Renaissanceschloss errichten.

1539 bekannte der Graf sich zur Reformation in seinem Herrschaftsbereich und konvertierte, wobei er aus der Säkularisierung von Kirchengütern stark zu profitieren verstand.

Im Schmalkaldischen Krieg stellte die Grafschaft beiden Parteien Hilfstruppen, sodass es zur Besetzung Sondershausens am 28. November 1546 durch Truppen des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen führte.

Zwischen 1561 und 1567 verweilte als Gast einer der bedeutendsten Besucher, die die Stadt aufweisen kann, Wilhelm von Oranien, der mit dem Grafen Günther XLI. verschwägert war.

Mit der schwarzburgischen Erbteilung von 1571 entstand unter Graf Johann Günther die sich über neun Generationen fortsetzende Linie Schwarzburg-Sondershausen, die Sondershausen zu ihrer Residenz ausbaute.

Im Dreißigjährigen Krieg waren die Stadt und ihr Umland Durchzugsgebiet kaiserlicher und schwedischer Truppen. 1639 besetzten 600 Schweden und im Folgejahr 1.500 schwedische Reiter Sondershausen. In jener Zeit hatte die Stadt auch den verheerenden Stadtbrand vom 3. Juni 1621, die „Thüringische Sintflut“ vom 29. Mai 1613 und die Pestjahre 1598, 1611 und 1626 zu verzeichnen. Die Bevölkerungszahl reduzierte sich zeitweilig um die Hälfte. Die Stadtkirche St. Trinitatis wurde auf den Fundamenten des Vorgängerbaus „St. Andreas“ errichtet und fiel schon im Jahr nach ihrer Vollendung einem weiteren verheerenden Stadtbrand vom 3. Juni 1621 zum Opfer. Ihr Wiederaufbau zog sich bis 1691 etappenweise hin.

Im späten 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich Sondershausen als barocke Residenz. 1697 gelang es dem Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen nach langen Bemühungen, seine Dynastie in den Reichsfürstenstand erheben zu lassen. In seiner fünfzigjährigen Regierungszeit wurde er zur Symbolfigur seines Zeitalters in Sondershausen. Er ließ in den Jahren zwischen 1680 und1700 das Renaissanceschloss umbauen, aufstocken und mit Stuckaturen und Malereien prächtig ausstatten und so zu einer barocken Residenz ausbauen, deren Spuren auch heute noch sehr deutlich zu sehen sind. Das Repräsentationsbedürfnis und die verschwenderische Hofhaltung belebten die Stadt gewaltig.

Im Siebenjährigen Krieg nutzten verschiedene Truppen die Stadt ein weiteres Mal als Durchzugsgebiet.

Mit Veränderung der Mode in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließ Fürst Christian Günther von Schwarzburg-Sondershausen das Schloss durch den Erweiterungsbau des West- und des Neuen Nordflügels erweitern und im Stil des Rokoko umgestalten. In jener Zeit wirkte in Sondershausen der bedeutende Dichter und Philosoph Johann Karl Wezel (1747–1819) und schrieb den Roman „Hermann und Ulrike“, der das höfische Leben wiedergab. Einer seiner Lehrer war der Dichter und Sondershäuser Superintendent Nikolaus Dietrich Giseke, der dem Kreis um Klopstock angehörte und diesen 1762 in Sondershausen empfing.

19. und frühes 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

In den Napoleonischen Kriegen wurde das um 1800 ca. 3000 Einwohner zählende Städtchen mehrmals von Einquartierungen geplagt. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. rastete am 16. Oktober 1806 während der Flucht nach der Niederlage in der Schlacht bei Jena und Auerstedt in Sondershausen, das daraufhin durch Plünderungen in der Stadt und im Schloss durch die Franzosen bestraft wurde.

Aus der fürstlichen Hofkapelle Harmoniecorps ging später das Loh-Orchester hervor. Der fürstliche Hof, der zu dieser Zeit das wirtschaftliche und mit seinem Beamtentum auch das soziale Leben der Stadt bestimmte, sorgte auch für weitere kulturelle Einrichtungen. So wurden 1825 das Fürstliche Hoftheater im Schlossbereich, 1837 die Lohhalle (Musikhalle) am Lohplatz und 1883 das Konservatorium gegründet bzw. errichtet.

Mit der Entdeckung einer Schwefelquelle in Stockhausen 1814 errichtete man die Gebäude Günthersbad und den Gasthof „Zum Erbprinzen“. Das Heilbad wurde jedoch 1842 wieder geschlossen.

Im Jahr 1835 fand die „Ebelebener Revolution“ statt, bei der Günther Friedrich Carl II. seinen reformunfähigen Vater ablöste und eine konstitutionelle Monarchie mit Verfassung, Wahlen und Volksvertretung entwickelte, so dass sich das Leben der Stadt stark liberalisierte. In jener Zeit ist eine klassizistische Blüte in Sondershausen zu verzeichnen, geprägt durch den Architekten Carl Scheppig, ein Schüler Schinkels. Am Marktplatz entstand die imposante Schlossterrasse mit Alter Wache (1837–1839), das Prinzenpalais aus den 1720er Jahren und das Rathaus (1856) wurden dem Geschmack des Spätklassizismus angepasst. In den 1840er Jahren entstand westlich der Altstadt der neu angelegte Stadtteil, genannt Carlsstadt.

Im Jahr 1836 erfuhr der Schlosspark eine Umgestaltung in einen englischen Landschaftsgarten, die ersten Rüböllaternen wurden aufgestellt, die erste Sparkasse wurde gegründet und es eröffnete das Kaffeehaus „Schwarzburg“ (späteres Café Pille).

1869 erhielt Sondershausen mit dem Bau der Nordhausen-Erfurter Eisenbahn Bahnanschluss. Durch die Kyffhäuserbahn entstand 1898 die Bahnverbindung nach Bad Frankenhausen. Im Dezember 2006 wurde der Verkehr auf dieser Strecke bis auf Weiteres eingestellt.

Zur Erinnerung an die im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Soldaten aus dem Fürstentum wurde ein Kriegerdenkmal in Form einer Siegessäule errichtet und 1876 eingeweiht. Es wurde aus Verkehrsgründen 1907 vom Planplatz in die Anlagen jenseits der Wipper umgesetzt. Die Säule verschwand in den 1970er Jahren, der Sockel steht noch (2012).

Die Eröffnung des ersten Kalibergwerks 1893 markierte den Beginn der Industrialisierung, die verspätet in Sondershausen einsetzte. 1902 startete die elektrotechnische Produktion der Firma Lindner und Co.. Der Kalibergbau und die Elektroindustrie bestimmten in den folgenden einhundert Jahren die wirtschaftliche und demografische Entwicklung der Stadt.

1905 wurde das 25-jährige Regierungsjubiläum von Fürst Karl Günter in der Stadt festlich begangen. Aus diesem Anlass wurde der Marktplatz umgestaltet, in etwa so, wie er sich heute darstellt. Höhepunkt war die Enthüllung der „Schwarzburgia“, eines von Gustav Eberlein geschaffenen Denkmals in der Mitte des Marktplatzes. Es wurde 1939 abgetragen.

Bis 1918 war Sondershausen der Hauptort der Unterherrschaft und die Hauptstadt des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. Zwischen 1920 und 1945 war der Landkreis Sondershausen eine thüringische Enklave in der preußischen Provinz Sachsen.

Nationalsozialistische Zeit und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Bereits zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden politische Gegner aus der Arbeiterklasse verfolgt, jedoch bildeten sich auch Widerstandsgruppen, wie die um Karl Haferung und Kurt Hafermalz, an welche Straßennamen im Wohngebiet Borntal erinnern. Zwischen 1934 und 1944 wurden 360 Frauen und Männer Opfer von im Landeskrankenhaus vorgenommenen Zwangssterilisationen. In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge der jüdischen Gemeinde geschändet. An dieses Gotteshaus, das 1960 abgerissen wurde, erinnert eine Gedenktafel am Einkaufszentrum, das dort heute steht. Aus dem Landessiechenhaus wurde eine noch unbekannte hohe Zahl von Personen in den nationalsozialistischen Krankenmorden, der „Aktion T4“, getötet. Auf dem Hauptfriedhof im Brückental wurde für die Opfer der Zwangsarbeit ein Ehrenhain mit Gedenkstein angelegt. Auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof an der Alexander-Puschkin-Promenade ruhen 80 Tote, davon mindestens 48 Opfer der Zwangsarbeit, unter ihnen 19 Kinder. An alle Opfer des Faschismus erinnert ein 1947 errichtetes Denkmal an der Güntherstraße.[2]

Von 1936 bis 1945 war Sondershausen Garnisonsstadt der Wehrmacht. Die nicht mehr genutzten Kalischächte 3 und 4 wurden 1937/1938 als Heeresmunitionsanstalt ausgebaut, in der später auch etwa 1.000 Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Weitere Gruppen von Frauen und Männern in hoher Zahl mussten Zwangsarbeit leisten: in der Firma Brunnquell & Co., der Firma Lindner & Co., auf dem Gut in Großfurra. Die Dichte rüstungsrelevanter Betriebe war am Ende des Zweiten Weltkriegs auch die Ursache für schwere Bombenangriffe der Alliierten, die zu schweren Zerstörungen in der Stadt führten. Wenige Tage vor Einmarsch US-amerikanischer Truppen, der mit Artilleriebeschuss eingeleitet wurde, erfolgte am 8. April 1945 ein Luftangriff mit Spreng-, Stabbrand- und Phosphorbomben auf die Innenstadt von Sondershausen, dem nach unvollständigen Feststellungen 181 Menschen (dazu 53 Vermißte) zum Opfer fielen. Die Verluste wären deutlich höher gewesen, wenn nicht ein großer Teil der Bevölkerung in die Umgebung der Stadt geflüchtet wäre. 40 % des Wohnungsbestandes (236 Gebäude mit 1554 Wohnungen) wurde vernichtet. Zu Totalverlusten kam es vor allem bei den Bürgerhäusern im Bereich der Loh-, Leopold-, Günther- und Hauptstraße. Der Schlosskomplex wurde beschädigt (besonders der Westflügel, auch der Karussellbau und das Hoftheater), die Orangerie vernichtet, der Lustgarten war eine Kraterlandschaft.[3][4]

Nach 1945 und die Zeit der DDR[Bearbeiten]

Nach Ende des Krieges begannen auf der Grundlage des Ortsgesetzes über die Enttrümmerung der Stadt Sondershausen, die es vorsah, alle männlichen Arbeitskräfte zwischen 15 und 55 Jahren für drei Stunden täglich zu Arbeiten im Rahmen der Enttrümmerung und des Wiederaufbaus zu verpflichten. Anfang Juli 1945 wurde die Stadt, wie ganz Thüringen, von den Amerikanern an die Rote Armee übergeben. Damit wurde sie Teil der Sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 der DDR.

1952 wurde Sondershausen Kreisstadt des verkleinerten Kreises Sondershausen, der zum neu gegründeten Bezirk Erfurt gehörte.

Durch enorme Flüchtlingsströme und natürliches Bevölkerungswachstum wuchs die Einwohnerzahl sehr stark, sodass seit den 1950er Jahren mit der Errichtung der Neubaugebiete Borntal, Hasenholz und Östertal begonnen wurde, was zu einer erheblichen Stadterweiterung führte. Mit dem bereits Ende der 1970er Jahre beginnenden Abriss der Altstadt („Schwarzes Viertel“) und dem parallel laufenden Aufbau des Neubaugebietes Wippertor verlor allerdings die Stadt Sondershausen nach den bombenbedingten Zerstörungen ein weiteres Stück Identität.

Das nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als SAG-Betrieb weitergeführte Kalibergwerk Glückauf wurde ab 1952 Volkseigener Betrieb. 1951 war es durch eine Schlagwetterexplosion zu 12 Toten und 22 Verletzten gekommen.[5] Der Betrieb bildete die Grundlage dafür, dass hier 1970 der VEB Kombinat Kali seinen Sitz erhielt. Der zweitgrößte Betrieb Sondershausens war der VEB Elektroinstallation Sondershausen (EIS). Er hatte bis Ende des Jahres 1989 etwa 3200 Beschäftigte.

Nachwendezeit[Bearbeiten]

Nach dem Ende der DDR 1990 wurde in den Jahren 1991/1992 die Kaliförderung schrittweise eingestellt. Die damit einhergehende Deindustrialisierung sorgt bis heute dafür, dass die Arbeitslosigkeit in Sondershausen wie im gesamten Kyffhäuserkreis, der 1994 aus dem bisherigen Kreis Sondershausen und dem im ehemaligen Bezirk Halle gelegenen Kreis Artern gebildet wurde, mit am höchsten in Thüringen ist.

Die Produktion von elektrotechnischen Artikeln hat mit ELSO, WAGO und SONLUX, jedoch mit weitaus weniger Beschäftigten, bis zur Gegenwart Bestand.

Durch die Abwanderung besonders Anfang der 1990er Jahre und natürliche Bevölkerungsentwicklung durch zu wenig Reproduktion, wie sie fast jede Stadt in den neuen Bundesländern erfuhr, verliert Sondershausen anhaltend an Einwohnern, sodass sich die Stadt strukturell wandelte. Neben der Instandsetzung und Restaurierung des Zentrums werden die Neubaugebiete aus DDR-Zeiten zurückgebaut und renoviert, sodass ein komfortableres Leben gewährleistet ist. Öffentliche Gebäude, Wohnhäuser, Straßen, Plätze und die Infrastruktur wurden in den letzten zwei Jahrzehnten saniert, und die Eigenheimsiedlungen Dornheide, Bahnbogen und Windleite in Stockhausen wurden errichtet.

Das Loh-Orchester, früher eine staatliche Einrichtung, heute in Form einer GmbH geführt, verteidigt weiterhin erfolgreich den Ruf Sondershausens als Musikstadt weit über die Stadtgrenzen hinaus und prägt neben Schlossmuseum, Musikschule, Landesmusikakademie Thüringen und anderen Kulturträgern das kulturelle Leben Sondershausens.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Besonders ab dem 20. Jahrhundert fängt die Bevölkerungsentwicklung stark durch diverse Faktoren zu schwanken. 1922 wurden die Dörfer Bebra, Stockhausen, Jecha und Jechaburg eingemeindet und die drei letzteren bereits 1924 wieder ausgemeindet. Ab 1944 begann der Zuzug von Ausgebombten, Flüchtlingen und Vertriebenen durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges. Im Jahr 1950 wurden die Dörfer Stockhausen, Jecha und Jechaburg endgültig der Stadt Sondershausen hinzugefügt. Mit dem Ende der DDR 1990 begann eine starke Abwanderungswelle durch hohe Arbeitslosigkeit und bis heute verliert die Stadt kontinuierlich Einwohner. Daher wurden auch die umliegenden Dörfer Berka, Großfurra und Oberspier am 31. Dezember 1997 eingemeindet.[6] Am 1. Dezember 2007 folgte die Einheitsgemeinde Schernberg.[7]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bebra 1922
Berka 31. Dezember 1997
Großberndten 1. Januar 1996 Eingemeindung nach Schernberg
Großfurra 31. Dezember 1997
Himmelsberg 14. März 1974 Eingemeindung nach Schernberg
Hohenebra 1. Januar 1996 Eingemeindung nach Schernberg
Immenrode 1. Januar 1996 Eingemeindung nach Schernberg
Jecha 1922
1924
1. Juli 1950
Eingemeindung nach Sondershausen,
Ausgliederung aus Sondershausen,
Eingemeindung nach Sondershausen
Jechaburg 1922
1924
1. Juli 1950
Eingemeindung nach Sondershausen,
Ausgliederung aus Sondershausen,
Eingemeindung nach Sondershausen
Kleinberndten 1. Januar 1996 Eingemeindung nach Schernberg
Oberspier 31. Dezember 1997
Schernberg 1. Dezember 2007
Stockhausen 1922
1924
1. Juli 1950
Eingemeindung nach Sondershausen,
Ausgliederung aus Sondershausen,
Eingemeindung nach Sondershausen
Straußberg 1. Januar 1996 Eingemeindung nach Schernberg
Thalebra 1. Januar 1996 Eingemeindung nach Schernberg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum/Jahr Einwohner
um 1500 ca. 1700
1578 ca. 2.000
1834 4.858
1890 6.634
1933 10.677
1939 10.907
29. Oktober 1946 13.118
31. August 1950 19.622
Datum/Jahr Einwohner
31. Dezember 1960 19.191
1. Januar 1971 22.949
31. Dezember 1981 23.394
1984 23.693
1985 23.908
31. Dezember 1988 24.616
1994 21.808
1995 21.528
Datum/Jahr Einwohner
1996 21.168
1997 23.860
1998 23.557
1999 23.323
2000 23.088
2001 22.753
2002 22.487
2003 22.145
Datum/Jahr Einwohner
2004 21.894
2005 21.622
2006 21.301
2007 24.182
2008 23.747
2009 23.483
2010 23.142
2011 22.395
Datum/Jahr Einwohner
2012 22.177
2013 21.907
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik[Bearbeiten]

Marktplatz mit Rathaus und Trinitatiskirche

Stadtrat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat nach der Kommunalwahl am 7. Juni 2009

Stadtratsvorsitzende ist Dr. Christine Kietzer (CDU)

Dem Sondershäuser Stadtrat gehören außerdem folgende Mitglieder an:

  • Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU)
  • Erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD)

Neben dem Stadtrat besitzt Sondershausen auch noch einen Kinder- und Jugendbeirat und einen Seniorenbeirat.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Sondershausen
Blasonierung:

„Das Wappen zeigt auf silbernem Grund ein rotes Hirschgeweih mit drei seitlichen und drei oberen Enden, zwischen den Stangen ein blauer Schild, darin ein nach rechts steigender goldener gekrönter, rot gezungter und bewehrter Löwe.“[8]

Beschreibung:

Die roten Hirschstangen entstammen dem Wappen der Grundherren, der Löwenschild weist auf schwarzburgischen Besitz hin. Burg und Herrschaft Sondershausen gelangten zunächst um 1263 an die Grafen von Honstein, die ihren rot-silbern geschachten Schild zwischen die Hirschstangen setzten, aber später trat der schwarzburgische Löwenschild an diese Stelle.[9]

Dienstsiegel[Bearbeiten]

„Das Dienstsiegel trägt die Umschrift im oberen Halbbogen ‚Freistaat Thüringen‘ bzw. ‚Thüringen‘ und im unteren Halbbogen ‚Stadt Sondershausen‘ und zeigt im mittleren Feld das Wappen […] in einer Schildumrahmung.“[10]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Sondershausen pflegt Partnerschaften mit Rolla in den Vereinigten Staaten (seit 1998), mit Pecquencourt im Département Nord in Frankreich (seit 1969) sowie mit der litauischen Stadt Kazlų Rūda im Distrikt Marijampolė (seit 2000).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

In Sondershausen gibt es ein Schlossmuseum mit drei verschiedenen Ausstellungsbereichen. Dazu zählen ein Sonderausstellungsbereich mit ständig wechselnden Ausstellungen von Künstlern und die historischen Räume bzw. Raumfassungen aus sechs Epochen, z. B. der Blaue Saal oder das einzigartige Steinzimmer. Als drittes beherbergt das Schloss den natur- und kulturhistorischen Bereich einschließlich der Stadtgeschichte. Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehören die „Goldenen Kutsche“, die einzige ihres Typs in Deutschland, und der sagenumwobene „Püstrich“. Sonderführungen durch Schlosskeller, Schaudepot, Schlossturm und den Schlosspark sind möglich.

Die Alte Wache von Scheppig am Marktplatz, heute: Touristeninformation

Unter der Stadt befindet sich ein Besucherbergwerk, bei dem es sich um die älteste befahrbare Kaligrube der Welt handelt. Die Besucher werden durch kilometerlange Strecken gefahren, die einem unterirdischen Labyrinth gleichen. Es werden Abbau- und Fördertechniken gezeigt und eine Kahnfahrt mit echten Spreewaldkähnen auf dem tiefstgelegenen Salzsee der Welt angeboten. Des Weiteren findet man untertage eine Salzrutsche und einen Festsaal. Weltrekorde sind auch der Konzertsaal und die Kegelbahn in 700 Meter Tiefe. Seit 2007 gibt es zusätzlich noch eine Dauerausstellung untertage zum Thema Heeresmunitionsanstalten in Kalischächten. Ebenfalls werden jährlich Rad- und Wettrennen unter extremen Bedingungen organisiert, die hunderte Sportler in das Bergwerk locken, darunter auch der sogenannte Untertage-Marathon.

Zu besichtigen ist auch ein 1999 ausgegrabenes jüdisches Bad aus dem 14. Jahrhundert unter der Galerie am Schlossberg, siehe Mikwe von Sondershausen.

Sein ganzes Leben verbrachte der bedeutende Naturwissenschaftler Thilo Irmisch in Sondershausen und hinterließ viele Erkenntnisse, die im Stadtmuseum verarbeitet wurden.

Naherholungsgebiete und Parks[Bearbeiten]

Freizeit- und Erholungspark Possen[Bearbeiten]

Jagdschloss „Zum Possen“ und Possenturm

Das Gelände gehört zum Jagdschloss „Zum Possen“. Darauf befinden sich der Possenturm (Aussichtsturm), der alte Bärenzwinger von 1867, der Possenbrunnen mit ca. 40 Metern Tiefe und ein Feuchtbiotop. Ein Großteil der Fläche nimmt der frei zugängliche Wildpark mit Braunbären, Rotwild, Damwild, Muffelwild, Wildschweinen, verschiedenen Vogelarten, Pferden, Eseln, Schafen, Ziegen, Zwerghasen, Meerschweinchen und Hühnern ein. Seit kurzer Zeit bewohnen Erdmännchen, Emus und Zwergkängurus den Tierpark.

Neben einer großen Ferienanlage und einem Spielplatz steht auf dem weitläufigen Gelände auch eine historische Reithalle. Im ehemaligen fürstlichen Jagdschloss ist heute ein Restaurant untergebracht. Auf einer großen Freifläche finden regelmäßig Veranstaltungen, zum Beispiel Tierausstellungen, statt.

Erlebnisreich Straußberg[Bearbeiten]

Im Ortsteil Straußberg befindet sich der KiEZ Ferienpark Feuerkuppe, ein Bungalowdorf mit Gästehaus und Zeltplatz sowie Sportplätzen, Schwimmbad, Bowlingbahn und einem Kletterturm. Eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten wird für jede Altersgruppe angeboten. Daneben gibt es auch noch einen Affenpark, in dem sich die Primaten frei zwischen den Besuchern bewegen können, und eine Sommerrodelbahn. Der Ortsteil kann zusätzlich mit einer mittelalterlichen Burganlage aufwarten, die besichtig werden kann.

Parkanlagen[Bearbeiten]

Schlosspark, Ansicht vom Großen Parkteich zum Schloss

Der Schlosspark Sondershausen wurde ab 1837 durch Carl Eduard Petzold, der auch den Parkteich anlegte, unter Einbeziehung von Schloss, Stadt und Umgebung (darunter zählt auch die Wipper) nach den Prinzipien eines Landschaftsgartens umgestaltet, zum „Fürstlichen Park zu Sondershausen“. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahrzehnten wurde die Anlage stark beeinträchtigt, bis es seit 1991 zu Instandsetzungsarbeiten kam.

Eine weitere Parkanlage befindet sich im Stadtzentrum, nahe der Trinitatiskirche, der sogenannte Alte Gottesacker. Dort steht unter anderem der Gedenkstein für den Dichter Johann Karl Wezel.

Ebenfalls im Zentrum liegt der Rosengarten, in dem sich der Käthe-Kollwitz-Kindergarten, das Gebäude, welches sich die Grundschule „Käthe Kollwitz“ und das Geschwister-Scholl-Gymnasium Haus II teilen, die Dreifeldersporthalle „Am Rosengarten“ und die Goethe-Schule (Berufsschule) befinden. Eine Gedenkstätte, die an die Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert, steht im Mittelpunkt des Areals.

Blick auf das Schloss Sondershausen
Schloss im Schnee, Gartenseite
Cruciskirche
St.-Matthias-Kirche in Stockhausen
Adventsmarkt in der Altstadt von Sondershausen
ehemalige Lohhalle auf dem Lohplatz
Brügmanschacht – Erlebnisbergwerk Sondershausen

Bauwerke[Bearbeiten]

Schlossbauten[Bearbeiten]

  • Das Residenzschloss Sondershausen ist aus einer Burg und anschließendem Renaissanceschloss hervorgegangene und später erweiterte, unregelmäßige Vierflügelanlage. Der von 1764 bis 1771 erbaute Westflügel wurde im 19. Jahrhundert klassizistisch von Carl Scheppig purifiziert, der Schmuck über der Hofseite präsentiert nach seiner Restaurierung wieder die historisch korrekte Rokokodekoration. Besonders erwähnenswert sind der Blaue Saal und im Park das Achteckhaus, das über einen drehbaren Tanzboden verfügte und heute für Konzerte genutzt wird.´
  • Das Frühere Prinzenpalais (1721–1725). Es diente unter anderem in der Zeit von 1835 bis 1851 dem Fürsten während des Schlossumbaus als Wohnsitz. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude am Markt beherbergt derzeit das Landratsamt des Kyffhäuserkreises.
  • Das Jagdschloss „Zum Possen“ (18. Jahrhundert). Das Ensemble aus Gebäuden und Parkanlage ist frei zugänglich, beherbergt einen Wildpark und ein Restaurant. Der Aussichtsturm Possenturm ist das größte Fachwerkgebäude seiner Art in ganz Europa.
  • Die Burg Straußberg (um 1200). Die Burganlage entstand als Ministerialensitz für die Landgrafen von Thüringen, war später im Besitz der Grafen von Hohnstein und darauf der Grafen von Schwarzburg.
  • Die Burg Furra aus dem 11. Jahrhundert im Ortsteil Großfurra diente einst als Wasserburg der Herren von Wurmb .
  • Die Alte Wache diente seit ihrer Erbauung 1837–1839 durch Carl Scheppig als fürstliche Wache und ist Bestandteil des Schlossterrassenensembles. Heute enthält sie die Touristeninformation der Stadt.

Bürgerliche Profanbauten[Bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kirchen in Sondershausen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die seit 2006 jährlich zwischen Juni und Juli stattfindenden Thüringer Schlossfestspiele bilden den Höhepunkt im Kulturprogramm der Stadt Sondershausen. Hierbei handelt es sich um ein Musikfestival, das als Kernpunkt neben musikalischen Rahmenprogrammen ein jährlich neu erarbeitetes, bekanntes Werk des Musiktheaters beinhaltet, das im Schlosshof von dem Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen aufgeführt wird.

Ein weiteres kulturelles Highlight ist das Residenzfest, welches seit 2001 am ersten Juniwochenende abgehalten wird. Das dreitägige Fest wartet mit einem umfangreichen musikalischen Rahmenprogramm, Märkten und sonstigen Veranstaltungen auf.

Der Rosenmontagsumzug der Stadt gehört zu den größten seiner Art in Thüringen und somit ist Sondershausen eine der Karnevalshochburgen des Freistaates. Die 12 bis 15 Vereine mit rund 800 aktiven Karnevalisten ziehen etwa fünf Kilometer quer durch die Stadt.

Weitere Veranstaltungen sind die Kneipennächte, bei denen mit einem Busshuttle eine Vielzahl von Kneipen, Gaststätten und Clubs in der gesamten Stadt besucht werden kann. Das Sondershäuser Weinfest (seit 1995) und das Bierfest (seit 2008) bieten jeweils drei Tage im August ein volles Programm für die ganze Familie von morgens bis in die Nacht hinein. Oster- und Frühlingsfeste, Gewerbegebiets-, Bergmannstage, Advents- und Weihnachtsmärkte runden das Jahr ab.

Neben Klassikmusik und Jazznächten, Denkmalstagen und der Nordthüringischen Kulturnacht finden gerade im Sommer Open-Air-Veranstaltungen mit regionalen Rockbands im Schlosshof und auf dem Lohplatz statt.

Musik[Bearbeiten]

Sondershausen führt neben dem Beinamen Bergstadt auch den Beinamen „Musikstadt“. Musikalische Traditionen lassen sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen.

Die Hofkapelle wurde erstmals 1637[11] erwähnt und 1918 in Loh-Orchester Sondershausen umbenannt, heute Bestandteil der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Hier wirkten Musiker wie Max Bruch, Gottfried Herrmann, Franz Liszt und Max Reger. Der Musikwissenschaftler Hugo Riemann lehrte am fürstlichen Konservatorium in Sondershausen, wo Max Reger für drei Monate sein Schüler war. Der Musikwissenschaftler Philipp Spitta ließ sich 1867 von Tallinn an das Gymnasium in Sondershausen versetzen. Das von Carl Schroeder (1848–1935) im Jahre 1883 gegründete Konservatorium bildete bis 1938 Musiker aus. Zu den bekanntesten Schülern zählt unter anderen der Berliner Operettenkomponist Walter Kollo. Außerdem wirken in der Stadt auf dem Gebiet des Chorgesangs der Albert-Fischer-Chor, die Sondershäuser Madrigalisten, die Kreiskantorei Sondershausen-Bad Frankenhausen und der Ökumenische Chor. Jährlich können junge Musiker aus vielen Ländern im Schloss die Meisterkurse für Violine besuchen.

Eine große Rolle im Musikleben von Sondershausen, besonders für die „Musiken im Loh“, spielte die schöne Loh-Halle. Sie wurde 1837 von Landesbaumeister Carl Scheppig errichtet, mit einem offenen Orchesterraum zum Lohplatz hin. Das letzte der berühmten Konzerte dort fand 1965 statt, 1973 wurde die traditionsreiche Halle abgerissen. Nur die Fundamentplatte findet sich noch (2012).

Sondershausen ist auch Namensgeber des Sondershäuser Verbandes Akademisch-Musikalischer Verbindungen (SV) (Dachverband der nichtschlagenden musischen Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich). Neben Verbandfesten im fünfjährigen Turnus veranstaltet der SV hier regelmäßig Verbandstagungen und Fortbildungsseminare sowie eigene Konzerte. Im Schlossmuseum der Stadt befindet sich ein Raum mit historischen Gegenständen des Verbandes. Ebenso ist das Verbandsarchiv in der Stadt angesiedelt.

Sondershausen ist seit dessen Gründung 2005 Sitz der Landesmusikakademie.

Jahrliche musikalische Veranstaltungen sind u. a. Noten mit Dip (Brunch mit musikalischem Rahmenprogramm), Schlosskonzerte im Blauen Saal des Residenzschlosses, Lohkonzerte des Loh-Orchesters im Achteckhaus und im Haus der Kunst. Neben klassischer Musik gibt es auch noch Jazznächte und aktuelle Musik in den Clubs der Stadt. Im Sommer werden auch auf dem Lohplatz und im Schlosshof Open-Air-Konzerte z. B. mit regionalen Rockbands gegeben.

Sport[Bearbeiten]

In Sondershausen gibt es 39 Sportvereine und einen Country- und Westernclub. Die Vereine bieten folgende Sportarten an: Badminton, Basketball, Behinderten/Reha-Sport, Billard, Fußball, Handball, Judo, Karate, Kegeln, Leichtathletik, Luftsport (Ultraleicht), Motorsport, Radsport (Straße, Bahn), Reit- und Fahrsport, Schach, Schießsport, Schwimmen, Tauchsport, Tischtennis, Turnen/Gymnastik, Volleyball, Wandern, Tennis und Wasserski.

Über die Stadt hinaus bekannt ist die in Sondershausen geborene Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann. Das Besucherbergwerk bietet Leichtathletikveranstaltungen mit internationaler Beteiligung. Bekannt sind inzwischen der Untertage-Marathon und das Radrennen unter Tage. Weitere regelmäßige Sportveranstaltungen im Bergwerk sind: der Kristall-Lauf, der Sommer-Biathlon, Fechten, Kugelstoßen und Wandern unter Tage.

Außerdem findet in der Stadt jährlich das „Internationale Sparkassenmeeting der Leichtathletik“ mit vielen Medaillengewinnern der laufenden Saison statt. Jedes Jahr am dritten Wochenende im März gibt es den „Possenlauf“ und an jedem zweiten Wochenende im Oktober den „Stadtparklauf“.

Bekanntester Sportverein ist der Fußballverein BSV Eintracht Sondershausen (bis 1990 BSG Glückauf Sondershausen). Der Verein spielte von 1980 bis 1987 in der DDR-Liga (zweithöchste Spielklasse) und wurde 2000 Landesmeister in der Landesliga Thüringen. Danach war er fünf Jahre in der NOFV Oberliga Süd (4. Liga). Spielstätte des Vereins ist das Sportzentrum „Am Göldner“ mit 5.000 Plätzen, davon 1.700 überdachten Sitzplätzen.

Sondershausen bietet zudem zwei Freibäder (nahe dem Göldner Stadion und in Großfurra) sowie zwei Naturbäder (in Bebra und Hachelbich).

Gesellschaften[Bearbeiten]

Von 1932 bis 2003 war Sondershausen Sitz der Luther-Akademie Sondershausen e. V. Kulturinteressierte Bürger finden sich zusammen in der Goethe-Gesellschaft und der Johann-Karl-Wezel-Gesellschaft. Zwei Karnevalsvereine organisieren jährlich einen der größten Rosenmontagsumzüge Thüringens.

Umgebung[Bearbeiten]

größter Fachwerkturm: Possenturm

Ein Ausflugsziel nahe Sondershausen ist der Freizeit- und Erholungspark Possen, der Teil der Hainleite ist. Im Bereich des Possens verändert sich die Hainleite zu einer Hochebene. Hier steht mit dem Possenturm der höchste Fachwerkturm Europas (42 m) mit Fernsicht bis zum Brocken.

Weitere Ausflugsziele sind der Spatenberg im Südwesten der Stadt und das Rondell Sondershausen im Süden. Vom Rondell aus erhält man einen Überblick über die gesamte Stadt nebst Stadtteilen. Auf dem Straußberg gibt es ebenso die Burg Straußberg, einen Affenpark und eine Sommerrodelbahn.

Unter Sondershausen befinden sich in 600 m Tiefe die Grubenbaue eines ehemaligen Kalibergwerkes. Heute ist es zum Besucherbergwerk umfunktioniert, welches unter Tage vielfältige Aktivitäten anbietet. Am 20. November 2007 spielte hier die amerikanische Band Queens of the Stone Age das tiefstgelegene Rockkonzert der Geschichte.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Wirtschaftlich ist Sondershausen geprägt durch die Elektroindustrie und bis in die 1990er Jahre durch das Kalibergwerk. In Sondershausen befindet sich der älteste noch befahrbare Kalischacht der Welt. Auch wenn die Kaliproduktion in großem Stil eingestellt wurde, wird seit 2006 wieder in geringem Maße Industriesalz (vor allem als Streusalz) gefördert. Das Bergwerk Glückauf dient heute demnach hauptsächlich als Versatzbergwerk und wird von der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) betrieben. Teile der unterirdischen Anlagen wurden Ende der 1990er Jahre zu einem Besucherbergwerk ausgebaut. Größter Betrieb ist momentan in Sondershausen die Fertigungsstätte der WAGO Kontakttechnik GmbH Co. KG mit über 1000 Beschäftigten. Hergestellt werden Federklemmen und -systeme für die Elektroinstallation. Weitere relevante Unternehmen sind die Elektroinstallation Sondershausen, Sonlux (Licht- und Elektroinstallation GmbH & Co. KG) und die K-UTEC (Kali-Umwelttechnik GmbH, heute: K-UTEC AG Salt Technologies), die Nachfolgergesellschaft des Kali-Forschungsinstitus der mitteldeutschen Kaliindustrie.

Militärischer Standort[Bearbeiten]

Die „Karl-Günther-Kaserne“ als Militärstandort bildet derzeit noch den zweitgrößten Arbeitgeber der Stadt mit 960 Soldaten und zivilen Mitarbeitern.[13] Mit der Umstrukturierung der Bundeswehr 2011 wird aber zukünftig der Standort auf 220 Dienstposten als Stammpersonal reduziert.[14]

Den Ausgangspunkt bildete die 1697 gegründete fürstliche Garde. Seit dem 1867 strebte das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen den Ausbau Sondershausens zur Garnisonsstadt an. So wurde eine Militärkonvention mit dem Königreich Preußen geschlossen, und die Stadt wurde preußischer Standort. Im Jahre 1871 erfolgte schließlich die Einbindung in das kaiserlich-deutsche Heer.

Die Karl-Günther-Kaserne wurde um 1900 im wilhelminischen Stil errichtet. Ein Großteil der Gebäude wurde zur Zeit des Nationalsozialismus für die Wehrmacht erbaut und zu DDR-Zeiten für die NVA weiter genutzt. Innerhalb der Kaserne wurde 1965 der DEFA-Spielfilm „Der Reserveheld“ gedreht. Nach der Wiedervereinigung erfolgten Umgliederungen durch eine Strukturreform der Bundeswehr. Es folgten weitere Um- und Ausbauten. Die letzte Großinvestition über 50 Mio. Euro begann 2004. Die Kaserne besitzt eine von zehn Schwimmhallen der Bundeswehr und hat einen der größten Standortübungsplätze mit Schießanlage in Thüringen.

Am 26. Oktober 2011 wurde offiziell die Umstrukturierung der Bundeswehr bekannt gegeben, und der Standort Sondershausen konnte nach langem Kampf in reduzierter Form erhalten werden. Am 23. März 2013 wurde das Raketenartilleriebataillon 132 aufgelöst, und ein Lehrgangsbetrieb wird zum 1. Januar 2014 eingerichtet, bei dem Unteroffiziere und Feldwebel ausgebildet werden sollen. Zusätzlich wird das Kraftfahrausbildungszentrum Erfurt in die Kreisstadt verlegt.

2014 werden sich im hiesigen Standort befinden

Bahnhof Sondershausen
Aula des Gymnasiums nach dem Vorbild Sängersaal der Wartburg

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Sondershausen ist Halt für Regionalexpresszüge und Regionalbahnen an der Bahnstrecke Wolkramshausen–Erfurt. Weitere Haltestellen sind Glückauf bei Stockhausen,Großfurra und Hohenebra. Auf der von Sondershausen über Sondershausen-Süd, Jecha und Berka nach Bretleben führenden Kyffhäuserbahn wurde der Personenverkehr im Dezember 2006 eingestellt.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der B 4 zwischen Nordhausen und Erfurt. Seit 2008 führt die Bundesstraße nicht mehr durch das Zentrum, sondern mit Hilfe einer Umgehungsstraße an Sondershausen vorbei.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Betreiber des Busverkehrs in Sondershausen ist die Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis. Ein gut ausgebautes Bussystem mit einem modernen Busbahnhof im Zentrum gewährleistet einen organisierten Nahverkehr. Es stehen sechs Stadtlinien zur Verfügung. Weitere 16 Linien versorgen das Umfeld von Sondershausen und führen unter anderem nach Ebeleben, Greußen, Kelbra, Straußberg, Bad Frankenhausen und Artern.

Bildung[Bearbeiten]

In Sondershausen war bis 1990 die einzige Bibliothekarschule der DDR beheimatet. An Bildungseinrichtungen sind heute vorhanden: vier Grundschulen (Franzberg, Käthe Kollwitz, Östertal, Hohenebra), zwei Regelschulen (Franzberg, Östertal), das Staatliche Geschwister-Scholl-Gymnasium Sondershausen (in zwei Gebäuden), die Staatliche Berufsbildende Schule Sondershausen (Berufliches Gymnasium), das Regionale Förderzentrum für Lernbehinderte, das Regionale Förderzentrum mit Schwerpunkt für geistige Entwicklung, das Staatliche Berufsschulzentrum Sondershausen (mit Berufsschule und Bibliothekarschule), eine Zivildienstschule, die Volkshochschule Kyffhäuserkreis mit 13 Außenstellen, die Musikschule Kyffhäuserkreis, das Carl-Schroeder-Konservatorium, mit 15 Außenstellen und die Landesmusikakademie Sondershausen. Eine Privatschule ist in Schernberg in Planung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ein Auflistung aller aktuell als wichtig eingestuften Personen, die in Sondershausen geboren und/oder gestorben und/oder hier in der Stadt gewirkt haben, ist in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Sondershausen zu finden.

Schriftsteller Johann Karl Wezel

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Apfelstedt: Bau- und Kunstdenkmäler des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Erstes Heft: Die Unterherrschaft. Bertram, Sondershausen 1886. Neudruck: Donhof, Arnstadt 1993, ISBN 3-86162-013-8.
  • F. Lammert: Heimatkunde für das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Sondershausen 1920
  • Hendrik Bärnighausen: Historische Bauten und Sehenswürdigkeiten in Sondershausen. Donhof, Arnstadt 1990, ISBN 3-86162-004-9.
  • Bettina Bärnighausen: Sondershausen um 1900. Donhof, Arnstadt 1991, ISBN 3-86162-005-7.
  • Eberhard von Wasielewski: Sondershausen. Nachklang einer Jugend. Donhof, Arnstadt 1992, ISBN 3-86162-008-1.
  • Bruno Falley, Siegfried Lange: Sondershausen. In: Thüringer Städte. Heft 11. Perthes, Gotha 1994, ISBN 3-623-00972-5.
  • 875 Jahre Sondershausen – Eine Schrift zum Jubiläum. Hrsg.: Stadt Sondershausen, Druckerei Starke, Sondershausen 2000, ISBN 3-9805829-7-3
  • Helmut Röttig: Sondershausen. Aus der Vergangenheit. Bildarchiv Röttig, Sondershausen 2001
  • Sondershausen – Gesichter einer Stadt 1990 bis 2010. Hrsg.: Stadt Sondershausen, Druckerei Starke, Sondershausen 2010, ISBN 978-3-00-032395-9

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sondershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Sondershausen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 178, ISBN 3-88864-343-0
  3. Sondershausen von Rudolf Zießler. In Schicksale deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg, Hrsg. Götz Eckardt, Henschel-Verlag, Berlin 1978. Band 2, S. 496–497
  4. Helmut Röttig: Sondershausen. Aus der Vergangenheit. Bildarchiv Röttig
  5. Jan Eik und Klaus Behling: Verschlusssache. Die größten Geheimnisse der DDR. Verlag Das Neue Berlin. Berlin 2008. ISBN 978-3-360-01944-8. S. 68
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1997
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  8. Hauptsatzung der Stadt Sondershausen § 3 Absatz 1, 1. Juli 2009
  9.  Arbeitsgemeinschaft Thüringen e. V. (Hrsg.): Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2, 1998, ISBN 3-9804487-2-X, S. 30.
  10. Hauptsatzung der Stadt Sondershausen § 3 Absatz 4, 1. Juli 2009
  11. Sonderhausen-Broschüre Seite 5
  12. Daniel Koch: Queens Of The Stone Age: Stoner im Stollen. In: Intro, 22. November 2007
  13. Stand 2010; aus: Sondershausen – Gesichter einer Stadt 1990 bis 2010, Starke Druck
  14. http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=102601