Sonsonate

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Sonsonate
13.716666666667-89.716666666667Koordinaten: 13° 43′ N, 89° 43′ W
Karte: El Salvador
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Sonsonate

Sonsonate auf der Karte von El Salvador

El Salvador-CIA WFB Map.png
Lage von Sonsonate in El Salvador
Basisdaten
Staat El Salvador
Departamento Sonsonate
Einwohner 71.541 
Detaildaten
Zeitzone UTC-6
Stadtvorsitz José Roberto Aquino Ruiz (ARENA), 2009-2012[1]
Blick auf den Vulkan Izalco und den Cerro Verde von der Straße San Salvador - Sonsonate aus.

Sonsonate ist eine Stadt im Westen von El Salvador. Sie ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos, liegt 62 km westlich von San Salvador und hat 71.541 Einwohner (2007).

Ortsname[Bearbeiten]

Der Ortsname wird auf den Nawat-Namen Centzunat („Vierhundert Wasser“ oder „Großer Fluss“) zurückgeführt. Das Zahlwort für 400 heißt auf Nahuatl centzontli (bestehend aus den Wurzeln ce[n], „eins“ und tzon[tli], „Vierhunderter“), was im Nawat dem Wort sentzun (centzun) entspricht; Nawat at (Nahuatl atl) bedeutet „Wasser“.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1552 von Antonio Rodríguez unter dem Namen Villa del Espíritu Santo gegründet und erhielt 1553 durch Pedro Ramírez de Quiñónez und den Franziskanerbischof Marroquín den Namen Villa de la Santísima Trinidad de Sonsonate. Sonsonate war während der Kolonialzeit Sitz der Alcaldía Mayor de Sonsonate im Generalkapitanat Guatemala. 1824 wurde es Departementssitz und 1834 unter Präsident José Gregorio Salazar Hauptstadt der Zentralamerikanischen Konföderation, bis San Salvador diese Funktion übernahm.

1932 war Sonsonate ein Zentrum des Aufstands von Pipil-Bauern aus der Umgebung, aus Izalco und Juayúa gegen die Großgrundbesitzer und die Militärherrschaft von General Maximiliano Hernández Martínez. Dabei wurde der Bürgermeister von Sonsonate getötet, wofür fälschlicherweise der aus Izalco stammende Bauernführer Feliciano Ama verantwortlich gemacht wurde.[2] Nach der Niederschlagung des Aufstands kam es zur Matanza, einem Massaker, dem Anfang 1932 in ganz El Salvador etwa 30.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Nawat-Sprache der Pipil wurde in der Folge verboten und so innerhalb weniger Jahrzehnte an den Rand des Aussterbens gebracht.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Resultados Alcaldes Electos en El Salvador para 2009-2012
  2. Miguel Marmol und Oscar Martínez Peñate über den Bauernführer José Feliciano Ama (eltorogoz.net)

Weblinks[Bearbeiten]