Sonthofen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sonthofen
Sonthofen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sonthofen hervorgehoben
47.51222222222210.281111111111741Koordinaten: 47° 31′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 741 m ü. NHN
Fläche: 46,62 km²
Einwohner: 21.318 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 457 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87527
Vorwahl: 08321
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 139
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
87527 Sonthofen
Webpräsenz: www.sonthofen.de
Bürgermeister: Christian Wilhelm (Freie Wähler)
Lage der Stadt Sonthofen im Landkreis Oberallgäu
Österreich Baden-Württemberg Landkreis Lindau (Bodensee) Kempten (Allgäu) Landkreis Unterallgäu Landkreis Ostallgäu Kempter Wald Wildpoldsried Wiggensbach Wertach Weitnau Waltenhofen Sulzberg (Oberallgäu) Sonthofen Rettenberg Ofterschwang Oberstdorf Oberstaufen Obermaiselstein Oy-Mittelberg Missen-Wilhams Lauben (Oberallgäu) Immenstadt im Allgäu Bad Hindelang Haldenwang (Allgäu) Fischen im Allgäu Durach Dietmannsried Burgberg im Allgäu Buchenberg Bolsterlang Blaichach Betzigau Balderschwang AltusriedKarte
Über dieses Bild
Stadtansicht vom Mittag
Offizielles Logo von Sonthofen

Sonthofen ist die Kreisstadt des schwäbischen Landkreises Oberallgäu in Bayern. Sie wurde zur Alpenstadt des Jahres 2005 gekürt.

Geografie[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Sonthofen liegt in einem Bereich von etwa 750 bis 1100 Meter über NN am Nordrand der Allgäuer Alpen. Durch die Stadt fließen die Flüsse Iller und Ostrach. Sonthofen ist etwa 40 Kilometer vom Bodensee und 120 Kilometer von München entfernt und ist die am südlichsten gelegene Stadt Deutschlands. Nach den Eingemeindungen von 1976 grenzt der Grünten an das Gemeindegebiet Sonthofens.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Neben dem eigentlichen Stadtgebiet gehört zur Stadt Sonthofen noch der 1976 eingemeindete, zwei Kilometer südlich gelegene Ortsteil Altstädten mit Hinang, Beilenberg und Hochweiler sowie die inzwischen mit der Stadt zusammengewachsenen Orte Binswangen, Berghofen und Rieden. Weitere Ortsteile sind Winkel, Tiefenbach, Walten, Staig, Unterried, Breiten, Oberried, Imberg, Hofen, Illersiedlung und Margarethen.

Geschichte[Bearbeiten]

Am Fuße des Kalvarienberges lag vermutlich eine alamannische Siedlung, mit der die Ortsgeschichte begann. Auf der Kuppe vermutet man eine alte Thingstätte. Hier wurde ab 1120 alljährlich ein Frongericht abgehalten. Vor 1800 war Sonthofen Pflegeamt und gehörte zum Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Sonthofen besaß seit 1429 das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Bedeutung erhielt Sonthofen erst zur Zeit des Nationalsozialismus durch Stationierung von Wehrmacht und SS-Verbänden.

Die Ordensburg, im Jahre 1935 errichtet, diente der NSDAP als Adolf-Hitler-Schule. Sie wird heute als Generaloberst-Beck-Kaserne von der Bundeswehr genutzt.

Sonthofen wurde im Zweiten Weltkrieg zweimal bombardiert: Das erste Mal am 22. Februar 1945; dabei wurden das Käslager, die Spitalkirche und die Genossenschaftsbank getroffen. Der zweite Angriff erfolgte am 29. April 1945; dabei wurde die katholische Pfarrkirche St. Michael getroffen.

Am 18. August 1963 wurde Sonthofen die Bezeichnung „Stadt“ verliehen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Altstädten

Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Altstädten mit ihren Ortsteilen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf die heutige Gemeindefläche (Stand: 1987).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2012
Einwohner 2.698 4.460 11.154 11.175 14.257 17.958 20.025 21.319 21.318

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Stadtrat:

  • Christlich Soziale Union (CSU): 10 Sitze
  • Freie Wähler e. V. (FW): 9 Sitze
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): 5 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen (Grüne): 5 Sitze
  • Freie Demokratische Partei (FDP): 1 Sitz

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Gold und Rot; vorne nebeneinander drei bewurzelte grüne Flachspflanzen mit blauen Blüten, hinten zwei schräg gekreuzte silberne Nagelschmiedhämmer.

Die Pflanzen symbolisieren den Flachsanbau, der bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Einnahmequelle der Bauern war. Die Schmiedehämmer versinnbildlichen die Verarbeitung des am nahegelegenen Grünten abgebauten Eisenerzes im Hüttenwerk Sonthofen sowie die Weiterverarbeitung in zahlreichen Nagelschmieden, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ebenfalls eine wichtige Erwerbsquelle in Sonthofen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Michael
  • Die katholische Pfarrkirche St. Michael liegt unterhalb des Kalvarienbergs. Vorgängerbauten dürften schon im 9. Jahrhundert existiert haben. Bis 1377 gehörte das Tannheimer Tal und bis 1471 auch Hindelang mit zu dieser Pfarrei. 1449 und 1540 brannte die Kirche ab und wurde jeweils wieder aufgebaut. Die barocke Kirche besaß einst einen eigenen Leprosenkoben für die Leprakranken sowie Deckengemälde von Waldemar Kolmsperger, der auch den Hochaltar gestaltete. Durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch schwer beschädigt und verlor auch ihre 400 Jahre alten Glocken. Die Deckenfresken wurden 1988 bis 1991 durch Malereien Arnulf Heimhofers ersetzt.
  • Auf der Südseite von St. Michael befindet sich die Frauenkapelle, die aus der gleichen Zeit stammt und ebenfalls den beiden Bränden zum Opfer fiel und wieder neu errichtet wurde. Sie enthält ein Fresko aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, das möglicherweise von Franz Anton Weiß stammt, sowie einen Hochaltar von 1704/1705.
  • 1499 wurde die Spitalkirche erbaut, die zu einer Augsburger Spitalstiftung gehörte. Nach der Zerstörung durch Luftangriffe 1945 wurde sie 1967 originalgetreu wieder aufgebaut.
  • Die Friedhofskapelle, die den Heiligen Sebastian und Afra geweiht ist, wurde mit der Verlegung des Friedhofs von St. Michael auf das heutige Gelände im Jahr 1583 notwendig. 1827 wurde sie neu errichtet und Mitte des 20. Jahrhunderts renoviert.
  • Die aus dem 14. Jahrhundert stammende und im 18. Jahrhundert umgebaute Kapelle St. Leonhard im Ortsteil Berghofen beherbergt als Besonderheiten neben volkstümlichen Votivtafeln und Schnitzfiguren aus dem Umkreis von Hans Multscher einen bedeutenden Flügelaltar aus der Werkstatt Hans Strigels des Älteren.
  • Die Kriegergedächtniskapelle auf dem Kalvarienberg geht auf ein Bauwerk von 1650 zurück, wurde jedoch 1924 als Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges neu erbaut. Ein Deckenfresko zeigt einen Soldaten im Schlachtfeld in der zeittypischen Montur. Die Kapelle bildet den Endpunkt eines Kreuzweges, der von der Stadt den Kalvarienberg hinaufführt.
  • Die evangelische Täufer-Johannis-Kirche wurde ab 1911 erbaut. Seit 1923 existiert in Sonthofen eine selbständige evangelische Gemeinde.
  • Im Ortsteil Imberg steht die Kapelle St. Katharina und St. Silvester, deren Madonna dem Kreis um Hans Multscher zugeschrieben wird.
  • Auch die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas und die Siebenten-Tags-Adventisten besitzen Versammlungsgebäude in Sonthofen.

Profanbauten[Bearbeiten]

Alte Schule
Leprarätsche
  • Die Alte Schule am oberen Ende der Fußgängerzone wurde 1472 durch den Fürstbischof von Augsburg zum Rathaus gemacht. Nach 1544 wurde, nachdem das Rathaus schon vorher den Sitz gewechselt wurde, ein Neubau errichtet. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude um eine hölzerne Theaterbühne ergänzt, die jedoch wegen Feuergefahr bald wieder abgerissen wurde. Das Haus wurde unter anderem als Korn- und Waaghaus und als Feuerwehrhaus genutzt. Zwischen 1821 und 1919 wurde es als Schule genutzt, danach als Rathaus. Heute dient es als Musikschule und Stadtbücherei. Die Giebelgemälde zeigen das Wappen Sonthofens, die Erhebung des Ortes zum Markt und eine Szene vom Beginn des Bauernkrieges 1525.
  • Das einstige Spital geht auf die Spitalstiftung aus dem 15. Jahrhundert zurück. Bis 1920 diente es als Krankenhaus; heute beherbergt es ein Altersheim.
  • Das Leprosenhaus wurde 1584 durch den Bischof von Augsburg für zunächst zehn Aussätzige gebaut. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude als Armenhaus genutzt; 1916 ging es in Privatbesitz über. Heute wird es als Wohnhaus genutzt. Vom Leprosenhaus führte der Leprosenweg zur Pfarrkirche St. Michael, in der die Kranken am Gottesdienst teilnehmen konnten. Eine Leprarätsche, mit der sie auf dem Weg in die Kirche vor ihrem Herannahen warnen mussten, ist im Heimathaus Sonthofen ausgestellt. Der Leprosenkobel in der Kirche existierte bis ins 20. Jahrhundert.
  • Rätsel gibt das Möggenried-Haus auf, das um 1586 erbaut wurde, aber auf vermutlich noch deutlich älteren Kellerfundamenten steht. Möglicherweise ist es der Nachfolger des einstigen „Hengstehauses“.
  • Das heutige Amtsgericht stammt aus dem Jahr 1912.
  • Das Krankenhaus wurde 1914 erbaut, um das alte Spitalgebäude zu entlasten, diente aber zunächst als Kaserne. Es wurde 1998 erweitert.
  • Die Markthalle beim Marktanger diente zunächst als reine Viehmarkthalle, wurde aber bald nach ihrer Erbauung 1929 auch für andere Zwecke genutzt. Der Marktanger war seit 1898 Schauplatz riesiger Viehmärkte. Einst befand sich der Bahnhof in nächster Nähe des Viehumschlagplatzes.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Ein Gedenkstein in der Nordstraße erinnert an den Standort des Galgens des Sonthofer Hochgerichts, der hier bis 1817 stand. Seit Sonthofen 1429 zum Markt erhoben worden war, wurde die Blutgerichtsbarkeit ausgeübt. Hinrichtungen gab es auch nach 1817 noch; die letzte fand in Sonthofen wahrscheinlich 1944 statt.
  • Gegenüber dem einstigen Leprosenhaus ist ein altes Sühnekreuz zu sehen.
  • Der Marktbrunnen sorgte vermutlich ab 1822 für die öffentliche Wasserversorgung Sonthofens. Einst befand sich neben dem Marktbrunnen der öffentliche Pranger.
  • 1835 eröffnete Johann Althaus in Sonthofen eine Sennerei. Die sogenannten Althaus-Lärchen auf dem Althaus-Platz am Ende der Fußgängerzone wurden von ihm gepflanzt. Sie gelten heute als Naturdenkmal. In der Nähe der Lärchen stand bis 1998 das einst von Althaus bewohnte Haus.
  • Auf dem Rathausplatz erinnert ein 1875 errichtetes Denkmal mit einer Statue der Siegesgöttin an die Opfer des Krieges von 1870/1871.
  • Die Kriegsgräberstätte mit rund 1600 Grabstätten liegt auf einem bewaldeten Höhenrücken vor der Stadt. Sie wurde 1953 eingerichtet. Ein Glockenturm und ein großes Kreuz dienen als Mahnmale. Die Glocke trägt die Inschrift „Gedenket der Millionen Toten aus zwei Weltkriegen, 1914–1918 / 1939–1945“
  • Vor dem 1985 errichteten Rathaus befindet sich ein Brunnen mit plastischen Darstellungen zum Egga-Spiel. Er wurde von Joseph Michael Neustifter geschaffen.

Grünanlagen[Bearbeiten]

Der Ökokurpark

Neben dem Kalvarienberg befindet sich der ökologische Kurpark auf einem steilen Gelände. Er beherbergt ein Feuchtbiotop, einheimische Pflanzen und Informationstafeln zur Pflanzen- und Tierwelt.

Ein weiterer Park ist im sogenannten G'hau an der Iller, dort befindet sich auch eine Minigolfanlage sowie ein Spielplatz.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Heimathaus Sonthofen präsentiert auf mehreren Ebenen Exponate zur Geschichte und den Bewohnern des Ostrachtals sowie Wechselausstellungen. Vor dem Eingang befindet sich ein Zeichenstein mit eingeritztem Spielbrett. Im Erdgeschoss sind unter anderem die Sonderausstellungen zu sehen; außerdem befindet sich hier eine Sammlung sakraler Kunst und Gebrauchsgegenstände – unter anderem wird auch der Umgang mit den Leprosen in Sonthofen dokumentiert, die einen eigenen Koben in der Kirche St. Michael hatten, – sowie die Ausstellung alter Küchengerätschaften und eine Bibliothek. Im Obergeschoss sind zahlreiche fossile Fundstücke der Umgebung sowie Spuren der frühgeschichtlichen Besiedlung zu sehen; außerdem befindet sich hier eine Austragsstube. Das Kellergeschoss ist Themen wie Käse- und Flachsproduktion im Ostrachtal, Egga-Spiel und Krippenbau gewidmet. Die ganzjährig gezeigte Altmummener Krippe ist mit etwa 17 m² die größte Weihnachtskrippe des Oberen Allgäus. Außerdem sieht man hier zahlreiche alte Transportmittel.

Das Museum selbst ist ein denkmalgeschütztes Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, das schon 1930 als Heimatmuseum zur Verfügung gestellt wurde. Spätere Anbauten erweiterten die Ausstellungsfläche auf etwa 650 m². Aufgrund seiner Baugeschichte ist das Museum nicht barrierefrei.

  • In der Grüntenkaserne befindet sich seit 1988 das einzige Gebirgsjägermuseum Deutschlands. Es ist der Geschichte der Gebirgstruppen von 1915 bis in die Gegenwart gewidmet. Für den Besuch ist ein Lichtbildausweis erforderlich.
  • Die Modellausstellung mini-mobil präsentiert über 12 000 Auto-, Eisenbahn-, Schiffs- und Flugzeugmodelle, überwiegend im Maßstab H0. Ergänzt wird das Angebot durch viermonatlich wechselnde Sonderausstellungen.
  • Ein kleines Grabdenkmalmuseum befindet sich am Gang zwischen dem alten und dem neuen Friedhof Sonthofens.

Brauchtum und regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Hexenmaske zum Egga-Spiel
  • Der Klausenverein Sonthofen veranstaltet seit 1976 jeweils Anfang Dezember das „Klausentreiben“ (5. und 6. Dezember) und das „Bärbeletreiben“ (4. Dezember), ein aus heidnischen Bräuchen entstandenes Volksfest.
  • Der Heimatdienst Sonthofen veranstaltet alle drei Jahre am Funkensonntag das Egga-Spiel, ein wiederbelebtes Fasnachtsbrauchtum.

Musik[Bearbeiten]

Die Stadtkapelle Sonthofen e. V. wurde im Jahre 1815 gegründet und ist einer der ältesten Vereine in Sonthofen. Außerdem gibt es den zweimaligen deutschen Jugendorchestermeister in Form der Jugendblaskapelle Sonthofen (JBK), zudem die Musikkapelle Altstädten mit über 50 Mitgliedern und die Dorfmusik Berghofen.

Medien[Bearbeiten]

Der regionale Hörfunksender Radio Allgäu Hit hat seinen Sitz in der oberallgäuer Kreisstadt. Das Studio befindet sich in der Blumenstraße 17.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

  • ERC Sonthofen 1999
  • Der Skiclub 1909 Sonthofen e. V. wurde bereits 1909 gegründet und ist mit seinen etwa 1000 Mitgliedern einer der größeren Vereine in Sonthofen und einer der größten Skiclubs des Oberallgäus. Der Verein bietet neben dem klassischen Skisport mittlerweile eine breite Palette an Aktivitäten: alpiner Skisport, nordischer Skisport, Tourenskifahren, Snowboard, Mountainbike, Lauftreff, Nordic Walking, Inlinesport, Gesundheitssport und Skigymnastik für jede Altersklasse, Bewirtschaftung der Sonthofer-Hof-Alpe im Winter, Durchführung vieler Sportveranstaltungen und geselliger Events.
  • Galaxy Darters Sonthofen e. V. ist ein Steeldartverein. Es wird nach dem Regelwerk des Allgäuer Dartverbandes, des Bayrischen Dartverbandes und des Deutschen Dartverbandes in verschiedenen regionalen Ligen gespielt.
  • Der Turn- und Sportverein Sonthofen 1863 e. V. (TSV Sonthofen) ist ein 1863 gegründeter Sportverein, der vielfältige Sportarten anbietet. Die Damenmannschaft der Abteilung Volleyball spielte von 2007 bis 2011 in der 1. Bundesliga.
  • Die Herrenmannschaft des Fußballvereins 1. FC Sonthofen spielt in der Bayernliga Süd des Bayerischen Fußballverbands.
  • Sportfördergruppe der Bundeswehr
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Kreisverband Oberallgäu/Sonthofen e.V.
  • Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Sonthofen, Stamm Alemannen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Von überregionaler Bedeutung ist die Milchwirtschaft und der Tourismus. Bedeutende Arbeitgeber sind außerdem die Bundeswehr sowie verschiedene mittelständische, hauptsächlich metallverarbeitende Industrieunternehmen:

Bis Anfang der 1990er Jahre war auch die Textilindustrie (Firma Ergee) von Bedeutung.

Verkehr[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet liegen die beiden Halte Sonthofen und Altstädten an der Bahnstrecke Immenstadt–Oberstdorf.

Folgende Linien halten in Sonthofen:

Typ Relation Häufigkeit
RE Ulm–Kempten–Oberstdorf Zweistundentakt
RB Immenstadt–Oberstdorf Stundentakt
RB Kempten–Oberstdorf einzelne Züge
IC Hamburg–Oberstdorf 1 Zugpaar/Tag
IC Dortmund–Oberstdorf 1 Zugpaar/Tag
ALX München–Oberstdorf Zweistundentakt

Der Bahnhof Sonthofen wird somit von Nahverkehrszügen der DB Regio sowie vom alex (früher kurz für „Allgäu-Express“) der Länderbahn bedient. Hinzu kommen einzelne zwei Fernverkehrszugpaare der DB Fernverkehr.

Des Weiteren verkehrt seit August 2012 ein Stadtbus von Montag bis Samstag immer stündlich nach Rieden, zum Krankenhaus und zum Hotel Allgäu Stern.

Sonthofen liegt auch am Iller-Radweg, einer Fernverbindung für Radfahrer zwischen Ulm und Oberstdorf.

Bildung[Bearbeiten]

  • Mittelschule Sonthofen (seit September 2010, vorher Hauptschule Sonthofen)
  • Staatliche Realschule Sonthofen
  • Fachoberschule
  • Gymnasium Sonthofen
  • Albert-Schweitzer-Schule
  • Grundschule an der Berghofer Straße
  • Grundschule Sonthofen-Rieden mit Außenstelle Altstädten
  • Montessori-Volksschule Sonthofen (Primaria und Sekundaria mit M-Zweig)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Folgende bekannte oder bedeutsame Personen sind in Sonthofen geboren, lebten oder wirkten in der Stadt bzw. leben oder wirken hier oder stehen anderweitig mit Sonthofen in Verbindung:

Söhne und Töchter der Stadt

Bedeutende Persönlichkeiten, die in Sonthofen leben und lebten

Schüler des NS-Eliteinternats auf der Ordensburg

Andere Personen, die mit Sonthofen in Beziehung stehen

  • Stephan Letter (* 1978), Serienmörder, brachte als Krankenpfleger 29 Patienten um („Todesengel von Sonthofen“)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 795.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sonthofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Sonthofen – Reiseführer