Sony Vegas

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Sony Vegas
Entwickler Sony Creative Software
Aktuelle Version 12.0 (2012)
Betriebssystem Windows
Kategorie Videoschnittprogramm
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig ab Version 6.0b auch in Deutsch
www.sonycreativesoftware.com/vegaspro

Sony Vegas ist ein kommerzielles Videoschnittprogramm der Firma Sony Creative Software. Die Bearbeitungssoftware eignet sich für Video, Highdefinition, Audio und Compositing. Entstanden ist es aus einer Audiosoftware der Firma Sonic Foundry. Vegas wird ausschließlich für Windows-PCs vertrieben.

Kennzeichen[Bearbeiten]

Besondere Kennzeichen sind die Möglichkeiten zur Workflow-Individualisierung durch Scripting und die Bedienung: Viele Bearbeitungsschritte geschehen direkt auf der Timeline. Windows-Standards wie Drag’n’Drop sorgen für einen einfachen Workflow. Auch externe Controller wie z. B. die MackieControlUniversal oder das Contour JogShuttle arbeiten mit der Software zusammen. Die Materialorganisation von Vegas umfasst MediaManager, flexible Ordnerstruktur und Suchfunktion. Die verschiedenen, integrierten Titelmodule können bei Bedarf z. B. mit Heroglyph von proDAD, Graffiti von BorisFX o.a. ergänzt werden. An Audiostandards unterstützt Vegas ASIO, VST und DirectX. Möglich sind auch Voice-over, CD-Mastering und Mehrspuraufnahmen. Die Effekt- und Compositingmöglichkeiten beinhalten eine Farbkorrektur, Chroma-Keying, weiche Zeitlupen – auch mit dynamischen Beschleunigungs- und Abbremsphasen, Frameratenkonvertierung, Animationen im 3D-Raum, Parent-Child-Spurverknüpfungen mit Vererbung von Eigenschaften, sowie diverse Import- und Exportfunktionen.
Als Programme lassen sich mit Vegas verbinden: Cubase SX z. B. über MidiTimeCode, die After Effects-Plug-ins z. B. über BorisRed oder Wavelab über „Send to external Audio-Editor“. Vegas kann daher neben dem Schnitt auch zum Zusammenführen weiterer Produktionsschritte einer Videoproduktion eingesetzt werden. Im Gegensatz zu anderer Videoschnittsoftware hat Vegas eine hohe Kompatibilität: Es werden alle Windows-Standards unterstützt, dazu zählen z. B. OpenDML, DirectX, .NET-Scripting und wmv. Extra zu installierende Playback-Codecs sind für den Einsatz der Software nicht notwendig.
Seit Version 11 basiert die überwiegende Anzahl der internen Filter auf dem OFX-Standard, so dass beispielsweise das Keyfaming jedes einzelnen Filterparamters auch per Bezierkurven steuerbar ist. Zudem wird nun die OpenCL-Architectur genutzt, um die GPU diverser Grafikkarten sowohl zum Rendern, als auch für verschiedene Bearbeitungsprozesse zu nutzen, um beispielsweise eine bessere Wiedergabeleistung bei Einsatz von Effekten zu erreichen.

Formatunterstützung[Bearbeiten]

An Formaten unterstützt Vegas neben DV und MPEG-2 HD-Formate wie HDV, AVCHD, XDCAM HD 422, etc. Der Software-eigene DV-Codec rendert im vollen Wertebereich von 0–255. Der HDV-Codec von Mainconcept bearbeitet nativ den m2t-Datenstrom und die uncompressed-Codecs von Sony unterstützen die volle 4:2:2-Farbauflösung. Seit September 2008 unterstützt Vegas Pro in der Version 8.1 auf Basis von Windows Vista 64 zusätzlich 64-Bit-Systeme. Sony Vegas Pro 9.0 wird von Grund auf als 32-Bit und 64-Bit Version ausgeliefert und unterstützt neu die 4K-Auflösung (4096 x 1714 Bildpunkte). Seit Version 10 wird auch die Bearbeitung von 3D-Material unterstützt.

Vegas Movie Studio[Bearbeiten]

Vegas Movie Studio ist die Einsteiger-Variante von Vegas Pro. Diese Software enthält nicht dieselben professionellen Features. SDI-Unterstützung, Remote-Controller, Scripting oder weitreichende Compositing-Möglichkeiten fehlen bspw. Beibehalten wurde die vorkonfigurierte Vegas-Oberfläche. Das MovieStudio-Projektformat kann auch mit Vegas Pro geöffnet werden.

Alternativen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]