Sophene

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Sophene in der Antike
Sophene als römische Provinz um 120 n. Chr.

Die Sophene (assyrisch Šupa, griechisch Σωφηνή, armenisch Ծոփք – Tsopk) war eine Provinz des Armenischen und des Römischen Reiches. Sie war östlich des Euphrats und von Melitene, nordöstlich der Kommagene und nordwestlich der Gordyene gelegen. Mit dem östlich gelegenen Sophanene bildete Sophene oftmals eine Einheit und beide wurden geografisch Armenien zugerechnet. Vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis 54 hatte Sophene eigene Könige, die jedoch oftmals abhängig waren.

Um 200 v. Chr. eroberte Antiochos III. Armenien und Tsopk und setzte den armenischen General Artaxias und Zariades als Gouverneure und Strategen in den beiden Königreichen ein. Nach der Niederlage des Antiochus III. in der Schlacht bei Magnesia 190 v. Chr. gegen die Römer erklärten sich die beiden Generäle zu unabhängigen Königen. Zariades und seine Nachfolger beherrschten das Königreich Tsopk, bis es von Tigranes dem Großen 80 v. Chr. mit dem restlichen Armenien vereint wurde.

Später wurde es eine römische Provinz mit Amida als Hauptstadt. Um 54 wurde die Provinz von Gaius Julius Sohaemus beherrscht.[1] 530 n. Chr. wurde Sophene in die byzantinische Provinz Armeniakon integriert.[2]

Sophene wird in urartäischen Quellen als Supa, in assyrischen Quellen als Suppo bezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Simon Swain: Hellenism and Empire: Language, Classicism, and Power in the Greek World, Ad 50–250. Oxford University Press, 1996, S. 304.
  2. Frank R. Trombley, John W. Watt (Hrsg.) The Chronicle of Pseudo-Joshua the Stylite. Liverpool University Press, Liverpool 2000, S. 54.