Sophia Charlotte von Platen-Hallermund

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Sophia Charlotte von Platen-Hallermund, Countess of Darlington

Gräfin Sophia Charlotte von Platen-Hallermund, spätere Baronin von Kielmansegg, Countess of Leinster und Darlington (* 10. April 1675 in Osnabrück; † 20. April 1725 in London) war eine deutsch-britische Adlige und die Halbschwester des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg und späteren britischen König, Georg I..

Leben[Bearbeiten]

Sophia Charlotte war die uneheliche Tochter des Kurfürsten Ernst August von Hannover (1629–1698) und seiner jahrelange Mätresse Gräfin Clara Elisabeth von Platen (1648–1700), die mit Franz-Ernst von Platen-Hallermund (1631–1709) verheiratet war. Deren Ehemann wurde offiziell als Vater angesehen. Ihre Mutter war die Drahtzieherin in der „Königsmarck-Affäre“.

Im Jahre 1701 heiratete Gräfin Sophie Charlotte in Hannover den Baron Johann Adolf von Kielmansegg (1668–1717). Aus der Ehe gingen zwei Kinder, Charlotte (1703–1782) und Georg Ludwig (1705–1785), hervor.

Sophie Charlotte hatte ein inniges Verhältnis zu ihrem Halbbruder Georg Ludwig und ihr Mann war Oberststallmeister beim Herzog von Braunschweig-Lüneburg. Im Jahre 1714 starb Königin Anna, und gemäß dem Act of Union 1707 wurde Herzog Georg Ludwig als Georg I., König von Großbritannien und Irland. Sophia Charlotte folgte ihm zusammen mit ihrer Familie und dessen Mätresse Gräfin Melusine von der Schulenburg (1663−1747) nach London. Die Baronin mischte sich gleich unter die britische Höflinge, die sie als Mätresse des neuen Königs ansahen, und konkurrierte mit der eigentlichen Geliebten. Das Kronprinzenpaar, Caroline und Georg August, lehnten beide Frauen ab. Beim Südsee-Fond spekulierte sie erfolgreich mit und erzielte ein beachtliches Vermögen. 1721 wurde ihr die irische Peerwürde mit dem Titel Countess of Darlington und ein Jahr später die irische Peerwürde Countess of Leinster verliehen. Beide Titel waren allerdings nicht vererblich.

Die Gräfin starb am 20. April 1725 in ihrem Haus in der James Street und wurde in der Westminster Abbey bestattet.

Literatur[Bearbeiten]