Sophie Löwe

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Sophie Löwe (1812–1866)

Johanna Sophie Christiane Löwe (* 24. März 1815 in Oldenburg; † 29. November 1866 in Pest) war eine der berühmtesten deutschen Opernsängerinnen (Sopran) ihrer Zeit.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Sophie Löwe wurde am 24. März 1815 in Oldenburg als Tochter des Schauspielers Ferdinand Löwe (1787–1832) geboren. Ab 1831 studierte sie in Wien unter Giuseppe Ciccimarra und trat 1832 mit solchem Erfolg am Kärntnertortheater auf, dass sie bald engagiert wurde. Nach einer Gastspielreise durch Norddeutschland wurde sie 1837 an die Berliner Hofoper engagiert.[1]

1841 sang sie die Titelrolle von Gaetano Donizetti's Maria Padilla an der Mailänder Scala, 1844 die Elvira in Giuseppe Verdis Ernani in Venedig. Verdi war mit ihrer Interpretation dieser Rolle so unzufrieden, dass er Venedig verließ, ohne ihr den üblichen Besuch abzustatten. Dennoch war er von ihrer Kunst so beeindruckt, dass er zwei Jahre später eine große Rolle (Odabella) für sie in seine Oper Attila schrieb.

1848 heiratete sie Fürst Friedrich Adalbert von Liechtenstein. Die Ehe blieb kinderlos. Sie starb am 29. November 1866 in Pest.[1]

Erwähnungen[Bearbeiten]

Ferdinand Freiligrath erwähnt sie in seinem Gedicht „Danke schönstens“:

Lohnt sich denn die Diligence,

Lohnt es tagelange Reise,
Um zu legen Patience
Abends im Familienkreise?

Um des Amtmanns Wort zu lauschen
Von dem Preis des Korns, der Rinder?
Um der Löwe Lied zu tauschen

Mit dem Quarren Deiner Kinder?

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Meyers Großes Konversationslexikon, 6. Auflage, Band 12, Seite 747.