Sophie Lalive de Bellegarde

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Élisabeth Françoise Sophie de Tardieu d’Esclavelles oder Élisabeth Françoise Sophie de Lalive de Bellegarde (* 18. Dezember 1730; † 28. Januar 1813), durch Heirat mit dem General César Louis Marie François Ange d'Houdetot (1749–1825) 1748 Gräfin von Houdetot (sprich: udetoh), war eine Salonière.

Sophie Lalive de Bellegarde

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ihre Eltern waren der Brigadegenerals der Infanterie und Gouverneur der Zitadelle von Valenciennes Louis-Gabriel de Tardieu, marquis d’Esclavelles (1666–1736) und seiner Ehefrau Florence Angélique Prouveur de Preux (1695–1762). Beide hatten sie zwei Kinder die Louise Florence Pétronille de Tardieu d’Esclavelles oder die spätere Louise Florence Pétronille Lalive, marquise d’Épinay und eben die Élisabeth Françoise Sophie.[1]

Sie gehörte zu den literarischen Berühmtheiten des 18. Jahrhunderts, teils wegen ihrer langjährigen Beziehungen zu dem Dichter Jean-François de Saint-Lambert, mehr aber noch durch die glühende Neigung, welche sie Jean-Jacques Rousseau einflößte, der ihrer in seinen „Bekenntnissen“ mit Leidenschaft gedenkt und ihrem Einfluss viele poetische Anregungen verdankt.

Um das Jahr 1760 trat sie in eine Beziehung zu Saint-Lambert ein, welche bis zu dessen Tod 1803 hielt. Sie lebten in ihren letzten gemeinsamen Jahren auf einem Landsitz bei Paris.[2]

Portrait, als reifere Frau, der Sophie Lalive de Bellegarde

Durch Herzensgüte und Geist gleich ausgezeichnet, verfasste sie gelegentlich kleine, feinsinnige Poesien, die heimlich bei ihren Freunden zirkulierten. Sie starb, die letzte aus dem Kreis der Enzyklopädisten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gilbert Chinard: Les amitiés américaines de Madame d'Houdetot. D'apres sa correspondance de Madame d'Houdetot. Champion, Paris 1924.
  • Hippolyte Buffenoir: La comtesse d'Houdetot. Sa famille, ses amis. Leclerc, Paris 1905.
  • Louise d'Épinay: Memoires et Correspondance. Ou elle donne des details sur les liaisons avec Duclos, J.-J. Rousseau, Grimm, Denis Diderot, le baron d'Holbach, Saint-Lambert, Mme d'Houdetot et autres personnages celebres du 18e siècle. Volland, Paris 1818 (3 Bde.):
  • Annette Mohr: Madame d'Epinays Konzeption der Mädchenerziehung im Umfeld von frauenspezifischen Erziehungstraktaten des 18. Jahrhunderts in Frankreich (SOFIE. Saarländische Schriftenreihe zur Frauenforschung; Bd. 7). Röhrig Verlag, St. Ingbert 1997, ISBN 3-86110-144-0 (zugl. Dissertation, Universität Saarbrücken 1995).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogie der Familie
  2. Holzhey, Helmut; Mudroch, Vilem; Ueberweg, Friedrich; Rohbeck, Johannes: Grundriss der Geschichte der Philosophie: Die Philosophie des 18. Jahrhunderts. 2 Halbbde. Schwabe-Verlag, Basel (2008) ISBN 978-3-7965-2445-5, S. 294-295
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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