Sophie Marceau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sophie Marceau 2012 beim Festival du film de Cabourg
Marceau 1996 bei der César-Verleihung

Sophie Marceau [sɔˈfi maʁˈso] (* 17. November 1966 in Paris; bürgerlich Sophie Danièle Sylvie Maupu) ist eine französische Schauspielerin. Bekannt wurde sie 1980 als Teenager mit dem Film La Boum – Die Fete und dessen Nachfolger La Boum 2 – Die Fete geht weiter. Sie konnte sich später mit anspruchsvollen (Abstieg zur Hölle) und reiferen Rollen (LOL (Laughing Out Loud)) etablieren.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit [Bearbeiten]

Sophie Marceau ist das zweite gemeinsame Kind der Verkäuferin Simone Morisset und des Lkw-Fahrers Benoît Maupu. In dem Restaurant ihrer Eltern, die sich scheiden ließen, als sie neun Jahre alt war, half sie unter der Woche mit aus.

Karriere [Bearbeiten]

Sophie Marceau wurde im Alter von 14 Jahren mit der Teenager-Komödie La Boum – Die Fete (1980) in Frankreich und zahlreichen europäischen Ländern über Nacht zum Star. Die Fortsetzung La Boum 2 – Die Fete geht weiter (1982) erhöhte noch ihren Bekanntheitsgrad. Für die Darstellung erhielt sie 1983 den französischen Filmpreis César in der Kategorie Beste Nachwuchsschauspielerin. Um nicht auf die Rolle des unschuldigen Teenagers festgelegt zu bleiben, kaufte sich die damals 16-Jährige für eine Million Francs aus dem Vertrag mit Gaumont frei, der sie zu einer weiteren Fortsetzung von La Boum verpflichtet hätte.[1] Mit 17 spielte Marceau mit Gérard Depardieu und Catherine Deneuve in Fort Saganne (1984) und drehte noch im selben Jahr mit Jean-Paul Belmondo die Komödie Fröhliche Ostern. In den folgenden Jahren stellte sie unter der Regie von Andrzej Żuławski ihre schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis, so in Liebe und Gewalt (1985), Meine Nächte sind schöner als deine Tage (1989), Blue Note (1991) und Die Treue der Frauen (2000).

Irritierend auf das breite Publikum wirkte ihre Rolle in dem Film Abstieg zur Hölle (1986): Claude Brasseur spielte dort den alkoholkranken Ehemann der inzwischen 19-jährigen Marceau, nachdem er in den Erstlingsfilmen noch Marceaus Vater dargestellt hatte. Zudem sorgten die freizügigen Erotikszenen in Frankreich für einen Skandal. Der internationale Durchbruch gelang Marceau dann als Prinzessin Isabelle in Mel Gibsons Schottenepos Braveheart (1995). Es folgten 1999 Ein Sommernachtstraum und James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug, in dem sie die Elektra King verkörperte.

Zu Beginn der 1990er Jahre versuchte sich Marceau in Paris auch als Theaterschauspielerin. Für ihre Rolle der Eurydice in Jean Anouilhs gleichnamigem Theaterstück wurde sie 1991 als beste Nachwuchsschauspielerin mit dem Molière-Preis ausgezeichnet.

Marceau schrieb 1995 die semi-autobiografische Erzählung Menteuse (Lügnerin) und versuchte sich auch als Regisseurin. Ihr Debüt mit Parlez-moi d’amour wurde auf dem World Film Festival in Montreal 2002 als beste Regiearbeit ausgezeichnet.

Privatleben [Bearbeiten]

Marceau führte 17 Jahre lang eine Beziehung mit dem polnischen Regisseur Andrzej Żuławski. Ihr gemeinsamer Sohn wurde 1995 geboren. Aus ihrer Beziehung mit dem Produzenten Jim Lemley stammt ihre 2002 geborene Tochter. Seit dem Jahr 2007 ist Sophie Marceau mit dem Schauspieler Christopher Lambert liiert,[2] 2012 heirateten die beiden.[3]

Filmografie [Bearbeiten]

Theater [Bearbeiten]

  • 1991: Eurydice (Théâtre de l'Œuvre, Rolle: Eurydice)
  • 1993: Pygmalion (Théâtre Hébertot , Rolle: Eliza Dolittle)

Bücher [Bearbeiten]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Sophie Marceau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Janis L. Pallister, Ruth A. Hottell: Francophone Women Film Directors: A Guide. Fairleigh Dickinson Univ Press 2005, ISBN 978-0-8386-4046-3, S. 262.
  2. Bild.de
  3. Bayerisches Fernsehen