Sophonisba Breckinridge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sophonisba Breckinridge

Sophonisba Breckinridge (* 1. April 1866 in Lexington; † 30. Juli 1948 in Chicago) war eine US-amerikanische Sozialwissenschaftlerin und Sozialreformerin.

Leben[Bearbeiten]

Breckinridge stammte aus einer Familie der Südstaaten-Elite. Nach einem Pädagogik-Studium arbeitete sie als Mathematiklehrerin in Washington D.C., später kehrte sie nach Lexington zurück, wo sie im Rechtswanwaltsbüro ihres Vaters lernte. 1892 wurde sie als erste Rechtsanwältin in Kentucky zugelassen, verließ das Berufsfeld jedoch bald, weil es keine Aufträge für eine weibliche Juristin gab.

1897 begann sie an der Universität von Chicago das Studium der Politikwissenschaft und wurde 1903 in diesem Fach bei Ernst Deutsch promovoviert. Danach war sie anfangs noch mit rechtswissenschaftlichen Themen befasst, wandte sich dann jedoch der Sozialen Frage zu. Sie wurde in der Settlement-Bewegung aktiv und nahm Kontakte zum Hull House in Chicago auf.

1908 gehörte sie zu den Gründerinnen und ersten Professorinnen der Chicago School of Civics and Philanthropy aus der 1920 die School of Social Service Administration an der Universität von Chicago wurde. Ihre erste wissenschaftliche Assistentin war Edith Abbott. 1927 gründeten beide (zusammen mit Grace Abbott) die sozialwissenschaftliche Zeitschrift Social Service Review. 1929 wurde sie Samuel Deutsch Professor of Public Welfare Administration der Universität von Chicago.

Weblinks[Bearbeiten]