Sopraninosaxophon

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Anthony Braxton mit Sopranino

Das Sopraninosaxophon ist das Instrument mit der höchsten Lage unter den gängigen Saxophonen und die zweithöchste reguläre Bauform des Saxophons. Es ist in Es gestimmt. Der Tonumfang beträgt des1 – as3. Gebaut werden (ebenso wie beim Sopransaxophon, das in B gestimmt ist) zwei Versionen:

1. Die gerade Form, die mit Abstand am häufigsten verwendet wird. Sie besteht wie alle Saxophone aus einem konischen Metallrohr, bei dem der Schalltrichter jedoch gerade nach unten verläuft und nicht wie bei den tieferen Saxophonen (Es-Alt-, B-Tenor-, Es-Bariton und B-Basssaxophon) nach oben gebogen ist.

2. Die gebogene Form, bei der der Schalltrichter ebenfalls nach oben gebogen ist. Diese Bauform ist sehr selten anzutreffen. Mitunter sieht man gebogene Sopraninosaxophone bei Zirkusclowns.

Das Sopranino wird u. a. wegen seiner schwierigen Intonation selten gespielt. Hinzu kommt der schrille bis unangenehme Klang vor allem in den hohen Lagen.

In den Jazz wurde das Instrument von Anthony Braxton eingeführt. Der Münchner Sopransaxophonist Klaus Kreuzeder, einer der profiliertesten und bekanntesten Jazzmusiker Deutschlands, hat mehrere Stücke auf dem Sopranino intoniert.