Sorge (Schleswig)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sorge
Die Sorge im Flusssystem der Eider

Die Sorge im Flusssystem der Eider

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Südschleswig, Schleswig-Holstein
Flusssystem Eider
Abfluss über Eider → Nordsee
Quelle BistenseeVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung bei Hohnerfähre in die Eider54.2893849764019.3936002254486Koordinaten: 54° 17′ 22″ N, 9° 23′ 37″ O
54° 17′ 22″ N, 9° 23′ 37″ O54.2893849764019.3936002254486
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Linke Nebenflüsse Rinne
Rechte Nebenflüsse Mühlenbach, Alte Sorge
Gemeinden Alt Duvenstedt, Lohe-Föhrden, Tetenhusen, Meggerdorf
Sorge bei Haberland

Sorge bei Haberland

Die Sorge ist im nördlichen Schleswig-Holstein ein rechter Nebenfluss der Eider.

Flusslauf[Bearbeiten]

Die Sorge ist ein Zusammenfluss diverser Bäche. Erst im Dreieck zwischen dem Owschlager See, dem Weiler Stenten und dem Ort Alt Duvenstedt wird der noch schmale Fluss als Sorge bezeichnet.

Ab hier wandert sie durch Niederungen mit Blick auf Geestdünen. Hier verlief früher der Ochsenweg. Sie fließt am Ort Sorgwohld und dem gleichnamigen Naturschutzgebiet sowie an Tetenhusen vorbei, wo Bäume an den Ufern stehen. Von da an sucht sich die ehemals begradigte Sorge wieder ihren eigenen Weg durch die Moore hinter Tetenhusen und Königshügel, bis sie bei Meggerdorf ihr ursprüngliches Bett verlassen muss: Die Alte Sorge liegt abgeschnitten vom Fließgewässer im Meggerkoog und angrenzenden Niederungen.[1] Man nennt es heute die Alte Sorge-Schleife, hat neben der Bodennutzung vorwiegend als Weideland ein großes Naturschutzgebiet daraus werden lassen, in dem sehr viele Wasservögel im Frühjahr und Herbst auf ihren Zügen Rast machen und aus dem wieder Störche ihren Nachwuchs versorgen, den sie in Bergenhusen und Wohlde in Horsten auf den Dächern und Masten aufziehen.

Die Sorge selbst fließt am Umleitungsdeich entlang bis zur Sandschleuse.[2]

Neue Sorge am Umleitungsdeich
Sandschleuse

Das ist ein Wehr mit Schleuse und sehr leistungsfähigem Pumpwerk, das man in ihrer heutigen Form in den 1950er Jahren errichtete, um das dahinter liegende Bauernland endgültig vor Fluten zu schützen, ob nun Süßwasser, das sich bei Nordseefluten staute oder Salzwasser gemischt mit Eiderwasser bei Sturmfluten.

Etwa sechs Kilometer fließt sie noch als etwas breiterer Fluss durch die Wiesen, um dann bei Hohnerfähre in die Eider zu münden. Kurz vorher nimmt sie noch das Wasser der Rinne auf, die hier als durchaus breiter Entwässerungskanal vom Hohner See her kommt. Auch ihr Wasser wird gepumpt.

Alte Sorge, Landgewinnung[Bearbeiten]

Ursprünglich war die Sorgeniederung an sich schon ein Feuchtgebiet.[3] Über dem weichmoorig tiefen Untergrund lagen mehrere Seen und Landseen als natürliche Sammelbecken für das Grundwasser, das Flusswasser des alten Sorgelaufes, für Niederschlag und Schmelze, und für das über die Eider einströmende Hochwasser der Nordsee. Mit flussaufwärts zunehmender Bedeichung der Eider schwoll die Flut dort immer höher an, so dass sich das Wasser nun regelmäßig in die noch unbedeichte Sorgeniederung ergoss.

Da waren im Norden der Börmer See und der Wittenhagener Landsee. Diese Seen verband die Börmer Au mit dem Meggersee, den die durchfließende Sorge, gemeinsam mit der Bennebek, fast ganzjährig zu einem Landsee machte. Der ehedem zu Bergenhusen gehörige Kleinsee lag neben der westlichen Ausbuchtung des Meggersees. Ein kleiner Graben verband die Gewässer. Nach dem Verlassen des Meggersees an seiner Westseite machte die spätere Alte Sorge eine Wendeschleife nach Südost. An dieser Stelle nahm sie die Stapelrönne auf, den gemeinsamen Abfluss des Norderstapeler-, Süderstapeler- und des Dacksees. Südlich Meggerdorf, in Höhe Hölken, entwässerte der Meyensee in die Sorge. Bevor der Fluss schließlich bei Hohnerfähre die Eider erreichte, nahm er noch den Überlauf des Hohner Sees aus dem Königsmoor auf.

Die Seen und Ländereien der Sorgeniederung gehörten zum größten Teil dem schleswigschen Fürstenhaus. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatte der damalige Landesfürst, Herzog Friedrich III, die Ansiedlung Holländischer Remonstranten zwischen Eider und Treene ermöglicht. Friedrichstadt wurde gegründet. Wie erwartet, befanden sich unter den Einwanderern auch einige wasserbaukundige Männer, die strategisches Denken und den nötigen unternehmerischen Mut mitbrachten. Ihnen sind die großartigen Pläne zur Trockenlegung der Sorgeniederung zuzuschreiben. Sie wurden tatsächlich, wenngleich unter großen Schwierigkeiten, verwirklicht und haben Geltung bis in die Gegenwart. Es handelte sich ab 24. Juli 1623 um Christian Becker, Pieter Tristeyn, Joan de Haen, Marten van Bocholt, Franxois van der Schagen, Guiliemus de Renault, Robert Oudart. Ab dem 9. September 1623 kamen hinzu Carolus Ryckwaert, Pieter de Goyer, F. Noordwyk, Willem van Dam, Claes Jansz und G. v. d. Gall. (Nach J. J. Vollenhoven, Beiträge zur Geschichte der remonstrantisch-reformierten Gemeinde in Friedrichstadt, Bade, Friedrichstadt 1849.)

Das Projekt gliederte sich in drei Bauabschnitte:

  1. Umleitung des Flusswassers von Bennebek und Sorge, mit Anlegung eines neuen Flussbettes und eines zur Niederung schützenden Deiches; Abdämmung der südöstlichen Niederung gegen das Hochwasser der Eider.
  2. Anlage von Gräben und Sielen zur Entwässerung der Niederung; Trockenlegung der Seen durch Anlegung von Ringdeichen und Bau von Schöpfwerken mit Wohn- und Nebengebäuden.
  3. Zur Entwässerung und Regulierung der Wasserstände in der Niederung die Anlegung eines Entwässerungskanals hin zur Eider mit Bau einer Schleuse.

Das Plangebiet umfasste die gesamte Niederung östlich des Stapelholmer Höhenzuges bis an das Königsmoor und - in dieser Breite - von der Eider nordwärts bis über den Börmer See. Nach den Plänen sollte hier eine ca. 40 km² große Fläche trockengelegt und für die Bewirtschaftung gewonnen werden. Für damalige Verhältnisse war das ein schier unvorstellbares Vorhaben, unüberschaubar für die eingesessenen Anlieger. Die Pläne fanden die Zustimmung des Fürsten und so begannen die Bauarbeiten im Jahre 1623. Das war zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), der auch in der Sorgeniederung seine Spuren hinterließ.

Zur Umleitung der Bennebek und der Sorge erhielten diese ein neues, gemeinsames Bett an der Ostseite der Sorgeniederung. Das ist die Neue Sorge. Der Aushub wurde binnenseitig zur Niederung zu einem Damm aufgeworfen und Umleitungsdeich benannt. Als heutige Landstraße 1. Ordnung hat der Umleitungsdeich Doppelfunktion. Er verläuft von Alt Bennebek/Schusterkate südwärts, in einem stumpfen Winkel um Meggerdorf herum, bis zur Sandschleuse bei Christiansholm/Meggerholm. An seinem Anfang schließt das Bauwerk die Bodensenke bei Schusterkate. In ganzer Länge riegelt es dann die Sorgeniederung ab, gegen die östlich anschließenden Moore. Die Sandschleuse wurde angelegt, zur Regulierung der Wasserstände östlich des Umleitungsdeiches einschließlich Neue Sorge. An seinem südlichen Ende, ab Sandschleuse, wird der Umleitungsdeich von dem Moordeich in einem Südwestbogen bis zur Erfder Geest verlängert. Das ist der Abschnitt zwischen Christiansholm/Meggerholm und Erfde/Grevenhorst.

Durch den Umleitungsdeich wurde das alte gemeinsame Flussbett von Bennebek und Sorge an zwei Stellen von dem neuen Flussbett abgetrennt, und zwar an der Nordgrenze bei Alt Bennebek, und an der südöstlichen Grenze unterhalb der Sandschleuse. Seit dieser Zäsur heißt der abgetrennte, westliche Flusslauf Alte Sorge. Er dient nur mehr als Entwässerungsgraben, allerdings in der Funktion eines Hauptvorfluters.

Über die offene Sorgemündung lief bis dahin immer noch das Hochwasser der Eider in die Sorgeniederung. Das verhindert seither der Moordeich, als ein Teilstück der heutigen B 202. Dieser Deich schließt die südöstliche Flanke der Niederung. Er kreuzt unterhalb Sandschleuse die Trennstelle zwischen Alter und Neuer Sorge. Die Neue Sorge hat den alten Mündungsarm übernommen.

Damit war das Plangebiet nun gegen alle Zuströme abgeriegelt. Der Umleitungs- und der Moordeich sicherten die Ostflanke. Im Süden sperrte der inzwischen verlängerte Eiderdeich gegen das Hochwasser, im Westen Schloss sich der Stapelholmer Höhenzug an. Die Gebiete nördlich des Börmer Sees entwässerten inzwischen über die Rheider Au und Neue Graft in die Treene. Jetzt konnten der zweite und der dritte Bauabschnitt in Angriff genommen werden.

Bei Trockenlegung der nördlichen Seen blieb der kleine Wittenhagener Landsee unberührt. Diese Fläche sollte mit zunehmender Entwässerung der Ebene von selbst trocken fallen. An den anderen Seen wurden Ringdeiche angelegt, um weiteren Zustrom aus der Niederung auszuschließen. Die Abflüsse der Seen wurden zugeschüttet und stattdessen windbetriebene Schöpfwerke installiert. Unterhalb der Schöpfwerksmühlen vollzog sich der Abfluss dann wie bisher, in den Meggersee und weiter in die jetzt Alte Sorge. Für die Entwässerung sorgten entsprechend angelegte Parzellengräben und Nebenvorfluter.

Die Trockenlegung der Sorgeniederung war in ihrer Größenordnung und Schwierigkeit ein weithin und bis dahin noch nie dagewesenes Vorhaben. Das einfach erscheinende Entwässerungssystem hatte seine besonderen Schwierigkeiten. So waren die Seen zwar gegen weiteren Zustrom abgeschirmt, unmöglich aber gegen das auch noch in der weiten Niederung nachsickernde Grundwasser. Das machte sich besonders am Börmer See bemerkbat, der immerhin gut zwei Fuß (ca. 65 cm) tiefer lag als der Meggersee. Ein Schöpfwerk allein wäre hier entschieden zu wenig gewesen.

Ein anderes Beispiel ist Fünfmühlen, an der Nordwestecke des ehemaligen Meggersees. Heute steht dort ein maschinenbetriebenes Schöpfwerk. Sein Name aber ist auf ehedem tatsächlich fünf windgetriebene Schöpfwerke zurückzuführen, mit deren Hilfe der See sogar wiederholt trockengelegt und der spätere Meggerkoog entwässert wurde. Das enge Netz der tiefen und breiten Parzellengräben im Meggerkoog lässt halbwegs erahnen, welch große Wassermengen dort immer noch abzuschöpfen sind. Und das war ehedem schon keineswegs billig. Die Anlagen mussten doch bedient werden. Also gehörte zu jedem Schöpfwerk auch eine Kate für das Personal und ein Stück anbaufähigen Landes.

Weitere Schwierigkeiten ergaben sich aus der Unberechenbarkeit des Wasseraufkommens, sozusagen von Dürre bis Wolkenbruch und Schmelze samt Grundwasser. Man war noch nicht in der Lage, die Menge Wassers annähernd zu schätzen und das Maß der demnach notwendigen Anlagen zu bestimmen. Das zeigte sich auch an dem Beispiel der Steinschleuse im Eiderdeich.

Der dritte Bauabschnitt galt der Entwässerung der Sorgeniederung. Die als Hauptvorfluter hochbelastete Alte Sorge hatte nach der Zäsur keinen hinreichenden Abfluss mehr. Ein neuer Abflusskanal wurde gebaut. Dieser auch heute noch als Große Schlote bezeichnete Kanal ist eine Verlängerung der Stapelrönne, jetzt allerdings mit umgekehrter Fließrichtung. Sie reicht von der Wendeschleife der Alte Sorge westwärts bis zur Steinschleuse. Sehr schnell stellte sich jedoch heraus, dass die zugleich neue Steinschleuse die Menge Wassers aus der Alte Sorge nicht bewältigen könne. Als scheinbar einfachere Lösung bot sich an, den am Südostrand der Niederung gelegenen Moordeich mit zwei kleineren Entwässerungsschleusen auszustatten, d.h. die Alte Sorge wieder an ihren früheren Unterlauf anzuschließen. Danach stellte sich dann aber heraus, dass die Drempel (Böden) der beiden Moordeichschleusen nicht tief genug gesetzt waren und der Abfluss daher immer noch nicht ausreichte. Dies neuerliche Problem konnte allerdings vorerst nicht gelöst werden. Böses Geschehen überrollte die Niederung.

a) Der lange, erst 1615 errichtete Eiderdeich in dem Abschnitt zwischen Süderstapel und Bargen/Scheppern hatte sich als ungenügend erwiesen, er musste verstärkt werden. Dazu aber waren die wirtschaftlich überforderten Anrainer nicht in der Lage. Unter der gewaltigen Sturmflut vom Oktober 1634 brach der Deich. Die Sorgeniederung wurde erneut überflutet.

b) Wallenstein, Feldherr des Dreißigjährigen Krieges und Kaiserlicher General des Baltischen und des Ozeanischen Meeres, träumte in Rendsburg seinen nur kurzen Traum von einem Kanal quer durch Schleswig-Holstein. Indes aber verunsicherten seine Truppen das Land. Um ihnen den Weg abzuschneiden, öffneten die Anrainer der Sorgeniederung selbst alle Schleusen, so dass die Niederung nun vollends versank - sinnlos. Die kaiserlichen Truppen, nach ihnen die Schweden, sind trotzdem in die Landschaft eingefallen und es dauerte sehr lange, bis man sich davon wieder erholte.

c) Die Sorgeniederung hat danach noch jahrelang so hoch unter Wasser gestanden, dass sich im Nordwesten sogar ein eigener, unkontrollierter Überlauf zur Treene hin entwickelte. Die Niederung und ihre Anlagen waren schließlich so weit ruiniert, dass die Holländer ihre hohen Investitionen und ihre Rechte an dem Land aufgaben.

Die Eigentums- bzw. Besitzrechte an den Ländereien und Anlagen fielen an die Landesherrschaft und Anrainer zurück. Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurde nun mit immer neuen Anläufen versucht, die Niederung und die wieder vollgelaufenen Seen erneut trockenzulegen, zunächst jedoch ohne wesentlichen Erfolg. Man hielt sich zwar an das vorgezeichnete System der Holländer, arbeitete jedoch immer nur punktuell und ohne Zusammenhang. Da wurden Materialien verarbeitet, die dem Anspruch nicht genügten. Und man verzichtete auf die an sich unerlässliche Unterhaltung neu errichteter Anlagen.

Ein geradezu typisches Beispiel waren die Moordeichschleusen mit den zu hoch angelegten Drempeln. Der Deich wurde an der Stelle noch mehrfach mit und ohne Schleusen durchbrochen und wieder geschlossen. Schließlich aber baute man an der Westseite der Niederung als Nebenfluter einen weiteren Entlastungskanal, die Neue Schlote. Das ist bis heute ein gabelnder und parallel zur Große Schlote verlaufender Graben. Der erhielt in dem Eiderdeich zwar zunächst eine eigene Schleuse. Die musste später aber wegen Mängel am Material wieder geschlossen werden. Danach entwässerten die beiden Gräben gemeinsam über eine vergrößerte, steinerne Schleuse, die dann noch viel später durch ein Schöpfwerk ersetzt wurde.

So ging es auch mit den Seen, die immer mal wieder trockengelegt wurden, bis die Anlagen wieder verfielen und sich dann ein neuer Besitzer um erneute Trockenlegung mühte. Die Unterhaltung der Entwässerungssysteme insgesamt wurde oft und lange genug versäumt, so dass Verkrautungen, Brüche und übermäßiger Reuseneinsatz immer wieder zu Verstopfungen und Überschwemmungen führten. Die Beseitigung solcher Schäden war regelmäßig erst einmal Anlass für sehr langwierige Auseinandersetzungen um Zuständigkeiten und Kosten.

Hinzu kamen Naturkatastrophen: Brüche der Eiderdeiche infolge von Sturmfluten. Hohe Wasseransammlungen östlich des Umleitungsdeiches, weil die Entwässerung wegen des Hochwasserstandes in der Eider nicht mehr funktionierte. Da nutzte auch die Sandschleuse nichts mehr. Zur Entlastung der Neuen Sorge musste der Umleitungsdeich wiederholt durchbrochen werden - und wieder lief die Niederung voll.

Erst nach dem Wechsel vom 17. in das 18. Jahrhundert änderten sich allmählich die Verhältnisse in der Sorgeniederung, nicht zuletzt mit des Sorckekooges Deichordnung von 1702, die in der ganzen Niederung galt. Mit dieser Ordnung wurden u.a. die Deichbesticke, die Umlage der Leistungs- und Unterhaltungskosten, die Nutzungs-, Sorgfalts- und Kontrollpflichten an den Deichen und Entwässerungsanlagen geordnet, Versäumnisse mit Ordnungsstrafen bedroht. Und plötzlich funktionierte alles das, was bis dahin als heilloses Durcheinander zu erkennen war.

Mit Trockenlegung der Seen wurden in der Niederung Köge angelegt. Diese und andere freie Ländereien hat man dann im Jahre 1704 aufgeteilt. Die Besiedelung der Niederung nahm zu, die Dorfschaften wurden größer. Damit stieg zugleich die Zahl der Leistungsträger, die ein eigenes Interesse an der Sicherung und Erhaltung gewonnener Bewirtschaftungsflächen hatten.

Bundeswasserstraße[Bearbeiten]

Die Sorge ist von km 0,00 an der Sandschleuse bis km 5,92[4] an der Mündung in die Eider eine sog. sonstige Binnenwasserstraße des Bundes[5] im Zuständigkeits-Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning. Die Mündung in die Eider liegt bei deren Flusskilometer 36,79.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Quedenbaum: Sorge und Treene, Nebenflüsse der Eider. Eider-Verlag, Düsseldorf 1984, ISBN 3-921908-09-4.
  • Gerd Quedenbaum: Vorflut. Der Eiderverband. Ein Beitrag zur Geschichte des Deich- und Entwässerungswesens in der mittleren Eider-Region. Eider-Verlag, Düsseldorf 2000, ISBN 3-921908-08-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quedenbaum: Sorge und Treene, S. 45-68.
  2. Quedenbaum: Sorge und Treene, S. 36-38.
  3. Quedenbaum: Vorflut, S. 24-31.
  4. Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  5. Verzeichnis F der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sorge (Schleswig-Holstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien