Soria

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Soria (Begriffsklärung) aufgeführt.
Soria
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Soria
Soria (Spanien)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Soria
Koordinaten 41° 46′ N, 2° 29′ W41.768055555556-2.47694444444441063Koordinaten: 41° 46′ N, 2° 29′ W
Höhe: 1063 msnm
Fläche: 271,8 km²
Einwohner: 39.753 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 146,26 Einw./km²
Postleitzahl: 42001- 42005
Gemeindenummer (INE): 42173 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Carlos Martínez Mínguez (PSOE)
Offizielle Webpräsenz
Lage der Stadt
Soria (Soria) Mapa.svg
Wallfahrtskirche San Saturio (18. Jahrhundert) am Duero

Soria ist die Hauptstadt der Provinz Soria im Osten der Autonomen Region Kastilien und León. Mit 39.753 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) ist sie nach Teruel die zweitkleinste Provinzhauptstadt Spaniens, in ihr leben etwa 40 % der Einwohner der dünn besiedelten, gleichnamigen Provinz. Die Stadt liegt am Oberlauf des Flusses Duero.

Etwa acht Kilometer nördlich von Soria (bei Garray) befinden sich die Ruinen von Numantia, einem seit der Bronzezeit besiedelten keltiberischen Oppidum, das 133 v. Chr. von römischen Truppen des jüngeren Scipio (Aemilianus) im Numantinischen Krieg nach wiederholten Angriffen und langer Belagerung zerstört wurde. Die Stätte kann besichtigt werden, in Soria ist das Museo Numantino den archäologischen Funden gewidmet.

Im Jahr 1380 verbot ein Gerichtsbeschluss der Cortes von Soria den Juden, ihre eigenen Straffälle gerichtlich zu regeln. Außerdem wurde ein Dekret des ein Jahr zuvor verstorbenen Königs Heinrich II. bestätigt, wonach Juden in der königlichen Verwaltung und bei Adligen nicht angestellt sein durften. Diese Beschlüsse dienten als Grundlage für die Hasspredigten des Archidiakons Ferran Martinez, die im Jahre 1391 zu Massakern an der jüdischen Bevölkerung führten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Paläste und Brücken[Bearbeiten]

Soria weist ein reiches Erbe an romanischen Bauten auf, insbesondere Kirchen, die der kastilische König Alfonso VIII. errichten ließ.

Konkathedrale San Pedro[Bearbeiten]

San Pedro ist seit 1959 zweite Bischofskirche des Bistums Osma-Soria neben der Kathedrale im 60 km entfernten El Burgo de Osma. Vom Bau des 12. Jahrhunderts, der im Jahr 1520 einstürzte, sind noch die rein romanischen Fenster und der Kreuzgang erhalten. Der 1573 fertiggestellte Neubau war plateresk umgestaltet worden. Im Inneren sind zwei interessante Altaraufsätze zu sehen: In der Apsis ein Retabel im Stil der Renaissance und an der rechten Seite ein Aufsatz im plateresken Stil. Die Kapelle San Saturio (am rechten Ufer des Duero) beherbergt ein wertvolles flämisches Triptychon von 1559 aus San Pedro.

Santo Domingo[Bearbeiten]

Die ehemalige Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert ist stark französisch beeinflusst und wirkt wie eine verkleinerte Wiederholung von Notre-Dame-la-Grande de Poitiers. Die bedeutende Westfassade ist zweistöckig mit Blendarkaden gegliedert. Im Giebel ist eine große Fensterrose. Das Portal ist reich mit Skulpturen in den Archivolten und im Tympanon geschmückt.

San Juan de Duero[Bearbeiten]

Von dem ehemaligen Kloster des Templerordens aus dem 12. Jahrhundert sind die einschiffige Kirche mit Apsis und vorgelagertem Presbyterialraum und der Kreuzgang des 13. Jahrhunderts erhalten. In seiner Bauweise drückt der Kreuzgang die unterschiedlichen Kulturen des mittelalterlichen Spaniens aus: es sind Elemente der Romanik, der Gotik, des Mudéjarstils und orientalische Einflüsse vorhanden.

San Juan de Rabanera[Bearbeiten]

An der im 12. Jahrhundert im frühromanischen Stil erbauten Kirche sind byzantinische Einflüsse, aber auch gotische Spitzbogenansätze zu erkennen.

Weitere sehenswerte Kirchen der Stadt sind

  • Santa Maria la Mayor, Nuestra Señora de la Merced, El Hospital, El Salvador, die Karmeliterkirche und die Kapelle La Soledad.

Am Stadtrand von Soria finden sich zwei barocke Wallfahrtskirchen aus dem 18. Jahrhundert, die Ermita de la Virgen del Mirón sowie die dem Schutzpatron der Stadt geweihte Ermita de San Saturio.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Soria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).