Sorrent

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Dieser Artikel beschreibt die italienische Stadt Sorrento, die der Halbinsel von Sorrent ihren Namen gab. Weitere Orte mit diesem Namen sind auf der Seite Sorrento ersichtlich.
Sorrent
Wappen
Sorrent (Italien)
Sorrent
Staat: Italien
Region: Kampanien
Provinz: Neapel (NA)
Koordinaten: 40° 38′ N, 14° 23′ O40.62611111111114.37611111111150Koordinaten: 40° 37′ 34″ N, 14° 22′ 34″ O
Höhe: 50 m s.l.m.
Fläche: 9 km²
Einwohner: 16.644 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.849 Einw./km²
Stadtviertel Casarlano, Sorrento Capo, Sorrento Marina Grande
Angrenzende Gemeinden Massa Lubrense, Sant'Agnello
Postleitzahl: 80060 Capo di Sorrento (Sorrento Capo), 80067 Sorrento (capoluogo, Sorrento Marina Grande)
Vorwahl: 081
ISTAT-Nummer: 063080
Volksbezeichnung: Sorrentini
Schutzpatron: St. Antoninus
Website: Sorrent
Sorrent
Erinnerung an Sorrent von Carl Gustav Carus, 1828

Sorrent (ital. Sorrento) ist eine italienische Stadt mit 16.644 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Neapel. Sie ist Teil der Berggemeinschaft Comunità Montana Monti Lattari - Penisola Sorrentina.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt Sorrent liegt auf der Halbinsel von Sorrent am Golf von Neapel in der Provinz Neapel. Sie liegt über schwarzen Steilklippen aus dunklem vulkanischem Gestein auf einer Tuffsteinterrasse. Sorrent wird von imposanten Felsen des Kalksteingebirges umgeben. Schon seit 2000 Jahren ziehen Sonnenuntergänge und Orangen- und Zitronengärten Besucher aus aller Welt an

Touristisches[Bearbeiten]

Seit Jahrhunderten ist Sorrent Ziel nordeuropäischer Italiensehnsucht. Schriftsteller und Maler haben den Ort in Wort und Bild verewigt.

Sorrent und die Amalfiküste sind bekannt für ihre großen Zitronen (ital. limoni). Als typische Produkte aus diesen Früchten sind Limoncello, ein schmackhafter Zitronenlikör und Zitronenschokolade zu nennen. Darüber hinaus produzieren in der Stadt zahlreiche Keramikateliers Artikel mit Stadtansichten, Amalfidarstellungen oder Zitronenmotiven. Das Herz des Städtchens bilden die Einkaufsstraße Via S. Cesareo und die Piazza Tasso.

Beliebt ist Sorrent wegen seiner günstigen Lage auch als Ausgangspunkt zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Die Spitze der Halbinsel von Sorrent liegt nur etwa 5 km von Capri entfernt, das vom Hafen Marina Piccola bequem erreicht werden kann. Auch Ischia und Procida, deren Silhouetten an klaren Tagen zu sehen sind, können per Schnellboot in kurzer Zeit erreicht werden. Die Regionalbahn Circumvesuviana bringt Besucher nach Pompeji und Herkulaneum oder nach Neapel.

Von Sorrent aus ist die Amalfiküste, italienisch costiera amalfitana, erreichbar über die Strada Statale 163 Amalfitana, ein beliebtes Ausflugsziel.

Geschichte[Bearbeiten]

Mythische Vergangenheit[Bearbeiten]

Der heutige Name Sorrent (Sorrento) geht auf den antiken Namen Surrentum und den Mythos der Sirenen zurück, die durch ihren Gesang die Seefahrer verwirrten. Der Legende zufolge konnten sich nur Odysseus und seine Begleiter dem Zauber des Sirenengesangs entziehen, worauf sich die Sirenen in den Felsen mit dem Namen Li Galli (auf der Südseite der Halbinsel nahe Positano im Golf von Salerno) verwandelten.

Geschichtsfakten[Bearbeiten]

Sorrents Ursprünge liegen im 7. Jahrhundert vor Christus, als es von den Phöniziern gegründet wurde. Von 474 bis 420 v. Chr. war Sorrent unter der Regentschaft von Griechen, bis es 150 Jahre später römisches Municipium wurde. In dieser Zeit des Römischen Reiches wurde es der Sommersitz von Aristokraten und Reichen. Besterhaltenes Zeugnis ist die Villa Pollio einer reichen Römerin, am Meer nahe dem Fischerdörfchen Puolo gelegen.

Im Laufe der Jahrhunderte haben viele Völker den Versuch unternommen, die von den Griechen errichtete Stadtmauer zu durchbrechen und das Städtchen zu erobern. So wurde Sorrent 1133 von den Normannen eingenommen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museo Correale di Terranova
Kreuzgang des Klosters San Francesco
  • Das Museo Correale di Terranova in einem früheren Adelspalast zeigt z.B. Möbel, Intarsienarbeiten, Porzellan, Gemälde des 17. bis 19. Jahrhunderts. Gestiftet wurde das Museum von den Brüdern Pompeo und Alfredo Correale.
  • Dom: ein romanischer Kirchenbau, in dem u.a. Torquato Tasso getauft wurde
  • Franziskanerkloster (San Francesco)
  • Chiesa Santa Maria del Carmine
  • Chiesa Sant Antonio
  • Villa Communale (Stadtgarten) mit Aussicht über den Golf von Neapel
  • Museobottega della Tarsialignea: eine Ausstellung von Werken italienischer Intarsienkünstler aus dem 19. Jahrhundert und moderne angewandte Intarsienkunst, gesammelt von dem Architekten und Designer Alessandro Fiorentino.[2]
  • Griechisches Stadttor und romanischer Bogen an der alten Stadtmauer[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hier geboren[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

Sorrent in den Medien[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ein Zweig der Schmalspur-Regionalbahn Circumvesuviana (Napoli Porta Nolana–Sorrento) endet in Sorrent.

Es gibt Fährverbindungen nach Capri, Ischia und Neapel.

Nächstgelegener Flughafen ist der 53 km entfernte Flughafen Neapel.

Neben innerörtlichen Buslinien gibt es Busverbindungen via Positano nach Amalfi, sowie auch nach Massa Lubrense und Transfers zum Flughafen Neapel.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • ArgentinienArgentinien Mar del Plata - Argentinien
  • JapanJapan Kumano - Japan seit 2001
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Santa Fe - Vereinigte Staaten seit 2000
  • NorwegenNorwegen Skien - Norwegen seit 2004
  • FrankreichFrankreich Nizza - Frankreich[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sorrento – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Sorrent – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Details zu den Sorrenter Intarsien (von Albatours); abgerufen am 28. Oktober 2010
  3. a b Neapel. Amalfiküste. Cilento. Dumont-Reisetaschenbuch, ISBN 978-3-7701-7241-2, S. 163ff.
  4. Busverkehrs-Überblick bei Friends of Sorrento (engl.)
  5. Website der Stadt, Januar 2010