Sosnowka (Kaliningrad, Bagrationowsk)

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Siedlung
Sosnowka/Schwanis
Сосновка
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Bagrationowsk
Erste Erwähnung 1352
Frühere Namen Janze (vor 1352), Genssehe (vor 1422),
Geenßee (vor 1437), Jenssehe (vor 1600),
Schwannß (vor 1602), Schwenies (vor 1610),
Schwanis (bis 1947)
Bevölkerung 258 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40156
Postleitzahl 238460
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 203 819 006
Geographische Lage
Koordinaten 54° 33′ N, 20° 11′ O54.55666666666720.186111111111Koordinaten: 54° 33′ 24″ N, 20° 11′ 10″ O
Sosnowka (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Sosnowka (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad‎

Sosnowka (russisch Сосновка, deutsch Schwanis, litauisch Švanys) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Pogranitschnoje selskoje posselenije (Landgemeinde Pogranitschny (Hermsdorf)) im Rajon Bagrationowsk (Kreis Preußisch Eylau).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sosnowka liegt 19 Kilometer nordöstlich der ehemaligen Kreisstadt Mamonowo unweit der Grenze zum Stadtkreis Laduschkin an einer Nebenstraße, die Laduschkin mit der russischen Fernstraße R 516 verbindet und weiter bis nach Kornewo führt. Die nächste Bahnstation ist Laduschkin an der Strecke von Kaliningrad nach Mamonowo und weiter nach Polen (ehemalige Preußische Ostbahn).

Geschichte[Bearbeiten]

Das einst Schwanis[2] genannte Dorf fand bereits 1352 seine erste Erwähnung.

Am 11. Juni 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Ludwigsort[3] eingegliedert und gehörte so bis 1945 zum Landkreis Heiligenbeil im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Damals wurden auch die drei Nachbargemeinden Patersort, Charlottenthal und Ludwigsort diesem Amtsbezirk zugeordnet, die heute alle in das Stadtgebiet Laduschkin eingemeindet worden sind.

Im Jahre 1910 lebten in Schwanis 328 Einwohner[4]. Ihre Zahl betrug 1933 323 und stieg bis 1939 auf 362[5].

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam das nördliche Ostpreußen und mit ihm Schwanis 1945 zur Sowjetunion und erhielt 1947 die russische Bezeichnung Sosnowka.[6] Bis zum Jahre 2009 war der Ort in den Pogranitschni selski sowjet (Dorfsowjet Pogranitschny) eingegliedert. Seither ist Sosnowka aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[7] eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) deklarierte Ortschaft innerhalb der Pogranitschnoje selskoje posselenije (Landgemeinde Pogranitschny) im Rajon Bagrationowsk.

Kirche[Bearbeiten]

Die Bevölkerung von Schwanis war vor 1945 überwiegend evangelischer Konfession. Sie war in das Kirchspiel Pörschken (heute nicht mehr existent) im Kirchenkreis Heiligenbeil innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Bruno Link.

Heute liegt Sosnowka im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Nowo-Moskowskoje. Sie ist eine Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad in der Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Schwanis
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Ludwigsort
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Heiligenbeil
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Heiligenbeil
  6. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Obersten Sowjets der RSFSR vom 17. November 1947 Über die Umbenennung von Siedlungen der Oblast Kaliningrad)
  7. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 253 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad